Schock für Stepan Timoshin: Auf sein Schuhgeschäft an der Kleiststraße in Schöneberg ist in der Nacht zu Montag geschossen worden. Mitarbeiter hatten das Loch in der Scheibe an der Tür aber erst Montagmittag bemerkt. Der „B.Z.“ zufolge fanden Polizisten im Laden ein Projektil. Es sei im Tresen eingeschlagen. Zudem hätten Beamte einen Briefumschlag in einem Lüftungsschacht vor der „Vaditim“-Filiale entdeckt. Der frühere Präsidentschaftskandidat von Hertha BSC betreibt seit 2018 ein Sneaker-Unternehmen. In Berlin befindet sich die einzige Filiale der Firma, die hauptsächlich als Webshop bekannt ist.

Handelt es sich um eine Schutzgelderpressung? „Was ich sagen kann, und das ist mir wichtig: Das Ganze hat nichts mit meinem damaligen Wunsch zu tun, als Hertha-Präsident zu kandidieren. Und ich bin auch kein Opfer von Schutzgelderpressung in dem Stil, wie es gerade in Berlin fast täglich passiert, wenn nachts Schüsse auf Geschäfte abgefeuert werden. Damit hat der Anschlag auf mein Ladengeschäft jeweils nichts zu tun“, erklärte er der Zeitung. Konkreter wird Timoshin nicht. Er fügte noch an: „Allgemein lässt sich vielleicht sagen, dass es mit meinen Geschäften zu tun haben dürfte.“ Er betonte, dass er keine Angst habe. Eigenen Angaben zufolge werde er „schon seit längerer Zeit bedroht“ und stehe unter Polizeischutz.

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Viele Ungereimtheiten bei Stepan Timoshin

Mit seinen Firmengeschäften war der 24-Jährige in den vergangenen Monaten vermehrt in die Schlagzeilen geraten. Laut „Spiegel“ gab es betriebliche Ungereimtheiten, so war etwa von veruntreuten Geldern die Rede. Auch über seinen familiären Hintergrund soll der nach eigenen Angaben seit Dezember 2023 an Lungenkrebs erkrankte Unternehmer nicht die Wahrheit gesagt haben. Aktuell ist eine Dokumentation über Timoshin auf 3Sat zu sehen.

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In den vergangenen Wochen gab es in Berlin vermehrt Schüsse auf die Niederlassungen der Fahrschulkette „Sevim“. Wie der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Benjamin Jendro, dieser Berliner Morgenpost sagte, liege in diesem Zusammenhang eine Schutzgeldforderung nahe. „Es ist eines der wichtigsten Betätigungsfelder der organisierten Kriminalität, und wir wissen, dass die Protagonisten da auch gern zu Schusswaffen greifen“, so Jendro.