An der Müller-Breslau-Straße in Charlottenburg hat sich am späten Mittwochabend ein schwerer Unfall ereignet. Ein Autofahrer verlor gegen 23.30 Uhr beim Abbiegen von der Straße des 17. Juni die Kontrolle über sein Fahrzeug, pflügte drei Poller um und prallte dann gegen einen Baum auf der Böschung zum Landwehrkanal.

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Vor Ort hieß es, die beiden Insassen des Autos seien von einem Rettungsdienst gesichtet worden, Verletzungen gab es allerdings nicht. Offenbar war das Auto mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.
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Offenbar illegales Straßenrennen – Crash bei Überholmanöver
Die „B.Z.“ berichtet, der Unfall sei Folge eines illegalen Straßenrennens gewesen. Unter Berufung auf Zeugen meldet die Zeitung, der Mercedes und ein mit zwei Frauen besetzter Audi hätten sich ein Rennen auf der Straße des 17. Juni geliefert.
Vom Ernst-Reuter-Platz kommend hätten die beiden Autos zunächst an einer roten Ampel vor der Müller-Breslau-Straße gestoppt. Als die Ampel grün zeigte, wollten beide nach rechts abbiegen. Dabei soll der 21 Jahre alte Mercedes-Fahrer versucht haben, die 23 Jahre alte Audi-Fahrerin zu überholen. Bei diesem Manöver soll der 21-Jährige dann die Kontrolle über sein Auto verloren haben.
Polizisten hätten die 23-jährige Audi-Fahrerin und ihre Beifahrerin kurz darauf auf einem Parkplatz der Technischen Universität entdeckt. Die Fahrerin wurde – genau wie der Mercedes-Fahrer – vorläufig festgenommen. Eine Alkohol- und Drogenkontrolle sei negativ ausgefallen, hieß es. Es bestehe der Verdacht eines illegalen Kraftfahrzeugrennens, so die Polizei.
Illegale Rennen in Berlin: etwa 900 Ermittlungen im vergangenen Jahr
In Berlin sind im vergangenen Jahr etwa 900 Ermittlungen wegen illegaler Autorennen eingeleitet worden. Damit blieb die Zahl der registrierten Fälle nur minimal unter denen des Rekordjahres 2024, als 924 Rasereien erfasst wurden.
Allgemein würden Polizeifluchten mit 40 Prozent einen großen Teil der Verfahren ausmachen, erzählte Oberamtsanwalt Andreas Winkelmann der Morgenpost Ende des vergangenen Jahres. „Das sind meist junge Männer ohne Fahrerlaubnis, vorbestraft, unter Alkohol oder Drogen, die mit aller Macht ein weiteres Verfahren gegen sich verhindern wollen.“ Sie drückten deswegen besonders fest aufs Gas und gefährdeten den Straßenverkehr dadurch auf unglaublich skrupellose Art und Weise.
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