Der tragische Tod einer 14-jährigen E-Scooter-Fahrerin, die in Berlin-Neukölln von einem Auto angefahren wurde, hat die Debatte rund um die Risiken beim Fahren mit E-Scootern neu entfacht.

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„Wir wissen aus Untersuchungen, dass wir zwei sehr unterschiedliche Gruppen haben: Die Privatbesitzer benutzen ihren E-Scooter meist regelmäßig und sind im Umgang damit vergleichsweise geübt“, sagte die Leiterin der Unfallforschung im Gesamtverband der Versicherer (GDV), Kirstin Zeidler.
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„Diejenigen, die sich den E-Scooter nur ausleihen, sind in der Regel Gelegenheitsfahrer. Ihnen ist manchmal nicht klar, dass es sich dabei um ein Kraftfahrzeug handelt.“ Durch die vergleichsweise kleinen Räder und das relativ hohe Gewicht hätten E-Scooter eine gewisse Instabilität. „So ein Fahrzeug muss man auch beherrschen“, warnte Zeidler angesichts mehrerer entsprechender Unfälle in Berlin.
Zahl der Unfälle mit E-Scootern in Berlin steigt
In den vergangenen Wochen kam es in der Hauptstadt mehrfach zu E-Scooter-Unfällen. Erst am Freitagabend starb eine 14 Jahre alte E-Scooter-Fahrerin nach dem Zusammenstoß mit einem Auto in Berlin-Neukölln. Sie war zusammen mit einer Gleichaltrigen zu zweit auf dem Scooter unterwegs gewesen.
„E-Scooter haben am gesamten Unfallgeschehen noch einen geringen Anteil, aber er steigt sehr deutlich mit der zunehmenden Nutzung“, so die Expertin. „Die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten bei Unfällen mit E-Scootern hat sich spürbar nach oben entwickelt.“ Scooter-Fahrer sollten deshalb auf jeden Fall einen Helm tragen.
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Was lässt sich außerdem verbessern? „E-Scooter-Fahrer können und sollen den Fahrradweg benutzen. Und wir wissen aus eigenen Befragungen: Dort fühlen sie sich auch am wohlsten“, erklärte Zeidler. „Das heißt: Auch für E-Scooter-Fahrer brauchen wir eine gut ausgebaute Radinfrastruktur mit sicheren Kreuzungen.“ Gerade dort komme es besonders häufig zu Unfällen.
Oft sind E-Scooter-Fahrer auf dem Gehweg unterwegs
Ein Problem sei aber auch, dass sich E-Scooter-Fahrer nicht immer regelgerecht verhalten würden: „Auf dem Gehweg fahren sie oft, wenn es keinen Radweg gibt oder wenn sie es nicht besser wissen“, ist Zeidlers Erfahrung. Gibt es keinen Radweg, müssen E-Scooter aber auf der Straße fahren – auf dem Gehweg sind sie verboten. „Es gibt noch viel Unwissenheit im Umgang mit E-Scootern. Es wird häufig noch missverstanden als eine Art Spielgerät wahrgenommen.“
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Fahren auf dem Gehweg oder falsche Benutzung der Fahrbahn entgegen der Fahrrichtung – das sei bei E-Scootern eine typische Unfallursache. „Ein weiterer Aspekt ist leider auch Alkohol“, sagte die Expertin.
„Wir plädieren deshalb für eine bessere Verkehrsausbildung in den Schulen, erweitert um den Bereich Mikromobilität, wozu der E-Scooter gehört.“ Nötig sei in den Schulen auch eine Art Rollertraining mit klassischen Tretrollern, damit auch die Motorik geübt werde.
dpa/rk







