Der Sommer in Berlin zeigt sich in dieser Woche von seiner extremen Seite: Für Mittwoch werden in Berlin Temperaturen von fast 40 Grad vorausgesagt. Was viele freut, stellt andere vor eine echte Herausforderung – vor allem nachts. In der Stadt bleibt es auch nach Sonnenuntergang oft drückend warm, sodass erholsamer Schlaf kaum möglich scheint. Besonders in dicht bebauten Stadtteilen speichert sich die Hitze in Beton und Asphalt – und sorgt für tropische Nächte.

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„Viele Menschen schlafen bei solchen Temperaturen deutlich schlechter“, sagt Prof. Dr. Ingo Fietze, Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Berliner Charité. Der Experte kennt die Probleme der Großstädter und hat einige einfache, aber wirkungsvolle Tipps parat, wie sich die Nächte trotz Hitze erträglicher gestalten lassen.

1. Schlafprobleme akzeptieren – und tagsüber ausgleichen

Der wichtigste Tipp ist vielleicht der unbequemste. „Man sollte akzeptieren, dass man bei dieser Hitze möglicherweise schlechter schläft als sonst“, so Fietze. Wer nachts nicht ausreichend zur Ruhe kommt, kann tagsüber mit einem kurzen Nickerchen gegensteuern und dem Körper helfen, den Schlafmangel auszugleichen.

2. Leicht zugedeckt schlafen

Ganz ohne Decke zu schlafen, ist für viele Menschen keine Option. „Viele brauchen etwas Haptisches zum Zudecken oder Kuscheln.“ Der Kompromiss: Ein leichtes Laken oder eine dünne Sommerdecke genügt. Der Stoff solte atmungsaktiv sein, am besten aus Baumwolle oder Leinen.

3. Wohnung tagsüber abdunkeln

Damit sich die Wohnung nicht zusätzlich aufheizt, sollten Fenster und Räume tagsüber möglichst verdunkelt werden. Auch feuchte Tücher vor dem Fenster können einen kühlenden Effekt haben.

4. Viel trinken – aber nicht zu spät

Bei hohen Temperaturen sollte man „über den Tag verteilt mehr trinken, allerdings weniger am Abend“, so der Arzt.

5. Leicht essen, kein Alkohol

Auch bei der Ernährung lohnt sich Rücksicht: leichte Mahlzeiten am Abend und möglichst kein Alkohol. Beides belastet den Körper und kann den Schlaf zusätzlich stören.

6. Kühle Luft – aber nicht direkt auf den Körper

Fietze sagt klar: „Durchzug und Ventilator: Ja, nur nicht in Richtung des Körpers.“ Wird der Ventilator direkt auf den Körper gerichtet, kann das zu Verspannungen führen.

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