Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Beginnen wir mit einem Blick auf die Termine des Tages:
• Pressekonferenz zum Stand der möglichen Bewerbung Berlins zur Expo 2035 im Expo Bewerbungsbüro der IHK Berlin. Einer Bewerbung erteilte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bislang allerdings eine deutliche Absage – während Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sich dafür ausgesprochen hat.
• Sitzung des Berliner Senats, ebenfalls mit anschließender Pressekonferenz.
• Die pakistanische Kinderrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai stellt abends im Zoo Palast ihre Memoiren „Finding My Way“ vor.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
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• Beginn des Prozesses gegen einen 63-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung einer Radfahrerin. Der Angeklagte soll im Juli 2023 mit seinem Lkw trotz eines Verbotszeichens auf einen Parkplatz eingebogen sein.
Wir saßen gestern in der Redaktion und mussten erst einmal sortieren, wer ab dem Fahrplanwechsel mit welcher Bahn zum Flughafen kommt – oder auch nicht mehr. Der BER wird mit der Dresdner Bahn ab Hauptbahnhof deutlich besser erreichbar, in nur noch 23 Minuten. Für die Bahn Grund zum Feiern. Sechs Jahre wurde an der Strecke gearbeitet, nun ist der Wiederaufbau der 16 Kilometer langen Verbindung zwischen Südkreuz und Blankenfelde abgeschlossen. Es ist die größte Inbetriebnahme einer Bahnstrecke in der Region seit vielen Jahren.
Doch die Bahn plant eine ganze Reihe von Änderungen, die ab Spandau, Gesundbrunnen, Alexanderplatz, Tempelhof, Neukölln, Zoo oder Ostbahnhof entweder weniger Verbindungen zum BER bedeuten oder nur noch mit Umstieg. In den meisten Fällen kein Drama, aber attraktiver wird die Anreise zum BER für viele Reisende nicht. Um zwei Beispiele zu nennen: Von Gesundbrunnen muss man künftig zum Hauptbahnhof kommen und dort umsteigen. Und in Neukölln entfällt die direkte Verbindung der S45. Was sich im Detail ändert, hat Jessica Hanack einmal aufgeschrieben.
Die Bahn hat Glück, dass die Anreise mit dem Auto über die A100 im Moment auch kein Vergnügen ist – und auch die Parkplatzgebühren am BER die Bahnfahrt um ein Vielfaches übersteigen. Aber warum man den Start der neuen Strecke mit solchen Streichungen auf den gleichen Tag legen musste, bleibt ein Rätsel.
Im Senat zieht das nächste Konfliktthema auf: Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) ist nach wie vor ein Konzept für eine neue Parkraumbewirtschaftung schuldig. Nun forciert die CDU, was die SPD bislang ablehnt. Die Union will offenbar eine Art „Park-Flatrate“ für nicht allzu viel Geld. Noch ist nichts offiziell, aber bislang auch nicht dementiert.
Weil das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden hat, dass viele Beamte über Jahre hinweg zu schlecht bezahlt wurden, muss Finanzsenator Stefan Evers (CDU) nun einen dreistelligen Millionenbetrag in den Haushalt einstellen. Die Details zeichnen sich inzwischen ab, wie Joachim Fahrun berichtet.
Auf dem Lichtenberger Weihnachtsmarkt hatte sich im vergangenen Jahr eine Gondel bei einer Testfahrt bei starkem Wind in einer Trittstufe verhakt und diese mitgerissen. Gefährdet wurde niemand, aber der Betrieb musste aus Sicherheitsgründen eingestellt werden. Am Montag übten Einsatzkräfte am gleichen Ort, um für ähnliche Fälle gewappnet zu sein. Wir waren vor Ort, denn so eine Höhenrettung ist eine Herausforderung.
Viele Geschäfte in der Stadt akzeptieren nach wie vor nur Bargeld. Ein Grund dafür könnte sein, dass nach wie vor kaum kontrolliert werde, wie Helge Denker schreibt. Die SPD drängt nun den Finanzsenator, deutlich mehr Kontrollen durchführen zu lassen. Die Zahl ist erschreckend niedrig.
Ich wünsche Ihnen einen entspannten Dienstag.
Ihr Peter Schink,
Chefredakteur
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