Feierwütige Parkgänger, Betrunkene, Aufgeputschte und Aggressive: Auch für die Berliner Feuerwehr ist der 1. Mai ein Kampftag mit Einsätzen rund um die Uhr. Zahlreiche Freiwillige Feuerwehren und Hilfsorganisationen wurden in Bereitschaft versetzt. Gerade der übermäßige Genuss von Alkohol und Drogen lässt dabei die Gefahr von Übergriffen auf Rettungskräfte steigen. In Einsätze „in gefährdeten Gebieten“ sollen daher möglichst nur Berufsfeuerwehrleute ausrücken müssen.

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Die Zusammenarbeit mit der Polizei wurde ebenfalls noch einmal intensiviert, heißt es aus Sicherheitskreisen, für die Feuerwache Kreuzberg an der Wiener Straße nahe des Görlitzer Parks wird es zudem besonderen Polizeischutz geben. In unmittelbarer Nähe verläuft die Strecke der Großdemonstration „Revolutionärer 1. Mai“, zu der Zehntausende Teilnehmer erwartet werden.

Bodycams: Feuerwehr darf Aufnahmen länger speichern

Einsatzkräfte der Feuerwehr sollen sich allerdings auch selbst schützen und präventiv wirken können. Wie ein Sprecher dieser Redaktion bestätigte, wird vom Abend des 30. April bis zum 2. Mai um 7 Uhr das sogenannte Pre-Recording der Bodycams verlängert.

Dabei werden Bild- und Tonaufnahmen fortlaufend zwischengespeichert. Wird der Aufzeichnungsknopf nicht gedrückt, werden diese Aufnahmen alle 60 Sekunden automatisch gelöscht. Wird die Aufnahme ausgelöst, werden auch die 60 Sekunden vor dem Drücken des Knopfes Teil der Aufzeichnung. An regulären Tagen beträgt dieser Zeitraum lediglich 30 Sekunden. Zuerst hatte die „Berliner Zeitung“ berichtet.

Die Feuerwehr wird rund um den 1. Mai einen erweiterten Stab in Rufbereitschaft haben. Der Führungsdienst und die Leitstelle werden personell verstärkt. Außerdem werden zusätzliche Rettungswagen (RTW) in Dienst genommen. Die genaue Anzahl der Einsatzkräfte im Dienst konnte zunächst nicht angeben werden. Die Berliner Polizei plant indes mit 5300 Polizeibeamten. Unterstützung kommt aus zehn Bundesländern und von der Bundespolizei.