Zum Artikel: „Unterwegs mit den Berliner ‚Waste Watchern‘“ vom 22. April
Ich kann diese Menschen nicht verstehen, die ihren Müll auf der Straße entsorgen – und das vermutlich zum Teil auch mit dem Auto. Gerade in Neukölln gibt es in der Gradestraße einen großen Recyclinghof der BSR. Dort wird man eigentlich alles los und auch kostenlos, bis auf Schadstoffe. Die kosten ein paar Euro. Die Mitarbeiter dort sind alle nett und hilfsbereit.
Michael Mayer, per Mail
Zum Artikel: „Olympia-Gegner machen gegen die Spiele mobil“ vom 22. April
Wieder einmal erleben wir in dieser Stadt die „Wir-sind-gegen-alles-Mentalität“. Und sie kommt wie so oft von ganz weit links. Statt sich darüber zu freuen, dass Berliner Sportstätten im Rahmen der Olympiade für die kommenden Jahrzehnte mit Bundesmitteln einen nie dagewesenen Schub bekommen und dadurch auch zukünftige sportliche Spitzenveranstaltungen öfter nach Berlin kommen könnten, geht man in Blockade. Gerade jetzt, da der Berlin-Hype zurückgeht, braucht die Stadt einen neuen Aufbruch und olympische Begeisterung. Auch und gerade durch die Paralympics. Der jetzige Senat sollte dem Volksbegehren gelassen entgegensehen, die Mehrheit der Berliner wird sich dieser Blockade nicht anschließen.
Thomas Etzmuß, per Mail
Zum Artikel: „Rente: Was versteht Merz unter einer Basisabsicherung?“ vom 23. April
Nach fast einem Jahr im Amt des Bundeskanzlers neigt Friedrich Merz leider immer noch zu vorschnellen, missverständlichen und teilweise irreführenden Formulierungen. Was sollen denn die Rentenempfänger und diejenigen, die demnächst in Rente gehen, aus dieser Ankündigung anderes als eine (Be-)Drohung ablesen? Insbesondere Menschen, die weder erben noch über Ansprüche aus einer betrieblichen oder privaten Altersversorgung verfügen, sehr viele davon in den neuen Bundesländern? Dabei sind doch die auch vom Kanzler angekündigten und geplanten Änderungen kurzfristig gar nicht umsetzbar. Und darin liegt das eigentliche Problem, für das Merz nichts kann: Man hätte im Anschluss an die Agenda 2010 sofort weitere Reformen durchführen müssen. Doch dies wurde, wie so vieles andere, in der Ära Merkel verschleppt und verschlafen. Nun fehlen die Mittel, die zum Beispiel in einem Staatsfonds wie in Schweden seither hätten angespart werden können.
Wolf-Rüdiger Heilmann, per Mail
Zum Artikel: „Feuchteschäden – Museum ‚Berlin Modern‘ erneut verzögert“ vom 23. April
Angedacht waren ehemals 200 Millionen, danach wurden etwa 507 Millionen ermittelt, jetzt werden es, durch die Verlängerung der Bauzeit, noch ein paar Milliönchen mehr werden. Vielleicht wird man irgendwann bei einer knappen Milliarde landen, siehe hierzu auch vergleichbare Bauvorhaben wie den ehemaligen „Fluchhafen“ BER? Na ja, es ist ja in Berlin kaum etwas Neues, wenn sich die Kosten oder die Bauzeit für ein öffentliches Bauprojekt mehr oder weniger verdoppeln. Durch die eminente Verlängerung wird der ältere „Otto Normalverbraucher“ das Objekt wohl später kaum noch zur Kenntnis nehmen können. Mehr oder weniger kann er das Museum dann von oben betrachten. Warum solche Feuchtigkeitsschäden beziehungsweise Pilze auftraten, ist unverständlich. Hat man bei der wetterbedingten Bautrocknung am falschen Ende gespart? Das ist hier die berechtigte Frage. Ich persönlich finde die Backsteinscheune am Kulturforum, schweizerischer Prägung, passt kaum in die wunderbare Architektur Scharouns und auch in die Gestaltung von Mies van der Rohe, doch was soll‘s. Modern ist halt modern, koste es, was es wolle.
Thomas Hansen, per Mail
Zum Artikel: „Nach tödlichem E-Scooter-Unfall in Berlin: Training schon in der Schule?“ vom 21. April
Was soll die aktuelle Diskussion über schärfere Regeln für E-Scooter? Ja, es ist tragisch, dass die 14-Jährige bei dem Unfall gestorben ist. Aber sie ist, ohne auf den Verkehr zu achten, bei Rot gefahren. Die aktuellen Regeln genügen. Sie müssten nur mal regelmäßig kontrolliert werden, so wie bei Fahrradfahrern auch. Solange das nicht passiert, kann man sich jede Diskussion sparen.
Robin Krusche, per Mail
Zum Thema: Störungen bei der Berliner U-Bahn
Ich kann die sich wiederholenden Ansagen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) für die U-Bahn nicht mehr hören. „U-Bahn fährt unregelmäßig“ – ja, das merke ich selbst. „Nicht alle Wagen im Einsatz“ – ach, deshalb der Kurzzug auf der U9 im Berufsverkehr! Bitte, BVG, lasst es. Bekommt endlich mal was auf die Reihe. Sonst reicht demnächst der Kurzzug wirklich für die restlichen Kunden. Aber vielleicht ist das ja das Ziel.
Robin Krusche, per Mail
Zum Artikel: „Neuseeländische Expertin zieht unbequeme Schlüsse aus deutschem Wal-Drama“ vom 22. April
Wieder weiß eine Expertin, was für den Wahl das Beste ist, allerdings ohne das Tier je selbst in Augenschein genommen zu haben. Der Verweis auf ähnliche Fälle greift doch viel zu kurz, weil die Fälle eben nicht wirklich ähnlich genug sind. Außerdem handelt es sich um ein lebendes und fühlendes Wesen, noch dazu um das größte Säugetier der Erde. Da verbietet sich Statistik als Entscheidungsgrundlage.
Peter Foss, per Mail


