Noch weist ein Bauschild im Zoo auf die Arbeiten im historischen Antilopenhaus sowie auf den Außenanlagen rundherum hin. Noch laufen Umbau und Sanierung. Eine kleine Savannenlandschaft entsteht, in der Giraffen, Strauße und Antilopen gemeinsam leben werden. Zur neuen WG gesellen sich künftig auch Okapis, die eng mit den Giraffen verwandt sind, und Sitatungas, die zu den Antilopen gehören. Während die Arbeiten auf dem Freigehege erst im Mai abgeschlossen sind, kann Giraffe Mugambi bereits zu Ostern wieder besucht werden.

„Nach acht Monaten wird der Umbau des historischen Antilopenhauses pünktlich zum Karfreitag fertiggestellt“, heißt es aus dem Zoo. Die Innengehege wurden vergrößert und naturnah gestaltet. Dazu gehören eine natürliche Bepflanzung, mehr Rückzugsbereiche und verbesserte Trainingsmöglichkeiten. Damit hat sich die Situation für alle Bewohner verbessert. So haben jetzt nicht nur die Okapis und Sitatungas dort ein artgerechtes Zuhause.

„Gleichzeitig wurde die Giraffenanlage mit der Anlage der Gerenuks zusammengelegt, sodass die Giraffen künftig in einer großzügigeren Gemeinschaftshaltung leben“, erklärt Zoo-Sprecherin Svenja Eisenbarth auf Nachfrage. Giraffengazellen, auch Gerenuks genannt, sind eine afrikanische Gattung der Antilopen. Vollständig fertig soll die Antilopenhaus-Anlage in diesem Sommer sein.

Die Okapis sind nun an zentraler Stelle im Zoo zu erleben
Was ist damit neu für die Besucherinnen und Besucher? Sie könnten die Okapis nun an zentraler Stelle im Zoo erleben – auch bei schlechtem Wetter dank der einsehbaren Innenanlage, erklärt die Zoo-Sprecherin. Die neue Anlage vermittle mit ihrer Gestaltung eindrucksvoll die Bedeutung intakter Regenwälder. Zudem sorgten Tierarten wie Giraffen und Gazellen für zusätzliche Highlights. „Besonders spannend ist der direkte Vergleich der Okapis mit ihren nächsten Verwandten, den Giraffen“, so Svenja Eisenbarth.
Besonders spannend ist der direkte Vergleich der Okapis mit ihren nächsten Verwandten, den Giraffen.
Svenja Eisenbarth,, Zoo-Sprecherin
Zu Ostern lohnt sich aber nicht nur ein Zoo-Besuch wegen des mehr als 150 Jahre alten denkmalgeschützten Antilopenhauses. Es ist immerhin das älteste noch erhaltene Gebäude des Zoos, das im orientalischen Stil erbaut wurde. Frühlingserwachen bedeutet in Zoo und Tierpark auch, dass die ersten Jungtiere, die dieses Jahr auf die Welt gekommen sind, ihre ersten, teils wackeligen Schritte auf den Außenanlagen machen. So sind im Zoo bereits sieben Afrikanische Zwergziegen und zwei Thüringer Waldziegenjungtiere auf die Welt gekommen, die im Streichelzoo zu sehen sind.
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Seit Anfang dieser Woche sind Zoo und Tierpark täglich wieder von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet, genug Zeit, um den Frühling mit den Tieren zu erleben. Im Zoo gab es dieses Jahr gleich mehrere Neuzugänge bei den Großkatzen. So streifen seit Kurzem die beiden jungen Sumatratiger Banyu und Luise durch ihr neues Zuhause. Noch leben sie sich in getrennten Revieren ein. Aber die Hoffnung ist groß, dass sie sich schon bald näherkommen und für Nachwuchs sorgen.

Neu im Zoo sind auch die beiden Amurtiger Friedrich und Hubertus. Die einjährigen Brüder stammen aus einem Vierlingswurf und haben das „Reich der Jäger“ bezogen. Natürlich lohnt sich auch immer ein Besuch bei den Großen Pandas und den Zwillingen Leni und Lotti, die im August zwei Jahre alt werden. Die beiden Teenagerbären sind derzeit in Hochform: Sie erkunden ihre Klettergerüste auf den Außenanlagen und fangen an, sich spielend zu balgen. Gerade wurden noch mal ein paar Stämme nachgerüstet, damit sie immer genug Abwechslung vorfinden. Panda-Mutter Meng Meng kann sich da nur bambuskauend die Frühlingssonne auf den Bauch scheinen lassen.

Nicht zu vergessen ist ein Besuch beim Flusspferdnachwuchs in der Hippo Bay im Zoo. Vor einem halben Jahr wurde dort Willi Wackelöhrchen geboren, der so heißt, weil er tatsächlich mit den Ohren wackelt. Er ist zwar nicht mehr so klein, aber ein süßes, verspieltes Tierkind.

Im Tierpark in Friedrichsfelde erkundet das Anfang Januar geborene Tigermädchen Lilly seine Umgebung und fordert Mutter Mayang zum Toben auf. Tigervater Jae Jae ist leider nicht mehr in der Runde, er war schwer krank und musste erlöst werden. Auch bei den Wildhunden halten die zweieinhalb Monate alten Welpen Bronko und Laira das Rudel auf Trab. Auf der Otter-Insel flitzen die putzigen Vierlinge der Familie Otter durch den rauschenden Wasserfall und zeigen bereits erstaunliche Schwimmkünste.
Ein besonderes Highlight verbirgt sich im Dunkeln des Tierparks. Zwei seltene Fingertiere, Aye-Ayes, aus dem Zoo Frankfurt sind gerade erst ins Affenhaus eingezogen. Die Aye-Ayes Nino und Vinny geben einen Einblick in die außergewöhnliche Tierwelt Madagaskars. Aber auch bei Huftier und Co. gibt es Nachwuchs. Das im März geborene Minitrampeltier läuft bereits munter bei der Kamelherde mit. Im Sommer ist mit dem Einzug der Elefanten zu rechnen.
Direktor Knieriem freut sich auf die bevorstehende Saison
Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem freut sich auf die bevorstehende Saison: „Der Frühling bringt Bewegung und Lebensfreude in unsere Einrichtungen. Es ist die schönste Zeit, um die vielen Jungtiere in Zoo und Tierpark zu entdecken und die Osterferien gemeinsam mit Familie und Freunden zu genießen.“

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Das Osterferienprogramm ist zwar bereits ausgebucht, doch es gibt noch Tickets für die Osterführungen, die am 3., 4., 5. und 6. April 2026 stattfinden. Im Mittelpunkt stehen dabei interessante Einblicke in die Welt der Tiere rund um das Thema Ei. Gemeinsam mit erfahrenen Guides entdecken die Gäste den frühlingshaften Zoo und Tierpark und erfahren Wissenswertes über die tierischen Stars der Hauptstadt.






