Weil die Nachfrage nach Eiern so hoch ist, hat ein Hofladen in Dallgow-Döberitz, nordwestlich von Berlin, seit Dienstag den Eierverkauf reglementiert. „Aufgrund der rasant angestiegenen Eiernachfrage bei uns im Hofladen sehen wir uns gezwungen, den Eierverkauf zu begrenzen“, heißt es in einem Instagram-Beitrag des Hofladens. Man bitte Kundinnen und Kunden um Verständnis – und um Rücksichtnahme auf die Mitmenschen. Pro Person, Einkauf und Tag werden seit Dienstag nur noch 20 Eier verkauft.

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„Die Nachfrage nach Eiern ist um 30 bis 40 Prozent gestiegen“, sagt Hans-Peter Kruse, der den Hofladen in Dallgow-Döberitz (Brandenburg) gemeinsam mit seiner Frau Katrin Kruse führt, der Morgenpost. Insbesondere am vergangenen Wochenende hätten seine Kunden enorm viele Eier gekauft. Zum Teil seien es 40 bis 60 Stück pro Haushalt gewesen. Dabei hat es sich laut Kruse vorwiegend um Stammkunden gehandelt, die mehr Eier als sonst besorgt hätten.
Bunkern Brandenburger aus Angst vor Vogelgrippe jetzt Eier? Ein Hofladen zieht Konsequenzen
Bunkern die Kunden die Eier aus Angst vor der Vogelgrippe und wegen möglicherweise steigender Preise? Kruse kann nur Vermutungen anstellen. „Vielleicht kaufen die meisten auch für andere Familienmitglieder mit ein.“ Sein Laden ist von Montag bis Samstag zwischen 8.30 Uhr und 18.30 Uhr sowie sonntags bis 17 Uhr geöffnet. „Wenn um 12 Uhr die Eier schon ausverkauft sind, ist das nicht schön für die Kunden, die später kommen“, sagt Kruse. Deshalb habe er sich mit seiner Frau dazu entschieden, den Verkauf zu rationieren.
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Im Havelland, in dem Kruse seinen Hof betreibt, gilt seit Mittwoch eine kreisweite Stallpflicht für Geflügel. „Wir haben unsere Tiere schon seit vergangener Woche auf amtliche einzelbetriebliche Anordnung im Stall“, sagt der Landwirt.
Seine 3200 Hennen legen etwa 2500 Eier am Tag. „Die Eiermenge im Hofladen hat eigentlich noch nie gereicht“, sagt Kruse. Deshalb kaufe er ohnehin schon Eier von zwei anderen Brandenburger Legehennenbetrieben hinzu. Neben Eiern bietet das Ehepaar Kruse auch Gemüse und Obst von Höfen in ihrem Laden an. Außerdem verkaufen sie Weihnachtsgeflügel. Es gebe 2025 ähnlich viele Vorbestellungen wie in den Vorjahren. Kann der Ausbruch der Vogelgruppe ihnen einen Strich durch die Rechnung machen?
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Brandenburger Landwirt über Vogelgrippe: „Wir hoffen, dass alles gut geht.“
„Wir hoffen, dass alles gut geht. Wir stehen in engem Kontakt zu unseren Gänse-, Enten- und Putenhaltern“, sagt Kruse. Mit großer Sorge blickt er nicht in die Zukunft. „Man muss abwarten und natürlich Hygienemaßnahmen wie Desinfektionsvorgaben einhalten“, sagt der Landwirt. „Man kann nicht voraussehen, was passieren wird.“ Seine Frau Katrin Kruse merkt an: „Wichtig ist es jetzt, nicht in Panik zu verfallen und die Kunden sachlich und fachlich zu informieren.“
Seit September dieses Jahres wurden laut dem für die Geflügelpest zuständigen Friedrich-Löffler-Institut in Deutschland 15 Ausbrüche der Vogelgrippe in sieben Bundesländern registriert. Betroffen waren Hühner, Gänse, Enten und Puten in Mast-, Zucht- und Legehennenbetrieben. Auch in Linum, wenige Kilometer von Dallgow-Döberitz entfernt, mussten wegen der Vogelgrippe auf dem Spargelhof Kremmen vorsorglich Enten getötet werden.







