Berlins Universitäten dürfen sich auch in den kommenden sieben Jahren mit dem Prädikat „exzellent“ schmücken. Der Wissenschaftsrat veröffentlichte am Dienstagabend die Ergebnisse der neuen Runde des Exzellenzwettbewerbes. Darin wurde auch der Zusammenschluss der Berlin University Alliance (BUA) als förderungswürdig eingestuft. Bereits 2019 waren Humboldt Universität, Freie Universität, Technische Universität und die Uni-Klinik Charité als einzige im Verbund angetreten und hatten gewonnen.

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Die Jury setzte auf Kontinuität. Alle neun bisher berücksichtigten Universitäten und die Berliner Allianz sind weiterhin dabei. „Die Evaluation der Exzellenzstandorte hat ergeben, dass die Förderung gewirkt hat“, sagte Wolfgang Wick, der Präsident des Wissenschaftsrates. Die „Förderlinie Exzellenzuniversität“ sei ein „Hebel für Transformation und Wandel“. Gefördert werden neben der BUA die beiden Münchener Universitäten, die Unis in Bonn, Tübingen, Heidelberg, Hamburg und Dresden sowie die Technischen Hochschulen in Aachen und Karlsruhe.

In den letzten sieben Jahren bekam die Berlin University Alliance 200 Millionen Fördermittel

Für ihr Konzept „Crossing Boundaries toward an Integrated Research Environment“, zu deutsch etwa „Grenzen überschreiten für ein integriertes Forschungsumfeld“, erhielt die BUA zwischen 2019 und 2026 knapp 200 Millionen Euro Fördermittel von der Bundesregierung und dem Land. Auch in diesem Jahr überzeugte der kooperative Ansatz der Berliner Hochschulen die Jury.

Der Exzellenzwettbewerb wird seit 2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft organisiert, um die Spitzenforschung an deutschen Universitäten zu stärken. Er wird in mehreren Runden ausgetragen. Vergangenes Jahr wurden einzelne Exzellenzcluster, also besonders leistungsstarke Fächer oder thematische Zusammenschlüsse, ausgewählt. Berlin kam mit der Hälfte seiner zehn Anträge durch. Drei Exzellenzcluster (NeuroCure, MATH+ und SCRIPTS) werden auch ab 2026 weiter mit rund sieben Millionen Euro jährlich gefördert. Neu eingerichtet wurden das Exzellenzcluster ImmunoPreCept an der Charité mit FU und HU und in der Physik das Cluster „Center for Chiral Electronics“ der FU mit Partnern aus Halle und Regensburg.

Wie viel Geld die nun im Gesamten als exzellent eingeschätzten Hochschulen erhalten, wird im Herbst festgelegt. Über neue Anträge auf Exzellenz wird im Sommer entschieden. Insgesamt stellt der Bund pro Jahr 687 Millionen Euro für den Exzellenzwettbewerb bereit, 148 Millionen sind davon für die institutionelle Förderung der Exzellenz-Unis bis 2033 vorgesehen.