Unbekannte haben in den frühen Morgenstunden des Donnerstags versucht, den Club „Bricks“ in Berlin-Mitte in Brand zu stecken. Den Angaben der Polizei zufolge waren die Verdächtigen gegen 3.40 Uhr mit einem Auto an der Mohrenstraße vorgefahren. Ein Mann habe dann einen Gullydeckel durch die verglaste Tür geworfen. Die beiden anderen Männer hätten danach vier Brandsätze abgelegt. Ein weiterer Brandsatz sei im Innenraum gelandet. Die Verdächtigen seien im Anschluss in Richtung Oberwallstraße geflüchtet.

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Als die Feuerwehr eintraf, waren die Brände durch die ausgelöste Sprinkleranlage bereits gelöscht. Zum Tat-Zeitpunkt war der Club geschlossen. Die Ermittlungen werden von einem Fachkommissariat des Landeskriminalamts geführt. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, wollte die Polizei sich nicht zu möglichen Verbindungen in die Organisierte Kriminalität äußern, über die hinter hervorgehaltener Hand bereits geflüstert wird.
„Die Ermittlungen laufen ergebnisoffen in alle Richtungen, denn von der Reaktion auf eine persönliche Fehde in der Nacht zuvor bis hin zu Streitigkeiten im Bereich der organisierten Kriminalität ist alles denkbar“, sagt hingegen Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei GdP. „Das Bricks ist ein bekannter Hip-Hop-Club und wir wissen, wie gern da gerade arabische Großfamilien Kontakte zu Szenegrößen aufbauen, weil es ein lukratives Geschäftsfeld ist. Es wirft jetzt auch nicht jeder Gullydeckel und Brandsatz in einen Club.“
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„Bricks“ in Berlin: Schüsse nach Streit, Fußballer verprügelt
Es ist bei weitem nicht der erste medienwirksame Polizei-Einsatz im „Bricks“. Am Ostersonntag hatte es im Club einen Streit gegeben. Die Türsteher griffen ein. Daraufhin verlagerte sich die Auseinandersetzung vor die Tür. Dort fielen dann auch Schüsse. Ein 22-jähriger Mann erlitt eine Verletzung an der Hand. Er wurde in einem Krankenhaus operiert. Zwei Verdächtigen gelang die Flucht.
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Auch im vergangenen Frühjahr stand der Club in den Schlagzeilen, weil Aymen Barkok, damals Spieler von Hertha BSC, zusammengeschlagen wurde. Er erlitt mehrere Frakturen, darunter einen Nasen- und Jochbeinbruch. Er musste in einem Krankenhaus operiert werden. Nach Informationen der „Bild“ hatte sich die Attacke im Eingangsbereich des „Bricks“ ereignet.
So oft rückte die Berliner Polizei schon ins „Bricks“ aus
Insgesamt rückte die Polizei in vergangenen eineinhalb Jahren 83 Mal an die Adresse des Clubs aus, 57 Mal im vergangenen Jahr, 26 Mal im laufenden 2025. In 23 Fällen handelte es sich um Einsätze wegen Körperverletzung, sieben Mal kam es zu Zahlungsstreitigkeiten, fünf Mal zu Schlägereien und in vier Fällen zu Hausfriedensbruch. Die Polizeieinsätze müssen allerdings nicht zwangsweise mit dem Club in Verbindung stehen und können ihre Gründe auch in Ereignissen in unmittelbarer Nähe haben.
„Dass es in der Clubszene und somit auch rund ums Bricks immer wieder zu Polizeieinsätzen kommt, ist keine Überraschung“, ordnet GdP-Sprecher Jendro ein. „In Berlins Partynächten kommen viele Menschen aus den unterschiedlichsten Kiezen und mit anderem Backround zusammen, es werden Alkohol und andere Substanzen konsumiert, was zu Streitigkeiten und auch gewalttätigen Auseinandersetzungen führt, wo dann zwangsläufig auch mal der Funkwagen vorbeikommt.“




