Die Berliner Bundespolizei ermittelt gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Erhard Brucker (52). Ihm wird vorgeworfen, am vergangenen Freitag im Berliner Hauptbahnhof einen 57-jährigen sehbehinderten Mann aus Sierra Leone in der DB-Lounge rassistisch beleidigt zu haben. Die Beamten hatten den Mann aus Sierra Leone zuvor kontrolliert und wollten ihn auf die Dienststelle mitnehmen.

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Brucker bestreitet die Vorwürfe. Auf Nachfrage der B.Z. erklärte er, er habe niemanden beleidigt. Die Ermittlungen führt nun der Staatsschutz. Dazu wurden bereits Videoaufnahmen aus dem Bahnhof gesichert.
Wer ist Erhard Brucker?
- Brucker sitzt seit 2025 für die AfD im Deutschen Bundestag. Er zog über die Landesliste Bayern ein und ist Mitglied im Tourismusausschuss.
- Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität Regensburg und wurde 2020 in den Regensburger Stadtrat gewählt.
- Seit mehr als 15 Jahren ist er im rechtsextremen Milieu aktiv: Er trat unter anderem als Redner bei Pegida, als langjähriger Unterstützer der islamfeindlichen Bürgerbewegung „Pax Europa“, sowie bei einem Treffen extrem rechter Einzelpersonen und Gruppierungen in Stockholm („Counter-Jihad-Konferenz“) auf.
- Außerdem trat er gemeinsam mit Jürgen Elsässer, dem Herausgeber des rechtsextremen Magazins Compact, auf.
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Politische Einordnung der AfD in Bayern
Der Verfassungsschutz stuft die AfD in Bayern als gesichert rechtsextremistisch ein. In dieser Bewertung spielen auch Äußerungen Bruckers eine Rolle. In einer Rede sprach Brucker etwa von einer „kalkulierten Islamisierung unseres Heimatlandes“ durch „moslemische Horden“ und bezeichnete den Islam als „ansteckende Krankheit“.
kmh







