In Berlin ist ein Säugling an einer Meningokokken-Infektion gestorben. Ein weiteres Kind wird derzeit intensivmedizinisch behandelt. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) mit. Zuerst berichtete die „B.Z.“

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Der drei Monate alte Säugling aus Marzahn-Hellersdorf wurde demnach bereits am 24. Januar mit einem großflächigen Hautausschlag und Bewusstseinstrübung in die Rettungsstelle eines Krankenhauses eingeliefert. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte das Kind ein sogenanntes Waterhouse-Friderichsen-Syndrom – eine besonders schwere Verlaufsform der Erkrankung, bei der es zu einer Blutvergiftung, inneren Blutungen und Organversagen kommt. Trotz intensivmedizinischer Behandlung starb das Baby.
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Nach Angaben des Lageso wurden im Blut des Kindes Meningokokken der Serogruppe B nachgewiesen.
Nach Tod eines Babys: Verwandtes Kind ebenfalls auf Intensivstation
Drei Tage später erkrankte ein weiteres Kind im Alter von drei Jahren, ebenfalls aus Marzahn-Hellersdorf. Es entwickelte Fieber und eine Hirnhautentzündung, später auch eine Sepsis. Das Kind wird stationär auf einer Intensivstation behandelt. Nach Auskunft des Lageso habe sich sein Zustand inzwischen stabilisiert. Auch bei ihm wurde die Serogruppe B festgestellt.
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Beide Kinder sind miteinander verwandt und hatten engen Kontakt. Familienangehörige sowie weitere Kontaktpersonen wurden vorsorglich durch das zuständige Gesundheitsamt mit Antibiotika versorgt.
Tröpfchenübertragung: Stiko empfiehlt Impfung
Meningokokken-Erkrankungen werden durch Bakterien der Art Neisseria meningitidis ausgelöst. Die Erreger werden durch Tröpfchen übertragen, etwa beim Sprechen, Husten oder Niesen. Etwa jeder zehnte Mensch trägt Meningokokken im Nasen-Rachen-Raum, ohne selbst zu erkranken.
In seltenen Fällen kann es jedoch zu schweren Verläufen kommen. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder. Rund zehn Prozent der Erkrankten sterben, etwa fünf Prozent behalten bleibende Schäden wie neurologische Beeinträchtigungen oder den Verlust von Gliedmaßen.
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Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit 2024 eine Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe B für Säuglinge ab einem Alter von zwei Monaten. Zusätzlich wird seit Oktober 2025 für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren eine Standardimpfung gegen weitere Meningokokken-Serogruppen empfohlen. Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine solche Impfung, allerdings müssen Eltern diese meist erst vorstrecken.







