Der Tag der Arbeit wird am 1. Mai traditionell lautstark mit Straßenfesten, Partys und Konzerten gefeiert. Besonders in Kreuzberg sind die Straßen voll mit Feiernden und Demonstrierenden.

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Wer dem Trubel entkommen will, findet viele Ausflugsmöglichkeiten in und außerhalb Berlins, bei denen es ruhiger zugeht. Unsere Redaktion hat sieben Tipps, wo Sie das lange Wochenende verbringen können – und trotzdem ein wenig Feierstimmung erleben.

1. Mai und langes Wochenende: Offene Höfe und Gärten beim Baumblütenfest in Werder

Noch bis Sonntag (3. Mai) öffnen rund 30 Höfe und Gärten in Werder an der Havel ihre Türen. Ein Hop-on-Hop-off-Bus nimmt Fahrgäste für zehn Euro (Kinder bis 14 Jahre: fünf Euro) mit auf eine Blütenrundfahrt von Hof zu Hof. Zwischen den blühenden Obstbäumen der Bauern werden hausgemachte Obstweine und Kuchen angeboten. Am Samstag ab 11 Uhr findet der traditionelle Baumblütenumzug mit Festwägen statt, während Fans von Fahrgeschäften auf dem Rummel am Hartplatz auf ihre Kosten kommen.

Baumblütenfest in Werder an der Havel
Inmitten von Kirschblüten genießen Besucher beim Baumblütenfest verschiedene Obstweine.© Michael Bahlo/dpa | Michael Bahlo

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Wanderung nach Buckow in die Märkische Schweiz

In gut anderthalb Stunden ist das 50 Kilometer entfernte Buckow mit der Bahn oder dem Auto zu erreichen. Die malerische Kleinstadt mit bunten Fachwerkhäusern liegt am Schermützelsee. Hier arbeitete das Künstlerehepaar Bertolt Brecht und Helene Weigel ab den 50ern in ihrem Sommerwohnsitz. Heute ist das Haus Museum und Gedenkstätte. Unsere Reporterin Miriam Schaptke war bereits 2023 vor Ort und hat sich für eine Route von Buckow über den Krugberg zu den Tornowseen und von dort zurück in die Stadt entschieden. Knapp elf Kilometer mit kleinem Anstieg, bei einer Dauer von zwei Stunden und 40 Minuten.

Das malerische Städtchen Buckow hat viele bunte Fachwerkhäuser.
Das malerische Städtchen Buckow hat viele bunte Fachwerkhäuser.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Am Goerzmarkt feiert man den Frühling

Am 30. April und 1. Mai feiern die Goerzwerker zwei Tage lang den Einzug der warmen Jahreszeit. Das Familienfest beginnt am Donnerstag um 15 Uhr mit einem Markt und regionalen sowie internationalen kulinarischen Spezialitäten. Um 17 Uhr wird der Maibaum gestellt – wer mutig ist, kann versuchen, diesen beim „Maibaum-Kraxeln“ zu erklimmen. Anschließend wird mit Live-Musik in den Mai getanzt. Am Freitag (1. Mai) startet um 12 Uhr das Frühlingsfest mit einem Flohmarkt für Kleidung und Kinderspielzeug. Im Birkenwäldchen können Kinder auf Ponys reiten.

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Parkeisenbahn Wuhlheide feiert 70. Jubiläum mit Sonderfahrten

Am 2. und 3. Mai sind die Dampfloks „Merapi“ und „Klaus“ mit Sonderfahrten im Einsatz. Seit 1956 gehört die Parkeisenbahn Wuhlheide zur Freizeitlandschaft in Berlin. Auf mehr als sieben Kilometern Strecke fahren die historischen Dampflokomotiven durch das Waldgebiet der Wuhlheide. Jedes Jahr lockt das zehntausende Besucher an. Das Besondere: Kinder und Jugendliche übernehmen viele der Aufgaben selbst. Die jüngsten Fahrkartenkontrolleure sind gerade einmal elf Jahre alt. Auch das Stellen der Weichen und das Abfertigen der Züge erledigen die mehr als 60 ehrenamtlichen Kinder.

Am Jubiläumswochenende fahren die Züge Samstag und Sonntag jeweils vormittags und nachmittags. Tickets für die Sonderfahrten gibt es ab sechs Euro.

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Ausflug zum Schloss Britz und den Tiergehegen

Wem es am 1. Mai in Kreuzberg zu trubelig ist, der steigt einfach in die U7 und fährt bis zur Parchimer Allee in Britz. Von dort sind es dann nur ein paar Hundert Meter zu Fuß bis zu einem bezaubernden Idyll: dem Schloss Britz mit dem angrenzenden Gutshof und der Dorfkirche mit Teich.

Der Besuch des Schlosses, das heute als Museum genutzt wird, gleicht einer Zeitreise. Herrschaftliche Wohnräume aus dem späten 19. Jahrhundert mit opulenten Möbeln, Samtvorhängen, Gemälden und üppigen Verzierungen. Neben dem Schloss liegt der Gutshof Britz, ein landwirtschaftlicher Betrieb, auf dem historische Nutztierrassen zu sehen sind. Die Tiergehege säumen den Weg, nicht selten kommen die Ziegen oder Pferde neugierig an den Zaun und lassen sich streicheln. Auch ein Spaziergang durch den Schlosspark lohnt sich. Gerade jetzt blüht es herrlich in dem kleinen, gepflegten Park, der 1990 unter Denkmalschutz gestellt worden ist.

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Eine Wannsee-Fahrradtour, die Kultur und Natur vereint

Die Wannsee–Babelsberg-Radtour verbindet Wasser, Gartenkunst, Architektur und Geschichte. Ausgangspunkt ist der S-Bahnhof Wannsee. Von da aus geht es zur Liebermann-Villa: ein pittoresker Ort mit kleinem Museum, blühendem Garten, summenden Beeten und einem Café mit Blick auf den Wannsee. Weiter verläuft die Strecke vorbei am Haus der Wannsee-Konferenz auf den Tiefhornweg entlang schöner Badestellen. Am Fähranleger zur Pfaueninsel hat man die Möglichkeit, überzusetzen. Die Insel hat eine eigene Magie: Pfauen, die über die Wiesen schreiten, weidende Schafe und plätschernde Brunnen.

Wunderschön und angriffslustig: Die namensgebenden Pfauen auf der Pfaueninsel lassen sich fotografieren, aber zu nahe kommen sollte man ihnen dabei nicht (Archivbild).
Wunderschön und angriffslustig: Die namensgebenden Pfauen auf der Pfaueninsel lassen sich fotografieren, aber zu nahe kommen sollte man ihnen dabei nicht (Archivbild).© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Weiter folgt die Route dem Ufer Richtung Glienicker Brücke. Unterwegs liegen die St.-Peter-und-Paul-Kirche und der Blick hinüber zur Heilandskirche in Sacrow. An der Glienicker Brücke wird nicht überquert, sondern links in die Königstraße abgebogen. Hier reiht sich Architekturgeschichte: Schloss Glienicke, das Jagdschloss und schließlich Schloss Babelsberg mit weiten Ansichten über die Havel. Für den Schlussteil führt die Strecke rechts in die Möwenstraße und weiter in die Waldmüllerstraße. Nach der Querung des Teltowkanals geht es durch die Villenkolonie Neubabelsberg, wo die prächtigen Fassaden einen auffälligen Kontrast zum Namen der Karl-Marx-Straße bilden. Über die Rudolf-Breitscheid-Straße schließt die Runde am S-Bahnhof Wannsee. Die reine Fahrzeit für den Rad-Rundweg beträgt eine Stunde und 18 Minuten, die Strecke ist 19,3 Kilometer lang. 

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„Bunte Platte“-Fest in Hohenschönhausen mit Live-Musik

Das traditionelle Fest im Bezirk Lichtenberg findet am Freitag (1. Mai) von 13 bis 18 Uhr statt. Mit kostenfreiem Bühnen- und Infoprogramm will das Fest ein Zeichen für ein weltoffenes und tolerantes Hohenschönhausen setzen. Verschiedene Bands, Künstler und lokale Sportgruppen zeigen auf der Bühne ihr Können. An Ständen können sich Besucher über Projekte in den Kiezen informieren und bei Mitmachaktionen engagieren.