Die Vorwürfe wiegen schwer: Ein Kinderarzt steht im Verdacht, während seiner Arbeit an einer Klinik in Rathenow (Brandenburg) ein Kind sexuell missbraucht zu haben. Ein Ermittlungsverfahren gegen den 45 Jahre alten Mann ist eingeleitet worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Potsdam und die Polizeidirektion West am Dienstag mit.

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Es gebe laut Staatsanwaltschaft Potsdam Hinweise darauf, dass der Mann weitere Kinder am Klinkstandort Rathenow der Havelland Klinken GmbH missbraucht haben könnte. Bereits seit November sitzt der Mann demnach in Untersuchungshaft.

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Brandenburg: Kinderarzt soll Kind sexuell missbraucht haben

„Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, am 02. 11. 2025 im Rahmen der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit ein Kind in den Räumen des Klinikstandorts Rathenow sexuell missbraucht zu haben“, heißt es in einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Klinik reagierte betroffen. Am Mittwoch will das Unternehmen bekanntgeben, wie es mit den Vorwürfen umgeht.

Nachdem die Mutter des Kindes Anzeige erstattet hatte, nahm die Polizei Durchsuchungen vor. Dabei sei eine Vielzahl von Datenträgern sichergestellt worden, die ausgewertet worden seien. Die Datenträger und weitere Beweismittel führten laut Polizei und Staatsanwaltschaft zu einem dringenden Tatverdacht gegen den Arzt. Zudem zeigte die Auswertung der Datenträger, dass er sich noch an weiteren Kindern vergangen haben könnte.

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Missbrauch in Havelland Kliniken: Mann bereits seit November in U-Haft

Er wurde am 24. November festgenommen. Einen Tag später wurde ein Haftbefehl von der Ermittlungsrichterin erlassen. Der Haftgrund: Wiederholungsgefahr. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Die Polizei hat ein Hinweistelefon eingerichtet: Es ist täglich von 07 Uhr bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 0331 5508-2848 erreichbar.

Die Klinik mit Standorten in Nauen und Rathenow hat eigenen Angaben zufolge mit der internen Aufarbeitung begonnen. Es soll demnach auch ein Kinderschutzkonzept entwickelt werden. „Unsere Gedanken sind bei den betroffenen Kindern und ihren Familien“, teilte die Havelland Kliniken GmbH mit.

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Weitere Details hat die Staatsanwaltschaft Potsdam nicht bekanntgegeben. Zur Auswertung von Datenträgern und ob es sich um ein Handy und einen Computer handelte, machte die Behörde mit Verweis auf die andauernden Ermittlungen keine Angaben. Zu der Frage, warum die Staatsanwaltschaft erst rund eineinhalb Monate nach der Festnahme des Mannes die Öffentlichkeit informiert, sagte eine Sprecherin: „Wir haben Ermittlungen durchgeführt. Nun schien ein geeigneter Zeitpunkt.“

mit dpa