Der 31. Oktober – Halloween – ist für die Berliner Polizei alles andere als ein normaler Tag. Die Sicherheitsbehörden müssen in der Nacht von Freitag auf Samstag einige wiederkehrende Phänomene am alljährlichen Gruselfest im Blick behalten.

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Seien es geschmacklose „Streiche“ vom Eier- bis zum Klopapierwurf, die in Körperverletzungen oder Sachbeschädigung ausarten, sei es der illegale Einsatz von Pyrotechnik und Böllern, seien es schwer zu erkennende Waffenattrappen oder sei es das Phänomen der sogenannten „Killer-Clowns“, die Personen in ihren Verkleidungen aus dem Nichts heraus erschrecken – bis hin zu Straftaten im Schutze ebendieser Kostümierungen.

Halloween: 700 Polizisten wollen vor allem an Hot-Spots Präsenz zeigen

Etwa 700 Polizistinnen und Polizisten werden an diesem Freitag im Einsatz sein, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Man habe sich bei der Planung für den Einsatz am 31. Oktober an den Ereignissen im vergangenen Jahr orientiert, hieß es.

Informationen der Morgenpost zufolge wird die Koordinierung der Einsatzkräfte von der Polizeidirektion 5 (City) übernommen. Geplant wird jedoch mit einem dezentralen und flexiblen Konzept, in dem jede Direktion den eigenen Hotspot der vergangenen Jahre im Blick behält. Orte, die hier im Fokus stehen, sind etwa die High-Deck-Siedlung und die Gropiusstadt in Neukölln, die Pallasstraße in Schöneberg sowie gewisse Gegenden in Moabit. „An diesen neuralgischen Punkten wird es verstärkte Personalmaßnahmen geben“, heißt es aus Sicherheitskreisen.

Pyrotechnik, Sachbeschädigungen und Killer-Clowns

„Selbstverständlich hat sich die Polizei Berlin auf die Halloweennacht vorbereitet und wird aufgrund der Erfahrungen in den letzten Jahren in den örtlichen Direktionen mit mehreren hunderten Kollegen verstärkte Präsenz auf den Straßen zeigen und dies fokussiert an denen Orten tun, die regional bereits mehrfach aufgefallen sind“, so Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP. „Neben so genannten Horrorclowns und gern gewählten Anscheinsbewaffnungen müssen wir damit rechnen, dass sich gerade männliche Teenager und junge Männer wieder in Gruppen zusammenfinden und mit Pyrotechnik bewaffnet den Straßenverkehr gefährden sowie gezielt unsere Einsatzkräfte angreifen.“ 

Wie schon in den Vorjahren kam es auch im vergangenen Jahr zu zahlreichen Polizei-Einsätzen in der Halloween-Nacht. Rund 130 Menschen wurden nach damaligen Angaben vorübergehend festgenommen. Schwerpunkte waren Straßen im Wedding, in Schöneberg und Kreuzberg sowie im Norden Neuköllns, in Gropiusstadt und im Märkischen Viertel. 

Nach damaligen Polizeiangaben waren 2024 bis zu 800 Beamtinnen und Beamte zusätzlich im Einsatz. Dabei wurden sie sowie Feuerwehrleute vereinzelt von Gruppen – meist Kindern und Jugendlichen – mit Pyrotechnik attackiert. Im gesamten Stadtgebiet wurden Feuerwerk und Böller gezündet. mit dpa