Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat nach dem Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson überlegt, das Amt selbst zu übernehmen. „Das habe ich. Die Verhandlungsführung für den Hauptstadtfinanzierungsvertrag liegt aber derzeit beim Finanzsenator“, sagte der CDU-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

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Das sei für die kommenden Monate entscheidend. „Er ist deshalb der Richtige für diese Aufgabe.“ Am 20. September ist Abgeordnetenhauswahl. Bis dahin soll Finanzsenator Stefan Evers (CDU) das Kulturressort mitverantworten.
Wegner: Quereinsteiger tun dem Politikbetrieb gut
Kultursenatorin Wedl-Wilson (parteilos) hatte vor gut zwei Wochen um ihre Entlassung gebeten. Zuvor hatte der Landesrechnungshof die Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus durch die Kulturverwaltung als „evident rechtswidrig“ bewertet.
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„Nach der Veröffentlichung des Rechnungshofberichts habe ich dann mit Senatorin Wedl-Wilson ein längeres Gespräch geführt“, sagte Wegner. „Einen Tag später hat sie die Konsequenzen gezogen und um ihre Entlassung gebeten, dafür hat sie meinen großen Respekt.“
Dass Wegner mit Wedl-Wilson eine Quereinsteigerin ohne politische Erfahrung in den Senat geholt hatte, sieht der CDU-Politiker nicht als Fehler: „Ich bin der festen Überzeugung, dass Quereinsteiger dem Politikbetrieb guttun. Wenn es gelingt, Fachleute von außen für politische Ämter zu gewinnen, dient das der Demokratie.“
dpa/rk








