Der mehrtägige Stromausfall im Südwesten Berlins Anfang Januar war der längste seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Das Krisenmanagement des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) und seine Tennisstunde am ersten Tag haben bis heute ein politisches Nachspiel.

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Positiv bleibt die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und den Hilfsorganisationen, die diese Krise erträglicher gemacht haben. Deshalb lud die Präsidentin des Abgeordnetenhauses Cornelia Seibeld (CDU) knapp 300 Helfer am Mittwochabend in das Casino des Parlaments ein und danke ihnen für ihren Einsatz.
Es gab extrem viel Hilfe zur Selbsthilfe, die Unterstützung hat von Anfang an funktioniert.
Cornelia Seibeld , Parlamentspräsidentin
„Viele Menschen hat die Katastrophe unvorbereitet getroffen, unvorbereiteter als sie, die sie beruflich mit Katastrophenschutz verbunden sind“, sagte Seibeld in ihrer Begrüßungsrede. Die Täter des Anschlages nannte sie „menschenverachtend“ und „Terroristen“. Betroffen waren unter anderem 13 todkranke Menschen eines Hospizes in Wannsee, die in ein Krankenhaus evakuiert werden mussten.
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Auch Fehler seien passiert, diese würde aufgearbeitet
Auch Kirchengemeinden hätten Freiwillige mit heißen Getränken, Hilfe und Zuspruch das Leid von kranken Betroffenen lindern können. Sportvereine hätten mit heißen Duschen ausgeholfen, lobte Seibeld.
„Es gab extrem viel Hilfe zur Selbsthilfe, die Unterstützung hat von Anfang an funktioniert, Solidarität und Mitgefühl haben die Berliner in besonderem Maße ausgezeichnet“, lobte Seibeld. Auch die Hilfe aus nicht-betroffenen Gebieten habe „viel besser geklappt, als man das hätte erwarten können“. Die Professionalität der Profi-Helfer habe sie beeindruckt. „Wir sind glimpflich davongekommen, das ist ihr Verdienst“, lobte sie und erntete Applaus. Auch Fehler seine passiert, diese werden aufgearbeitet.
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Viele Uniformen waren zu sehen, weniger Zivilpersonen
Unter den Helfern waren unter anderem Angehörige der Feuerwehr, des DLRG, des Deutschen Roten Kreuzes, des Arbeiter Samariter Bundes, der Berliner Polizei und der Bundeswehr. Unter den Gästen waren auch Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und viele Abgeordnete. Viele Uniformen waren zu sehen, Zivilpersonen waren die Minderheit.
Eine Stunde nach dem Start des Empfangs kam der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) dazu. Auch er dankte den vielen Helfern, sie hätten die Folgen des Ausfalls „so minimiert, dass es irgendwie erträglich wurde.“ „Was ich hier erlebt habe, das war großartig“, lobte Wegner, „wir können uns auf sie verlassen“.
„Wie schaffen wir Strukturen, die noch besser wirken können?“, fragte er in seiner Rede und schlug „regelmäßige, gemeinsame Übungen“ der Hilfsorganisationen vor. Die Wahrscheinlichkeit von Anschlägen sei größer geworden. Er bat darum, die Erfahrungen auszutauschen, um daraus zu lernen.






