33 Tage Urlaub für alle Beschäftigten und mindestens elf Stunden Ruhezeit zwischen den Diensten: Die Gewerkschaft Verdi will bei den anstehenden Tarifverhandlungen mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen erreichen. Zu den Forderungen der Gewerkschaft gehören auch 500 Euro mehr Urlaubsgeld mit einer Umwandlungsmöglichkeit in freie Tage. Diese Forderungen übergab die Gewerkschaft am Donnerstagmittag offiziell an die BVG.

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Vor der Hauptverwaltung der BVG an der Holzmarktstraße versammelten sich rund 80 Gewerkschaftsmitglieder mit gelben Warnwesten, Trillerpfeifen und Plakaten, um die Forderungen von Verdi zu unterstützen.
„Der öffentliche Personennahverkehr in Berlin wird nur nachhaltig funktionieren, wenn die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten erträglich sind“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Serat Canyurt (35) zu den Forderungen. Die Beschäftigten bräuchten die Entlastung durch diese Forderungen, „um ihre harte Arbeit im Schichtdienst auch über viele Jahre hinweg durchzuhalten“, sagte Canyurt. Er ist seit sieben Jahren Verdi-Mitglied und arbeitet seit zehn Jahren als Elektrotechniker bei der BVG.
Verdi: Warnstreik nicht ausgeschlossen, aber „letztes Mittel“
Bei den Verhandlungen in Berlin geht es um den Manteltarifvertrag TV-N Berlin 2026, der die allgemeinen Arbeitsbedingungen regelt. Das monatliche Entgelt ist in dieser Tarifrunde kein Thema. Es geht um Arbeitszeiten, Urlaubstage, Urlaubsgeld und Entlastung der Mitarbeiter. Mit dem neuen Tarifvertrag wolle man Leute bei der BVG halten, erklärte Canyurt vor Ort.

Enttäuscht zeigten sich die Verdi-Mitglieder, dass am Donnerstagmittag niemand vom BVG-Vorstand ihre Forderungen entgegennahm. Diese seien alle außer Haus, hieß es auf der Versammlung vor der Tür. Die Nachricht wurde mit lauten Pfiffen aufgenommen.
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Die Tarifverhandlungen sollen am 13. Januar 2026 beginnen. Ab Jahresbeginn sind auch wieder Warnstreiks möglich, die den Nahverkehr teils lahmlegen könnten. Einen Warnstreik bei der BVG schloss Verhandlungsführer Canyurt als letztes Mittel nicht aus, betonte aber: „Wir wollen verhandeln.“
Eine BVG-Sprecherin erklärte: „Die Verhandlungen für einen neuen Manteltarifvertrag zwischen der BVG und Verdi starten Mitte Januar. Die Gewerkschaft hat ihre Forderungen heute bekannt gegeben. Diese werden wir uns nun anschauen.“

Auch in den anderen Bundesländern stehen im neuen Jahr Tarifverhandlungen im ÖPNV an. Bei den vorigen Tarifrunden koordinierte Verdi die Verhandlungen so, dass teils zeitgleich in vielen Bundesländern der Verkehr mit Warnstreiks beeinträchtigt wurde.
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Die letzten Warnstreiks bei der BVG sind noch nicht lange her. Bei den Tarifverhandlungen für mehr Entgelt legte Verdi Anfang des Jahres an acht Tagen den ÖPNV in Berlin teilweise lahm. Danach einigten sich Verdi und die BVG in einer Vermittlung. Die BVG ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und hat laut Informationen der Berliner Morgenpost mehr als 15.000 Mitarbeiter in Berlin und Umgebung.
HD/jst/dpa





