Für die Feuerwehr sind sie eigenen Angaben zufolge immer mit besonderen Gefahren und Herausforderungen verbunden: Einsätze im Bereich der U-Bahn. Dazu zählte am Freitag auch die Rauchentwicklung im U-Bahnhof Schloßstraße. Die Berliner Feuerwehr hatte die Situation dort zwar schnell im Griff, die Auswirkungen auf den Betrieb auf der U-Bahn-Linie U9 dauern jedoch länger an. Die Berliner Morgenpost beantwortet die wichtigsten Fragen zum Brand und erklärt, was Fahrgäste zum Wochenstart erwartet.

Was ist passiert?

Zu dem Vorfall kam es am Freitagnachmittag. Im U-Bahnhof Schloßstraße kam es nach Angaben der Feuerwehr zu einer starken Rauchentwicklung. 95 Einsatzkräfte waren in der Station in Steglitz im Einsatz, die dabei auch Atemschutzmasken trugen. Am frühen Abend, gegen 18 Uhr, konnte die Feuerwehr die Einsatzstelle an Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und Kriminalpolizei übergeben. Verletzt wurde niemand, der Bahnhof konnte laut Feuerwehr schnell genug geräumt werden. Der Brandherd wurde laut Feuerwehr in einem Technikraum auf der Bahnhofsebene entdeckt.

U-Bahnhof Schloßstraße U9 nach Brand
Absperrbänder der Polizei kennzeichnen den U-Bahnhof Schloßstraße in Berlin-Steglitz als „Tatort“. © BM | Uta Keseling

Welcher U-Bahn-Abschnitt ist von der Sperrung betroffen?

Derzeit fahren auf der Linie U9 keine Züge zwischen den Stationen Bundesplatz und Rathaus Steglitz. Die Einschränkung betrifft mutmaßlich Zehntausende Berliner. Die gesamte Linie U9 zwischen Rathaus Steglitz und Osloer Straße zählte im Jahr 2024 mehr als 250.000 Fahrgäste pro Werktag.

Mehr zu den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG)

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Welche Schäden hat das Feuer verursacht?

Es sind schlechte Nachrichten für die BVG und für ihre Fahrgäste: Die Prüfung der Fach- und Sicherheitsexperten habe ergeben, dass die Brandschäden an den Kabeltrassen enorm seien, sagte BVG-Sprecherin Franziska Ellrich am Sonntag. Die Unterbrechung der Linie U9 zieht sich deshalb auch in die neue Woche. „Wir müssen aktuell davon ausgehen, dass diese Unterbrechung weiterhin mehrere Tage andauern wird“, sagte Ellrich weiter. Am Montag sollen nochmal mit allen betroffenen Gewerken Gespräche geführt werden, welche Reparaturen nötig sind und wie lange diese dauern werden. Die BVG will ein Update geben, sobald das Unternehmen mehr zum Schaden und dessen Reparatur weiß.

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Welchen Ersatzverkehr bietet die BVG?

Unternehmenssprecherin Ellrich betont, die Kollegen der BVG hätten „die bestmögliche Lösung für den Ersatzverkehr in den kommenden Tagen erarbeitet“. Das bedeutet: „Um den Anschluss an die S-Bahn zu ermöglichen, verkehren die Busse ab morgen zwischen U Berliner Straße und S Feuerbachstraße.“ Dabei werden die Haltestellen U Berliner Str., U Bundesplatz, U Friedrich-Wilhelm-Platz, U Walther-Schreiber-Platz und S Feuerbachstaße angefahren. „Aktuell ist geplant, auf dieser Streckenführung einen 5-Minuten-Takt anzubieten“, so Ellrich weiter. Auf ihrer Website empfiehlt die BVG außerdem, ab dem U-Bahnhof Walther-Schreiber-Platz zusätzlich die Buslinien M48, M85 und 186 zu nutzen.

Was sagt die Polizei zum Brand?

Die Polizei vermutet als Ursache des Feuers eine fahrlässige Brandstiftung, hieß es am Wochenende. Die Ermittlungen dauerten jedoch an, sagte ein Polizeisprecher der Berliner Morgenpost. Von einem gezielten Angriff geht die Polizei aber nicht aus.