Erneut kam es zu einer Panne bei der Verpflegung der Polizeikräfte im Einsatz. Bereits bei den Großeinsätzen der Polizei an Silvester und am 1. Mai fanden Beamte verdorbene Lebensmittel in den Proviantbeuteln. Jetzt traf es die Beamten einer Verkehrshundertschaft, die den Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch in Berlin sicherten.

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Wie die Polizei Berlin auf X (vormals Twitter) mitteilte, waren in mindestens einem Verpflegungsbeutel verdorbene Lebensmittel. Die Polizei schreibt: „Bei mindestens einem Kollegen befand sich Essen in der Verpflegung, welches teilweise nicht mehr zum Verzehr geeignet war. Unsere Einsatzkräfte werden sensibilisiert, ihre Verpflegung zu überprüfen. Auch unsere Versorgungsstellen prüfen nun die noch nicht ausgegebenen Verpflegungsbeutel.“
Laut Gewerkschaft der Polizei (GdP) handelte es sich wohl um einen verdorbenen Apfel und steinharte Brötchen. „Dieser erneute Vorfall verschimmelter Nahrung ist ärgerlich, aber wir sind in Berlin einsatzerfahren genug und schauen deshalb auch lieber zweimal in den Beutel. Wir sind froh, dass die verschimmelten Äpfel und steinharten Brötchen frühzeitig bemerkt, aus dem Verkehr genommen und ersetzt wurden“, teilte GdP-Landeschef Stephan Weh am Mittwoch mit.
„Es ist auch wichtig, dass die Polizeiführung mittlerweile transparent und sehr zeitnah alle Kollegen bei Vorfällen sensibilisiert. Wenn man ehrlich ist und sich mit den Abläufen beschäftigt, lässt sich das trotz sorgfältiger Arbeit unserer Kollegen, die in Zugleichaufgabe als Versorger bei derart kurzfristigen Einsätzen wie dem Selenskyj-Besuch von heute auf morgen tausende Verpflegungsbeutel packen, nie komplett ausschließen.“
Polizisten packen 2000 Versorgungsbeutel
Wie die Morgenpost erfahren hat, werden die Lebensmittel von Cateringfirmen zwar geliefert, dann aber von Polizeibeamten in Tüten verpackt. Beim aktuellen Staatsbesuch mussten innerhalb eines Tages etwa 2000 Versorgungsbeutel gepackt werden.
„Es wird versucht, möglichst abwechslungsreich und auch frisch zu versorgen und eben nicht nur Instantnudeln und Thunfischdosen zu verteilen. Ich bin froh, dass wir mittlerweile interne Versorger haben, die bei den stetigen Großlagen nicht mehr wegzudenken und ein wichtiger Bestandteil zur Einsatzbewältigung sind“, sagte Weh.
Immer wieder Probleme mit der Versorgung bei Großeinsätzen
Zur Jahreswende 2024 fanden Beamte verschimmelten Aufschnitt auf ihren Schrippen in den Versorgungstüten. Die verdorbenen Brötchen waren Bestandteile des Lunchpakets, das neben zwei Brötchen jeweils ein Würstchen, Senf, Ketchup, einen Apfel und einen Schokoriegel enthielt. Bei der Warmverpflegung und den Getränken seien keine Mängel bekannt geworden.
Insgesamt gab es am 1. Mai zwei Fälle von verdorbenem Käse. Er wurde sich in zwei von 6300 Paketen entdeckt. Weitere Beschwerden habe es nicht gegeben, hieß es Angang Mai. Konkret habe es sich um eingeschweißten Gouda mit einem Mindesthaltbarkeit bis zum 14. Juli 2025 gehandelt.





