Massive Glätte erschwert nach wie vor die Arbeit der Berliner Stadtreinigung. Sie entsteht schon seit Tagen immer wieder unerwartet, zum Beispiel durch Regen oder starke Temperaturschwankungen. Selbst sichere Wege können in wenigen Minuten gefährlich werden. Besonders betroffen sind stark genutzte Gehwege, Kreuzungen, Treppen und Bereiche mit Gefälle.

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Bei mehreren BSR-Betriebshöfen kann seit dem Wochenende jeder Berliner kostenfreien Streusplitt abholen. Der Split ist die umweltfreundlichere Alternative zu Streusalz, weil er Pflanzen und Böden weniger belastet. Mit seiner rauen Oberfläche wirkt er trotzdem rutschhemmend. Nach dem Winter muss er jedoch wieder eingesammelt werden.  

BSR gibt Streusplitt aus: Mitarbeiter freuen sich, Privatpersonen zu unterstützen

BSR und Ordnungsamt entscheiden grundsätzlich gemeinsam, wo gestreut wird, und legen fest, wo die Einsatzorte sind. Aber trotzdem sind die Beamten natürlich auf Unterstützung der Privatanlieger angewiesen. Deshalb standen auch am Dienstag noch zwei BSR-Mitarbeiter sehr fröhlich an der Forckenbeckstraße in Wilmersdorf und gaben den Menschen Splitt in ihre mitgebrachten Eimer, um sie beim Kampf gegen die Glätte zu unterstützen. „Etwa 300 Eimer sind voll“, erklärte ein BSR-Sprecher schon am Mittag.

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Auch an den Betriebshöfen in der Mühlenstraße in Friedrichshain und der Nobelstraße in Neukölln sind die Splitt-Ausgabestellen je nach Verfügbarkeit weiter geöffnet. Die BSR müssen allerdings ein wenig haushalten mit ihren Vorräten und können nur in haushaltsüblichen Mengen von maximal zehn Litern pro Person Splitt abgeben. „Unsere originären, gesetzlich definierten Leistungen im Winterdienst müssen wir absichern und daher sind die Mengen, die wir abgeben können, begrenzt“, erklärt BSR-Vorstandsvorsitzende Stephanie Otto.

Auch Potsdam ermöglicht inzwischen kostenfreie Streusplitt-Abgabe

Auch in Potsdam können seit Dienstag Privathaushalte Splitt bei Wertstoffhöfen abholen, sogar bis zu 20 Liter. Die Ausgabe ist täglich bis 20 Uhr möglich – solange der Vorrat reicht, wie die Stadtwerke Potsdam mitteilten. Wer das Streugut abholt, muss wie auch in Berlin seine eigenen Behälter dabei haben. 

In Berlin und Brandenburg bitten die Behörden die Menschen weiterhin, vor allem auf sich selbst aufzupassen. Denn der Dauerfrost bleibt vorerst bestehen: In der Nacht zum Dienstag hatte der Deutsche Wetterdienst in einigen Gebieten Brandenburgs strengen Frost zwischen minus 10 und minus 14 Grad erwartet.