Lange galten Olympische Spiele als wenig nachhaltig. Als Mega-Event, das wie ein Ufo in einer Metropole landet, ohne sich groß darum zu kümmern, was es nach seinem Abflug hinterlässt. Paris hat dieses Bild wieder gerade gerückt, so lautete zumindest die Botschaft, die Pierre Rabadan, Vizebürgermeister der französischen Hauptstadt, den Berliner Abgeordneten im Sportausschuss im März dieses Jahres präsentierte.

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Olympia sei mehr als Sport, sagte Rabadan. Für Paris seien die Spiele auch die Möglichkeit gewesen, länger geplante Veränderungen schneller umzusetzen. Vor allem die Sanierung der Sportanlagen und die Weiterentwicklung der Transportinfrastruktur, zum Beispiel 60 Kilometer neue Radwege. „Vor allem die ärmeren Quartiere hatten dadurch Gelegenheit, besser angebunden zu werden.“

Wegen Olympia: Aufwertung eines schwierigen Viertels

Man habe sich außerdem ganz bewusst entschieden, im Pariser Norden, wo es besonders schwierige Viertel gebe, eine Arena zu bauen. Sechs Jahre vor den Spielen habe die Umwandlung des Viertels rund um Porte de la Chapelle begonnen. Früher sei hier eine Gegend gewesen, die viele Pariser aus Angst gemieden hätten. Heute, nach den Spielen, sei der öffentliche Raum hier wieder angenehm, hieß es von der Pariser Olympia-Delegation im Berliner Abgeordnetenhaus. 30 Prozent der Wohnungen im ehemaligen Olympischen Dorf in Paris sollen in Sozialwohnungen umgewandelt werden.

Insgesamt hätten die Spiele zehn Milliarden Euro gekostet. Die Mehrheit davon wurde aus privaten Kassen finanziert. Die Stadt Paris selbst habe nur rund 380 Millionen Euro aufbringen müssen.

Mehr zu Olympia in Berlin

Übrigens: In Berlin arbeitet eine Initiative seit 2012 daran, dass in der Spree gebadet werden kann. Paris ist seit Olympia einen Schritt weiter. In der Seine, die aufwendig gereinigt wurde, damit hier Schwimmwettbewerbe ausgetragen werden konnten, werden in diesem Sommer drei öffentliche Badestellen eröffnet.