„Berlin soll die familienfreundlichste Metropole in Europa werden“, sagt Steffen Krach. Ein Ziel, das der SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im September 2026 über die gut 1300 Spielplätze der Stadt erreichen will. „Dazu gehören gute Spielplätze und vor allem saubere Spielplätze“, so Krach. Davon will der designierte Landesvorsitzende immer mehr in die Hände der Berliner Stadtreinigung (BSR) geben. Erst vor Kurzem wurde die BSR damit betraut, die Reinigung von 80 weiteren öffentlichen Spielflächen zu übernehmen. Die Bezirke konnten dafür Vorschläge unterbreiten.

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Für die Berlinerinnen und Berliner seien die Spielplätze „ein Stück vom Glück“, so Raed Saleh, Fraktionschef der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus. Daher lege man in seiner Partei einen besonderen Fokus auf sie. „Dort, wo die Parkanlagen von der BSR gereinigt werden, ist die Zufriedenheit der Anwohner und Anwohner sehr, sehr hoch“, sagt Saleh. Den Stimmen der Berliner folgend gebe man nun mehr Reinigungsaufträge an die BSR. Die Bezirke werden gleichzeitig entlastet. Zusammen mit Steffen Krach hatte er am Mittwoch auf den Spielplatz am Comeniusplatz in Friedrichshain eingeladen, um die familienfreundliche Seite der SPD zu demonstrieren.

Berlin: BSR übernimmt Reinigung weiterer Spielplätze und stellt neues Personal ein

Steffen Krach und Raed Saleh über die SPD-Pläne zu Spielplätzen
„Wieder Spielplatz ohne Spritze“: Mit diesem Slogan werben Steffen Krach und Raed Saleh für die stärkere Reinigung von Berlins Spielplätzen. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Im April 2024 nahm die BSR die ersten 85 Spielplätze in ihren Aufgabenbereich auf, nachdem testweise bereits auch Grünflächen und Parks übernommen worden waren. Später folgten 50 weitere Spielplätze. Die Bezirke konnten damals vorschlagen, bei welchen Plätzen sie sich Unterstützung wünschen. Seitdem sind nicht mehr die bezirklichen Straßen- und Grünflächenämter für die Reinigung dieser Spielplätze zuständig, sondern extra zusammengestellte Teams der BSR. Befinden sich die Spielflächen in Parks oder grenzen diese daran an, putzt die BSR diese gleich mit.

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Aus dem einstigen Pilotprojekt, das mit drei Millionen Euro Budget aus dem Landeshaushalt unterfüttert wurde, ist nun eine Erweiterung und Fortsetzung geworden. Die Koalition hat kürzlich auf Vorschlag der SPD weitere sechs Millionen Euro bereitgestellt. Mit diesem Geld will die BSR weitere 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Außerdem werden 15 neue Fahrzeuge angeschafft.

Verschmutzung auf Spielplätzen: BSR setzt auf flexible Reinigung

Wie oft gereinigt wird, folgt keinem festen Rhythmus, sagt Stephanie Otto, Vorstandsvorsitzende bei der BSR. „Das ist immer sehr abhängig davon, wie dreckig es da ist“, so Otto. Dass Berlin schmutziger geworden wäre, lässt sich laut Otto statistisch nicht nachweisen. Die Wahrnehmung in der Bevölkerung habe sich aber verändert.

Steffen Krach und Raed Saleh über die SPD-Pläne zu Spielplätzen
BSR-Parkreiniger wie Bulut Abdulkadir (r.) und David Glasmacher sorgen letztlich dafür, dass die Parks und Spielplätze sauber sind. Sie sind jeden Tag auf den Beinen und sammeln Abfälle ein. © FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Gerade mit Blick auf die Verschmutzung durch Fremdnutzung, etwa durch Drogenkonsumbesteck, Zigarettenkippen oder Plastikabfälle, sei es richtig priorisiert, mehr Geld in die Spielplätze zu stecken, sagt Raed Saleh. „So ein Spielplatz ist nichts wert, wenn er nicht genutzt wird, wenn er nicht erlebt wird, wenn man permanent danach buddeln muss, welche Gefahren vom Vorabend eventuell warten.“ Außerdem wolle man mehr an die Bevölkerung appellieren, ihre Umwelt sauber zu halten.

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Und da die Städter nun mal wenig Möglichkeiten haben, sich im Grünen zu vergnügen, seien Spielplätze und Parks eben essenziell. „Die Berlinerinnen und Berliner sind ganz besonders angewiesen auf die Spielplätze. Denn hier hat nicht jeder einen kleinen Vorgarten“, so Steffen Krach. Zum 1. Juni nimmt die BSR ihre Arbeit in den 80 neuen Spielplätzen auf. Bei der Reinigung wolle man es bei der SPD nicht belassen. „Ich möchte auch, dass wir uns angucken, was wir sanieren müssen“, so Krach.