Das Blut der Frau war am Montagmittag noch Stunden nach ihrem gewaltsamen Tod tief im Schnee eingefroren, als das Absperrband der Einsatzkräfte und der Spurensicherung schon lange im nahen Mülleimer gelandet war.

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In Lichtenberg hat die Polizei in der Nacht zu Montag eine blutüberströmte Frauenleiche in einer Parkanlage in der Altenhofer Straße gefunden. Eine männliche Person im Alter von 46 Jahren war noch vor Ort als tatverdächtig festgenommen. Wie die Morgenpost von der Berliner Staatsanwaltschaft erfuhr, wurde am Dienstagnachmittag nun Anklage gegen den 46-Jährigen wegen Totschlags erhoben. Wie auch die Tote besitzt der Verdächtige die ukrainische Staatsbürgerschaft. Beide sollen nicht aus dem Obdachlosenmilieu stammen.
Frau verstarb an Verletzungen im Oberkörper
Die Einsatzkräfte seien gegen 3.30 Uhr alarmiert worden, teilte ein Sprecher der Polizei der Berliner Morgenpost am Montagmorgen mit. Sie konnten aber nur noch den Tod der 40-Jährigen feststellen. Sie sei an erlittenen Verletzungen in ihrem Oberkörper verstorben, so die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung.
Wer genau sie wie verständigte, ließ die Polizei offen. Die mit Schnee und Eis bedeckte Grünfläche im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen ist umgeben von Plattenbauten und liegt nahe einer Tramhaltestelle. Auf ihr befinden sich einige Sportgerätschaften und drei Bänke. Auf einer dieser Bänke wiederum wurde die Tote entdeckt.
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Nur wenige Anwohner trauten sich am Montag in die Nähe des Tatorts, was auch an den winterlichen Temperaturen gelegen haben dürfte. Er habe erst aus den Nachrichten von dem Todesfall erfahren, aber selbst nichts mitbekommen, sagte ein Mann, der mit einer Einkaufstüte in seine Wohnung zurückkehrte: „Wir leben schon einige Zeit hier. Das ist ungewöhnlich. So etwas gab es hier noch nie.“
Noch vor Ort wurde ein Tatverdächtiger festgenommen
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Die Mordkommission hat in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Eine Obduktion des Opfers war am Montagvormittag erfolgt. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden auf der Parkbank auch ein Rucksack gefunden sowie ein Thermobecher und ein E-Zigaretten-Vape in der unmittelbaren Umgebung.
Wahrscheinlich handelt es sich um eine Beziehungstat
Weitere Details zu den Hintergründen der Tat gaben Polizei und Staatsanwaltschaft bisher nicht bekannt. Aus Sicherheitskreisen hieß es am Montag, es habe sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Beziehungstat gehandelt.
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Großteil aller Gewalttaten sind Beziehungsdelikte
„In einer Großstadt wie Berlin ist eine Vision Zero an Tötungsdelikten leider nicht realistisch, weil es immer Menschen gibt, die Konflikte mit Gewalt lösen“, sagt Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP. „Anders als es manchmal den Anschein erweckt, herrscht auf unseren Straßen aber kein Sodom und Gomorrha.“ Die überwiegende Mehrheit dieser grauenvollen Taten passiere im direkten Umfeld. „Es sind Beziehungstaten, die Aufklärungsquote ist sehr hoch“, so Jendro weiter. „Die zuständige Mordkommission wird ihr Bestmögliches tun, um den Tod der Frau sowie die Hintergründe der Tat lückenlos aufzuklären.“
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Ein Zusammenhang zu einer weiteren Bluttat, die sich am Montagmorgen in Alt-Hohenschönhausen ereignete, soll indes nicht bestehen. Die Polizei war gegen 9:30 Uhr in ein Mehrfamilienhaus in der Werneuchener Straße – nur 15 Minuten zu Fuß vom Fundort der Leiche – alarmiert worden, wie ein Sprecher bestätigte. Dort wurde eine Frau mit Schnittverletzungen an Armen und Kopf entdeckt. Rettungskräfte brachten sie zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus. Diese Frau habe angegeben, von einem maskierten Mann angegriffen worden zu sein, so ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Auch sie ist ukrainische Staatsbürgerin.








