Zum Artikel „Prinzipienstark oder Überzeugungstäterin? So tickt Katherina Reiche“ vom 19. April
Wer sich etwas für Politik interessiert und sich umhört, stellt überall eine gewisse Abneigung gegen Frau Reiche und besonders gegen ihre durchsichtige Lobbypolitik fest. Der Umgangsstil mit dem Koalitionspartner ist schon irgendwie unterirdisch, ihre Einstellung zum Klimawandel ist völlig daneben. Allein die Einstellung zur „Fast-Arbeitsverweigerung“ der Energiekonzerne beim Netzausbau, also ihrer ehemaligen Arbeitgeber, ist derart durchsichtig, dass einem schlecht wird. Auch zauberte sie kürzlich und unerwartet die Idee zum Bau neuer Gaskraftwerke aus dem Hut, einfach so. Man darf gespannt sein, wann der Kanzler seine Ministerin nicht mehr halten kann – oder will.
Dietmar Astfalk, via Email
Man kann zu den erforderlichen Maßnahmen zur Ausgestaltung der Energiewende sicherlich unterschiedliche Ansichten haben. Das aber, was Ministerin Reiche betreibt, ist reinste Klientelpolitik für die Energieunternehmen. Es sieht fast so aus, als wäre sie nur deswegen wieder in die Politik zurückgekehrt (oder dorthin geschickt worden), um Energiepolitik im Sinne der Energieversorger zu machen. Aus meiner Sicht ist Frau Reiche eine totale Fehlbesetzung.
P. Rost, via Email
Ich finde es gut, dass sich Frau Reiche in einer wirtschaftlichen Krisensituation vehement für die Wirtschaft einsetzt. Denn ihr Haus ist ja dazu da, vernünftige Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen. Als Chefin muss man nicht beliebt sein, aber gut vorbereitet sein, die politische Richtung vorgeben und gegebenenfalls eine falsche Richtungsentscheidung korrigieren. Ein gutes Vertrauensverhältnis zur Wirtschaft ist doch prima und hat nichts mit Lobbyismus zu tun.
Christine Horn, via Email
Zum Artikel „Berliner Bezirk nimmt 400.000 Euro durch falsch abgestellte E-Scooter ein“ vom 14. April
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Schlimm, wie der Staat wieder gegenüber Rollerverleihern und Bürgern dasteht. Bei den Wählern beweist der Staat seine nicht nachzuvollziehende Schwäche. Bei der Herausgabe der Fahrerdaten, bei der Möglichkeit, die Bürger vor Abzocke der Ölmultis zu schützen usw. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Das stört die Politik wenig bis gar nicht. Jedenfalls solange nicht, bis die Umfragen zeigen, dass die politischen Parteien an beiden Rändern extremen Zulauf erhalten.
Detlef Trzeciak, via Email
Zum Artikel „Protest gegen hohe Spritpreise: Autokonvoi rollt von Ostfriesland nach Berlin“ vom 17. April
Ein Autokonvoi als Protestform gegen zu hohe Spritpreise? Das ist genau mein Humor. Circa 600 Kilometer quer durch Deutschland tuckern, um ein „sichtbares Zeichen“ zu setzen? Nur welches? Dass Erdöl eine endliche Ressource ist und es gefühlt keine Alternative zu Benzin- und Dieselfahrzeugen gibt? Oder, dass es ein Recht auf günstigen Individualverkehr geben muss?
Oliver Heim, via Email
Es geht hier um Forschungsergebnisse, die uns allen zugute kommen.
Leser Lothar Otterstätter zur Zukunft der Charité.
Zum Artikel „Teuer und nicht mehr ganz so sexy – Berlin und der Berghain-Absturz“ vom 16. April
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Ich bin überzeugt, Herr Wowereit hat mit dem Satz „Berlin ist arm, aber sexy“ nicht an Sex gedacht, sondern an freundlich, weltoffen und herzlich. Und das ist Berlin immer noch. Dem Verfasser sind Clubs wichtig, aber das soll er für sich behalten und Berlin nicht diskriminieren.
Marianne Girbig, via Email
Zum Artikel „Weniger Geld, weniger Studenten, mehr Operationen: So soll die Charité sparen“ vom 15. April
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Die Charité ist weltweit berühmt und anerkannt als führende Forschungsstätte für Medizin und als eines der besten Krankenhäuser weltweit. Unser Senat hat nichts Besseres zu tun, als Einsparungen zu planen und den guten Ruf einer der wenigen Berliner Einrichtungen mit hohem Ansehen zu zerstören. Es geht hier um Forschungsergebnisse, die uns allen zugutekommen. Berlin hat unendlich viel zu verlieren, wenn der Ruf und die Anerkennung der Charité durch unbedachte Sparmaßnahmen vernichtet würden.
Lothar Otterstätter, via Email
Zum Artikel „Kerosin wird knapp: Ist der Flug in den Urlaub bald unbezahlbar?“ vom 17. April
Welche Airline schickt denn einen Flieger nach Fernost, wenn nicht klar ist, dass er dort für den Rückflug betankt werden kann? Wenn sich also die Dinge am Golf nicht bald normalisieren, wird es Einschränkungen im Flugbetrieb geben. Da hilft es auch nicht, wenn in Deutschland angeblich genügend Kerosin zur Verfügung steht.
Sieghard Jendras, via Email
Zum Artikel „‚Männer wollen meinen toten Körper vergewaltigen‘: Promi-Frauen über digitale Gewalt“ vom 18. April
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Für die digitale Gewalt an Frauen findet man keine Worte. Anonym findet die dreckige Fantasie keine Grenzen. Das sind Männer, die es nicht ertragen, dass Frauen selbstständig ihr Leben im Griff haben und mit ihrer Meinung an die Öffentlichkeit gehen. Wo führt dieser Weg hin?
Ingeborg Arndt, via Email
Zum Artikel „Nach 20 Jahren: Warum einem Späti in Neukölln nun das Aus droht“ vom 16. April
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Dann geht man einfach fünf Meter weiter zum nächsten Späti oder zum gegenüberliegenden. Sorry, aber Neukölln besteht nur aus Spätis.
Micha Böse, via Social Media
Die Kneipen mussten wegen der Spätis schließen. Da beschwerte sich niemand.
Stefan Siedler, via Social Media







