Kaum ein Thema hält die Menschen ähnlich in Atem wie die Machenschaften krimineller Clans und Großfamilien. Gerade Berlin gilt als Zentrum dieser besonderen Form der Organisierten Kriminalität. Kein Tag, an dem nicht über Razzien und Drogenschmuggel berichtet wird, über illegale Autovermietungen und Immobiliendeals, über Schusswaffengewalt, spektakuläre Raubüberfälle oder über Verteilungskämpfe in den Revieren.

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Nach Monaten von Schüssen auf offener Straße verfestigt sich der Eindruck: Die deutsche Hauptstadt ist fest in der Hand berüchtigter Banden, die Behörden machtlos. Aber stimmt das auch? Am kommenden Mittwoch, 20. Mai, lädt die Friedrich-Naumann-Stiftung dazu ein, mit Expertinnen und Experten über die Ursachen des Problems zu diskutieren, über Gegenmaßnahmen der Polizei - und warum lange nichts gegen die Parallelstrukturen in unserer Gesellschaft unternommen wurde.
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Die zentralen Fragen des Abends
Im Mittelpunkt des Abends stehen zentrale Fragen: Wie konnten sich Parallelgesellschaften derart ungestört in unserer Mitte verfestigen? Wie bekämpft man Akteure, deren Wertesysteme sich fundamental von den unseren unterscheiden? Warum hat es so lange gedauert, bis der Staat aktiv wurde? Was steckt hinter den Schussabgaben, die die Berliner Polizei seit einem halben Jahr auf Trab halten? Wie muss sich die Drogenpolitik der Sicherheitsbehörden verändern, um kriminelle Hintermänner zu zerschlagen? Welche Rolle spielen Rassismus, Ausgrenzung und mediale Berichterstattung? Wo liegen die Grenzen des liberalen Rechtsstaats?
Wer auf dem Podium sitzt
An der Diskussion nehmen teil: Peter Langer, Generalsekretär der FDP Berlin, Vasili Franco, Experte für Innen- und Drogenpolitik der Grünen im Abgeordnetenhaus, Benjamin Jendro von der Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP, Ralph Ghadban, Islamwissenschaftler und Experte für Clankriminalität und die Sozialarbeiterin Astrid Leicht von Fixpunkt e. V. Moderiert wird der Abend von Dennis Meischen, Leitender Redakteur der Berliner Morgenpost im Bereich Innere Sicherheit.
Wo die Veranstaltung stattfindet
Veranstaltungsort ist das Haus der Kaiserin-Friedrich-Stiftung, Robert-Koch-Platz 1, 10115 Berlin.
Die Diskussion beginnt um 18 Uhr und soll gegen 20 Uhr enden. Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen im Internet unter: shop.freiheit.org.






