Zur Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft standen Hunderte Menschen schon am Sonnabendmorgen Schlange, um die Gruft am ersten Tag der Eröffnung sehen zu können. Bis 18 Uhr konnten Interessierte am Tag der Offenen Tür kostenlos den Dom und die neugestaltete Gruft besuchen.

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Die Gruft auf der Museumsinsel ist die zentrale Begräbnisstätte des früheren Kaiserhauses. Hier ruhen Angehörige des Hauses Hohenzollern, etwa der erste Preußenkönig Friedrich I. und seine Frau Sophie Charlotte. Die Hohenzollerngruft zählt nach Angaben des Doms mit 91 Särgen aus fünf Jahrhunderten zu einer der größten Grablegen Europas.

Nach mehr als zehn Jahren Planung und sechs Jahren Bauzeit war die Gruft am Sonnabend erstmals wieder für Besucher zugänglich. Nach der umfassenden Sanierung gibt es nun neben einem neuen Rundgang und einer Klimaanlage auch für die Barrierefreiheit einen Aufzug hinunter zur Gruft.
Sanierung schützt Hohenzollerngruft vor Feuchtigkeit und Verfall
Die Gruft auf der Museumsinsel ist die zentrale Begräbnisstätte des früheren Kaiserhauses. Hier ruhen Angehörige des Hauses Hohenzollern, etwa der erste Preußenkönig Friedrich I. und seine Frau Sophie Charlotte. Die Gruft zählt nach Angaben des Doms mit 91 Särgen aus fünf Jahrhunderten zu einer der größten Grablegen Europas.
Die Sanierung der 1400 Quadratmeter großen Anlage, in der 91 Särge aus fünf Jahrhunderten stehen, war notwendig geworden, weil Feuchtigkeit und Wärme den Särgen zugesetzt hatten. Ursache waren die stetig steigenden Besucherzahlen. „Holzfurniere hoben sich ab, Schimmelpilze bildeten sich und die hohe CO₂-Belastung führten zu einem ungesunden Klima für die Besucherinnen und Besucher“, sagte Dombaumeisterin Sonja Tubbesing der Berliner Morgenpost. Die 1999 erstmals öffentlich zugänglich gemachte Gruft war im Jahr vor der Schließung von rund 765.000 Menschen besucht worden, die der Rundgang durch den Berliner Dom auch in die Gruft führte.
Sanierung kostet 29,5 Millionen Euro – Eintrittspreise steigen
Die Gesamtkosten der Sanierung summierten sich auf 29,5 Millionen Euro. Zehn Millionen Euro gab der Bund, zehn Millionen Euro hat das Land Berlin gegeben, der Dom trug einen Eigenanteil von 9,5 Millionen Euro. Mit der Wiedereröffnung erhöhen sich nun auch deshalb die Eintrittspreise. Von bislang 10 Euro steige der Preis für nicht ermäßigte Tickets auf 15 Euro, so Scholpp. Tickets können demnach sowohl online als auch vor Ort gekauft werden.

Für die Besucher des Tages der Offenen Tür wurde für die Gäste Erbsensuppe serviert – in Anlehnung an die Einweihung des Doms 1905, sagte Domprediger Stefan Scholpp vor der Eröffnung. Denn damals habe Kaiser Wilhelm II. im Lustgarten vor dem Dom eben jene Suppe servieren lassen. Am Sonntag um 10 Uhr findet im Dom ein Festgottesdienst statt, bei dem unter anderem Kulturminister Wolfram Weimer (parteilos) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) Grußworte halten werden.
mit dpa





