FDP-Mann Sebastian Czaja kehrt seiner Partei offenbar den Rücken. Laut einem Medienbericht will er an der Seite von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner in den Wahlkampf für die Berlin-Wahl 2026 ziehen. Wegner gehört bekanntlich der CDU an. Wie Czaja das begründet und, was die Linke damit zu tun hat.

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Die „Bild“ hatte am Dienstagabend einen Bericht über Czaja veröffentlicht. Darin heißt es, Czaja, der frühere Fraktionschef der FPD im Berliner Abgeordnetenhaus, würde sein Parteibuch zurückgeben und die CDU bei der im September anstehenden Wahl unterstützen.

Czaja warnt vor Linksbündnis und fordert „Vernunft“ im Roten Rathaus

Das Blatt zitiert den 42-Jährigen: „Ich habe sehr lange mit mir gerungen“, so Czaja. „Es geht mehr als nur um die Frage, ob man als Spitzenkandidat vier oder fünf Prozent an der Wahlurne erringt. Im Herbst entscheidet sich, ob im Roten Rathaus die Vernunft regiert oder Ideologen ihr Unwesen treiben und Berlin sich erneut auf das Experiment eines Linksblocks einlässt.“

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Czaja schließt also nicht aus, dass die Linke am 20. September in Berlin die meisten Stimmen holt. Das möchte er aber verhindern. Die Linke könnte umso mehr Aufschwung erfahren, je besser die AfD bei der Wahl in Sachsen-Anhalt, zwei Wochen vorher, abschneidet. Stimmen viele Menschen für die Rechten, könnten die Linken in Berlin erst recht um Wähler werben.

FDP droht erneut das Aus – CDU profitiert von Wechselbereitschaft

Die Bild zitiert Czaja mit harten Worten: „Die Frage ist, wer kriegt den Regierungsauftrag? Ein Linke-Sieg würde den Wirtschaftsstandort und Jobs gefährden und in der Stadt der Freiheit zu einer radikalen und antisemitischen Politik führen.“

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Die FDP war 2023 mit 4,6 Prozent in Berlin aus dem Parlament geflogen. Bei der aktuellen Umfrage liegt sie jetzt bei vier Prozent. Zwischen FDP- und CDU-Wählern existiert eine gewisse Nähe. Fast jeder zweite potenzielle FDP-Wähler könne sich vorstellen, auch die CDU zu wählen, erklärt Bild. Diese liege mit gut sechs Prozent unterhalb ihres letzten Wahl-Ergebnisses.

In die CDU eintreten, will Czaja übrigens nicht, heißt es.

BM/jle