Erneut sind Schüsse in Berlin gefallen: Ein Mann ist am Samstagmorgen gegen 5.45 Uhr an der Brandenburgischen Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf angeschossen worden. Ersten Informationen eines Reporters zufolge waren Personen vor einem Massagesalon in einen Streit geraten. Dabei habe einer eine Waffe gezogen und mindestens zweimal geschossen. Zwei Schüsse sollen das Opfer getroffen haben.

Bei dem Opfer handelt es nach Polizeiangaben um einen 23 Jahre alten Mann. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Verletzten in ein Krankenhaus, in dem er stationär aufgenommen wurde. Der Schütze soll mit einem Fahrzeug geflüchtet sein. Für den Verletzten soll nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei keine Lebensgefahr bestehen. Ein weiterer Mann, im Alter von 22 Jahren, erlitt Verletzungen im Gesicht und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Dabei handele es sich aber nicht um Schussverletzungen, so eine Polizeisprecherin. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zum Hintergrund der Tat, werden von der 8. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin geführt.
Polizei sucht Zeugen der Schießerei und hat folgende Fragen:
- Wer hat am frühen Sonnabendmorgen zwischen 5 Uhr und 6 Uhr in der Brandenburgischen Straße/ Gieselerstraße verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
- Wer hat das Geschehen beobachtet und kann Aussagen dazu und/oder Angaben zu den bisher unbekannten Täterinnen/Tätern machen?
- Wer hat Fotos und/oder Videos vom Geschehen oder zu beteiligten Personen/Fahrzeuge aufgezeichnet?
Wer kann sonstige sachdienliche Angaben machen und hat sich bisher noch nicht mit der Polizei in Verbindung gesetzt?
Hinweise richten Sie bitte an die 8. Mordkommission in der Keithstraße 30 in 10787 Berlin, unter der Rufnummer (030) 4664-911888, per E-Mail oder auch an jede andere Polizeidienststelle.

Erst am Donnerstag fielen Schüsse in Kreuzberg
Erst am späten Donnerstagabend war auf offener Straße in Kreuzberg geschossen worden. Ein 23-Jähriger hatte sich mit einem Bekannten auf dem Gehweg der Graefestraße aufgehalten, als zwei Männer unvermittelt Schüsse auf ihn abgegeben hatten. Die beiden unbekannten mutmaßlichen Täter flüchteten anschließend.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Der 23-jährige Mann erlitt Verletzungen am Oberkörper, an einem Bein und einem Arm. Rettungskräfte brachten ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Lebensgefahr soll nicht bestanden haben. Weitere Personen wurden nicht verletzt. Die Hintergründe des Angriffs und die Identität der Tatverdächtigen sind noch unbekannt.
Auch interessant
Konkurrenzkämpfe in Berlin eskalieren in Gewalt
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin kommentierte den Vorfall kritisch: „Es vergeht kaum eine Nacht, in der auf Berlins Straßen nicht scharf geschossen wird. Ehrlicherweise müssen wir von Glück sprechen, dass hier meist keine Unbeteiligten zwischen die Fronten geraten“, so GdP-Sprecher Benjamin Jendro.
Im Regelfall handele es sich bei diesen gewalttätigen Auseinandersetzungen um private Fehden oder Konkurrenzkämpfe in der organisierten Kriminalität. „Wer aber in einer belebten Metropole wie Berlin durch die Gegend ballert, nimmt billigend in Kauf, dass auch jemand anderes um die Ecke kommt, getroffen, schwer verletzt oder gar getötet wird.“ Die zunehmende Durchbewaffnung sei eine erschreckende Entwicklung, gegen die die Politik bisher keine Lösungsidee hervorgebracht habe.
Lesen Sie auch
Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bezeichnete den deutlichen Anstieg bei der Schusswaffenkriminalität jüngst als klares Warnsignal. „Wenn Konflikte mit Schusswaffen ausgetragen würden, sei „eine rote Linie überschritten“, sagte sie.








