Ausgesprochen zäh und langsam lief es am Freitagabend in Kreuzberg. Zwar liefen die Demonstrierenden um 19.30 Uhr am Oranienplatz los. Aber offensichtlich nicht alle. Immer wieder blieb die Spitze stehen, damit hintere Teile aufschließen konnten, was nur mäßig gelang. Große Lücken zwischen den Blöcken füllten sich mit Feiernden. Party und Protest vermischten sich.

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Vor allem der Geduld der Genossen an der Spitze war es zu verdanken, dass die diesjährige „Revolutionäre-1.-Mai“-Demonstration ihren Endpunkt am Südstern erreichte. Dort hatten sich die Reihen allerdings nach vier Stunden schnell gelichtet. Einzig der schwarze Block, der in diesem Jahr am Ende des Zugs lief, zog geschlossen durch. Unter enger Begleitung zahlreicher behelmter Polizeikräfte, mit polizeifeindlichen Sprechchören und vereinzelt kleineren Scharmützeln mit der gehassten Ordnungsmacht blieben nennenswerte Zwischenfälle aber aus.
Vereinzelt gab es Festnahmen. Eine Person soll noch vor Demostart einen Polizeiwagen mit einer Flasche beworfen haben. Am Paul-Lincke-Ufer kam es später zu einer mutmaßlich gewalttätigen Auseinandersetzung mit einem in der Szene bekannten rechten Streamer, der die Demo vom Rand filmte.
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1. Mai in Berlin: 50.000 Menschen in Kreuzberg unterwegs
Laut Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) waren am Tag der Arbeit rund 50.000 Menschen in Berlin unterwegs. Vor allem Kreuzberg war voll. Tausende zog es bei fast Sommeretter in den Görlitzer Park. Dort wurde gefeiert, getanzt, gekifft und gegen den Zaun protestiert. Ein Teil der Feiernden schloss sich der Demo an, als sie den Park passierte. Die Polizei hatte den vorher abgeschirmt.
Vorher gab es bereits einen Abstrom zum Mariannenplatz, wo die Rapperin Ikkimel um 19.30 Uhr einen kurzen Auftritt hatte. Protest und Party gingen scheinbar fließend ineinander über. Während Bässe aus den einen Lautsprechern drangen, waren ein paar Meter weiter Reden zur humanitären Situation in Gaza zu hören.
Die besten Bilder vom 1. Mai in Berlin
Am Südstern kam es am Ende zu einigen kleineren Auseinandersetzungen. Dennoch sei es „ausgesprochen gewaltfrei und friedlich“ verlaufen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Zahl der Festnahme liege „im mittleren zweistelligen Bereich“, die der verletzten Einsatzkräfte im einstelligen Bereich. Zwischenzeitlich war von 8000 bis 8500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Rede. Das Organisationsbündnis sprach am späten Abend von 30.000.




































