Ein massiver Stromausfall sorgt für einen Ausnahmezustand im Südwesten Berlins. 45.000 Haushalte und 2200 Betriebe waren am Samstag von dem Blackout betroffen. In der Nacht zu Sonntag konnte Stromnetz Berlin wieder 7000 Haushalte und 150 Betriebe ans Netz bringen. Das Ziel ist, bis Montag noch weitere 3000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Die anderen Betroffenen können wohl erst in den kommenden Tagen angeschlossen werden, spätestens bis Donnerstag. Die Reparaturarbeiten sind sehr aufwendig. Woran das liegt, erfahren Sie hier im Detail.

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Unterdessen spricht die AfD Berlin vom denkbar größten politischen Versagen. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) habe am ersten Tag des Stromausfalls im Berliner Südwesten mit Abwesenheit geglänzt, habe sich nicht vor Ort blicken lassen. Ähnliche Vorwürfe werden in rechten Medien erhoben. „Ich habe mich gestern weder gelangweilt, noch die Füße hochgelegt“, erklärte Wegner bei einem Besuch der Notunterkunft im Cole-Sport-Center im Hüttenweg. Er habe von seinem Büro zu Hause gearbeitet, sei immer wieder über die Lage informiert worden, habe unter anderem mit Bundesinnenminister Dobrindt telefoniert. 

Aktuelle News & Artikel zum Stromausfall

Kai Wegner: Verfolgungsdruck auf Vulkangruppe wird erhöht


„Mein Kernanliegen ist jetzt, die Menschen wieder schnellstmöglich mit Strom und Wärme zu versorgen“, so Wegner. Zudem werde nun „massiv und ganz engagiert“ ermittelt. „Es ist völlig inakzeptabel, dass offenkundig Linksextremisten die Stromversorgung angreifen und Menschenleben gefährden.“ Der Verfolgungsdruck auf die sogenannte Vulkangruppe werde nun erhöht. 

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) erklärte, dass das aufgetauchte Bekennerschreiben aktuell überprüft wird. Auch der Verfassungsschutz sei in den Dienst versetzt worden. Am Tatort habe man Fußspuren im Schnee gefunden.