Tragödie in einem Hochhaus in Berlin-Marzahn. Wie die „Bild“-Zeitung zuerst berichtete, ist dort am 2. September ein herzkranker 75-Jähriger gestorben - mutmaßlich an einem Herzinfarkt, weil er die Treppe mit ihren 288 Stufen nehmen musste, um seine Wohnung im 18. Stock zu erreichen. Zum Zeitpunkt seines Todes waren beide Fahrstühle im Gebäude an der Marzahner Promenade defekt. Das betreffende Objekt wird von der landeseigenen Degewo verwaltet. Sowohl das Wohnungsunternehmen als auch die Polizei bestätigen den Vorfall gegenüber unserer Redaktion auf Nachfrage.

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Muss die Degewo nun mit Konsequenzen rechnen? Ist sie gar für den Tod des 75-Jährigen verantwortlich zu machen? Man könne bei diesem tragischen Vorfall derzeit nicht beurteilen, warum und unter welchen Umständen der Mann tatsächlich gestorben sei, so ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Es würden derzeit auch keine polizeilichen Ermittlungen direkt gegen die Degewo geführt.
Weil die Todesursache unklar ist, wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet und routinemäßig auch die Kriminalpolizei verständigt. Der Senior soll nun obduziert werden, der Fall wurde bereits an die Staatsanwaltschaft abgegeben. „Ob und inwiefern die nicht funktionierenden Aufzüge mit dem Tod des Mannes in Verbindung stehen und ob dafür Dritte juristisch verantwortlich sein könnten, kann seitens der Polizei Berlin nicht beurteilt werden“, so eine Polizeisprecherin.
Alarmierte Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen
Dem Medienbericht zufolge sollen ihn gerade einmal acht Stufen vor seiner Wohnungstür die Kräfte verlassen haben. Er soll mitsamt seiner Einkaufstüte in der Hand zusammengesackt sein. Die alarmierten Rettungskräfte konnten nichts mehr für ihn tun und nur noch seinen Tod feststellen.
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Laut Degewo hätten die beiden Fahrstühle ab dem 4. September – also zwei Tage nach dem Ableben des 75-Jährigen – wieder funktioniert. „Leider funktioniert der kleinere der beiden Aufzüge wegen eines Vandalismusfalls seit dem 15. September wieder nicht“, so der Sprecher. „Wir arbeiten daran, dass auch dieser zweite Aufzug schnellstmöglich wieder funktioniert.“ Der größere der beiden sei aber aktuell wieder voll einsatzfähig.
Degewo: 75-Jähriger hätte die Treppe nicht nehmen müssen
Aus Sicht des landeseigenen Unternehmens hätte der Rentner den beschwerlichen Weg die Treppen hinauf dabei gar nicht auf sich nehmen müssen. „Im Falle eines kompletten Ausfalls beider Fahrstühle sind die Mieterinnen und Mieter darüber informiert, dass sie die Feuerwehr rufen oder die Dienste unseres Tochterunternehmens Sophia in Anspruch nehmen können, um ihre Wohnung sicher zu betreten oder zu verlassen“, heißt es von der Degewo.





