Für manche sind E-Scooter eine lässige und schnelle Art der Fortbewegung. Andere wiederum ärgern sich vor allem, wenn die Roller kreuz und quer auf Gehwegen herumliegen. Kaum ein Verkehrsmittel in Berlin polarisiert so stark. Inzwischen sind E-Scooter längst nicht mehr nur in der Innenstadt, sondern auch in den Außenbezirken verfügbar. In Treptow-Köpenick wird es nun auch verstärkt welche in Friedrichshagen geben.

Hintergrund ist, dass der US-amerikanische Anbieter Lime sein Servicegebiet im Berliner Südosten bis nach Friedrichshagen erweitert. Bemerkbar dürfte dies jedoch erst nach und nach werden. Denn nach Ankündigung des Unternehmens wird die Gebietserweiterung wie folgt vollzogen: „Lime wird im ersten Schritt nicht selbst Fahrzeuge in Friedrichshagen verteilen. Stattdessen geht das Unternehmen davon aus, dass Nutzer:innen E-Scooter und E-Bikes aus angrenzenden Gebieten wie Köpenick künftig ganz natürlich nach Friedrichshagen bringen und dort ihre Fahrten beenden.“

Friedrichshagen: Warum Lime sein Servicegebiet hier erweitert

Die Erweiterung des Servicegebiets wird an diesem Sonnabend, 18. April, vollzogen. Sie fällt damit genau auf den achten Jahrestag des Berlin-Starts von Lime. Warum genau jetzt, erklärt Lime so: „Hintergrund sind unter anderem die aktuelle Situation rund um die S3 bzw. den entfallenden stadtauswärtigen Halt in Hirschgarten im Zuge von Bauarbeiten, Anwohneranfragen sowie die bessere Anbindung von Friedrichshagen, Köpenick und Müggelsee.“

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Operativ beginnt Lime demnach dort zunächst mit einem sogenannten Free-Floating-Modell. Dabei handelt es sich um ein stationsloses Sharing-System. Die E-Scooter können somit flexibel innerhalb eines festgelegten Geschäftsgebiets angemietet und überall auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt werden. Es gelten jedoch auch in Friedrichshagen die bestehenden Regeln und „Non-Parking-Zonen“ der Stadt Berlin.

Wo die E-Scooter im Ortsteil abgestellt werden dürfen und wo nicht

In einer Grafik, die Lime veröffentlichte, ist zu erkennen, dass die Elektroroller in Friedrichshagen an vielen Stellen nicht abgestellt werden können. Das gilt unter anderem für den Kurpark am S-Bahnhof, das Landschaftsschutzgebiet Erpetal, das Waldgebiet Hirschgartendreieck, den Müggelpark am Spreetunnel und Teile des Siedlungsgebiets nahe dem Wasserwerk. An der Bölschestraße, am Müggelseedamm, am Fürstenwalder Damm und in den Wohngebieten hingegen dürfen die E-Scooter abgestellt werden.

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In Köpenick sind E-Scooter schon länger präsent. Im Herbst 2024 verkündete der schwedische Anbieter Voi, aufgrund der „hohen Nachfrage“ weite Teile von Köpenick zu erschließen.