- Die „Revolutionäre 1. Mai“-Demo soll heute durch Kreuzberg und Neukölln ziehen
- Die Berliner Polizei ist im Großeinsatz
- Wann startet die Demo? Wie verläuft die Route? Die wichtigsten Infos
Am 1. Mai in Berlin kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Berliner Polizei. Während die Straßenfeste und Partys am „Tag der Arbeit“ meist friedlich verlaufen, sorgte in den vergangenen Jahren vor allem die „Revolutionäre 1. Mai-Demo“ für Krawalle und Randale.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Auch am diesjährigen 1. Mai werden linke und linksextreme Gruppen ab etwa 18 Uhr durch Kreuzberg und Neukölln ziehen. Hier finden Sie alle wichtigen Infos und Hintergründe zur „Revolutionären 1. Mai“-Demo 2026: Route, Ablauf und Zeitplan des Protests in Berlin.
| Veranstaltung | „Revolutionäre 1. Mai“-Demo |
|---|---|
| Ort | Kreuzberg und Neukölln |
| Termin | Freitag, 1. Mai 2026, Start: 18 Uhr |
| Strecke | Oranienplatz – Sonnenallee – Hermannplatz – Südstern |
| Teilnehmer (2025) | 22.000 laut Polizei |
- Aktuell: 1. Mai in Berlin live: Alle News im Blog
- 1. Mai in Berlin: Das lange Warten auf den schwarzen Block
- Kreuzberg: Rave und Klassenkampf in Kreuzberg: So war der 1. Mai in Görli und Umgebung
- Grunewald: Satirische Demo im Villenviertel zum 1. Mai: Viel Tennis, viel Pyrotechnik
- Politischer 1. Mai: Gewerkschaften fordern Tarifvertrag für Vivantes-Töchter
- Themenseite: Alle Artikel zum 1. Mai 2026 in Berlin
„Revolutionäre 1. Mai“-Demo 2026: Route startet am Kreuzberger Oranienplatz
Am 1. Mai 2025 wollen linke und linksextreme Gruppen ihre Demo um 18 Uhr am Oranienplatz in Kreuzberg starten. Die Demo soll durch Kreuzberg und Neukölln verlaufen und am Südstern enden. Die diesjährige Route im Detail:
- Oranienplatz
- Oranienstraße
- Wiener Straße
- Glogauer Straße
- Pannierstraße
- Sonnenallee
- Weichselstraße
- Karl-Marx-Straße
- Hermannplatz
- Hasenheide
- Südstern
Die Veranstalter zeigen auf einem Plakat, das zur Teilnahme an der Veranstaltung auffordert, eine Berliner Altbau-Fassade und trägt mehrere Schriftzüge und Symbole. Neben dem Motto „Freiheit, Frieden, Solidarität“ ist dort zu lesen und zu sehen:
- „Meine Söhne geb ich nicht“
- „Hoch die internationale Solidarität“
- „Free all Antifas“
- „Von Berlin bis nach Kurdistan. Für die Revolution“
- „None of us are free until all of us are free“
- „Wedding gegen Waffenproduktion“
- die Fahnen Palästinas und Kubas
In dem Aufruf heißt es unter anderem: „Darum kämpfen wir am 1. Mai genau auf jenen Straßen für soziale Rechte, feministische Kämpfe und internationale Solidarität, denn der Hauptfeind steht im eigenen Land. Nicht in Moskau, nicht in Teheran, nicht in Washington – sondern hier. In den Konzernzentralen, in den Ministerien, in der Waffenfabrik von Rheinmetall im Wedding.“
Freiheit ist die Bedingung der Befreiung.
— Revolutionärer 1. Mai Berlin (@Rev1MaiBerlin) 6. April 2026
Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg.
Solidarität ist eine Waffe.
Der Revolutionäre 1. Mai in Berlin, alle Infos: https://t.co/YM8JK3fSTm#R1MB #b0105 pic.twitter.com/0c0S8X4OVx
„Revolutionäre 1. Mai“-Demo: Route kann Eskalationen begünstigen
Die Route der „Revolutionäre 1. Mai“-Demo gehört traditionell zu den heiklen Fragen am Mai-Feiertag in Berlin. Denn der Verlauf der Strecke birgt immer wieder Eskalationspotential.
Auch interessant
In diesem Jahr führt die Route vorbei am Görlitzer Park. Die nächtliche Schließung der Grünanlage hatte zuletzt für scharfe Kritik aus den Reihen links- und linksextremer Gruppierungen gesorgt. Spätestens wenn der Zug die Wiener Straße in Kreuzberg erreicht, dürfte sich jedoch der Unmut über den Zaun um den Görlitzer Park in den Vordergrund drängen.
Im vergangenen Jahr verlief die Demo weitgehend friedlich. Nur vereinzelt kam es zu Festnahmen oder Gewaltvorfällen – wohl auch, weil stadtweit insgesamt 5800 Polizisten im Einsatz waren.
Auch interessant
In anderen Jahren war die 18-Uhr-Demo an linksextremen Objekten vorbeigezogen, beispielsweise an den teilbesetzten Häusern an der Rigaer Straße in Friedrichshain oder Szene-Kneipen in Kreuzberg. Diese Pläne sorgten bei den Behörden immer wieder für Sicherheitsbedenken, zum Teil wurde die Route kurzfristig geändert. In manchen Jahren war die Demo von den Veranstaltern im Vorfeld gar nicht erst bei der Polizei angemeldet worden.

1. Mai-Demo in Berlin: Krawall und Randale – Gewalt zuletzt deutlich zurückgegangen
Straßenschlachten, brennende Barrikaden und Autos, Plündereien – am 1. Mai 1987 gingen Bilder der „Kampfzone Kreuzberg“ um die Welt. Seitdem ist die Demo am Abend des Mai-Feiertags immer wieder eskaliert. In den vergangenen Jahren hat die Gewalt allerdings deutlich abgenommen. Die Polizei zog im vergangenen Jahr eine positive Bilanz. Eine Übersicht der Festnahmen und verletzten Polizisten in den vergangenen Jahren finden Sie hier:
| Jahr | Festnahmen | Verletzte Polizisten |
|---|---|---|
| 1. Mai 2013 | 94 | 54 |
| 1. Mai 2014 | 68 | 61 |
| 1. Mai 2015 | 53 | 41 |
| 1. Mai 2016 | 42 | 59 |
| 1. Mai 2017 | 72 | 32 |
| 1. Mai 2018 | 103 | 20 |
| 1. Mai 2019 | 44 | 39 |
| 1. Mai 2020 | 209 | 18 |
| 1. Mai 2021 | 354 | 93 |
| 1. Mai 2022 | 74 | 30 |
| 1. Mai 2023 | 58 | 8 |
| 1. Mai 2024 | 34 | 5 |
| 1. Mai 2025 | 73 | 13 |
1. Mai 1987 in Berlin-Kreuzberg: Bilder der Randale-Nacht
bee




























