Ein zumeist wolkenloser Himmel hatte am Mittwochabend ein beeindruckendes Naturphänomen sichtbar werden lassen. Der sogenannte „Erdbeermond“ ist zwar von einer rötlich-braunen Farbe geprägt. Sein Name leitet sich aber nicht etwa von seiner Erscheinung ab. Astronomen und Fotografen hatten sich in ganz Deutschland auf die Lauer gelegt, um diesen besonderen Vollmond im Bild einzufangen. Auch von Berlin aus konnte man ihn sehen.

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Das Himmelsspektakel ist deshalb so besonders, weil es nur alle paar Jahre überhaupt stattfindet. Zuletzt stand der Vollmond im Jahr 2007 so knapp über dem Horizont. Das hat zur Folge, dass der Erdtrabant dabei optisch viel größer erscheint. Auch seine Farbe wirkt deutlich dunkler. Rostbraune bis silbrige Töne werden sichtbar.
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Seinen Namen hat der Erdbeermond von den nordamerikanischen Algonquin-Stämmen. Diese gaben den Monden in jedem Monat einen anderen Namen. Dabei orientieren sie sich an der Natur. Im Juni wurde geerntet, was rot und süß war, wie etwa Erdbeeren. So entstand der Name.
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Nutzer-Fotos in den sozialen Medien sollen den diesjährigen Erdbeermond in über dem Himmel Berlins zeigen. Einige hatten sich in den Abendstunden ein gutes Plätzchen für ihre Aufnahmen gesucht. Darauf erscheint der Mond deutlich rötlich gefärbt und fast kreisrund, wie ein Twitter-Nutzer zeigt.
Der gute Erdbeermond über Berlin. pic.twitter.com/gARCJTostA
— Flo (@totalunwichtig) June 11, 2025
Ein anderes Mitglied bestätigt die gute Sicht in der Nacht auf Donnerstag. Er schreibt „In #Berlin Wolkenlos Richtung Osten und der #Erdbeermond zeigt seine ganze Pracht.“ Sein Foto zeigt außerdem ein Stück eines HTW-Gebäudes im Vordergrund, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.
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Aufnahmen gibt es aber aus dem ganzen Land. Und manche davon sind besonders spektakulär. Etwa das Bild eines Instagram-Nutzers, der den Erdbeermond dabei „erwischt“ hat, wie er sich hinter dem Bremerhavener Unterfeuer „verstecken“ will.
Doch wie entsteht der ungewöhnliche Anblick überhaupt? Dass der Vollmond im Juni dieses Jahres so ungewöhnlich tief steht, ist laut NASA einer sogenannten Ekliptikpräzession zu verdanken. Eines komplexen Zyklus‘, der durch die geneigten Rotationsachsen von Erde und Mond ausgelöst wird. Alle 18,6 Jahre wiederholen sich bestimmte Mondstellungen.

Der Mond steht dabei nicht nur dicht über dem Horizont. Er wirkt auch sehr viel größer. Das jedoch ist eine optische Täuschung, die durch den sogenannten Perigäumseffekt verstärkt wird. Dieser entsteht, wenn der Mond der Erde besonders nah kommt. Laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wirkt er in dieser Phase bis zu 14 Prozent größer und bis zu 30 Prozent heller als in der größtmöglichen Entfernung.
Wer den Erdbeermond verpasst hat, den wird diese Nachricht vielleicht enttäuschen. Zu sehen sein, soll dieses Phänomen erst wieder im Jahr 2043.







