Am Donnerstagmorgen (22. Mai) wollte die 79-jährige Lena von Kopenhagen nach Berlin fliegen. So der Plan. Doch dann kam alles anders.
Denn wie die schwedische Zeitung „Expressen“ berichtet, soll die Frau in der dänischen Hauptstadt in das falsche Flugzeug gestiegen sein. Und Lena sei dann eben in Bologna, in der Emilia-Romagna, gelandet und nicht am Flughafen BER in Schönefeld.
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Die ursprüngliche Idee war, dass sie ihren Sohn dort treffen und von der Hauptstadt aus weiter nach Rostock in Norddeutschland reisen würde, um dort als zusätzliche erwachsene Unterstützung für seine Schülergruppe zu fungieren, die am Wochenende an einer UN-Konferenz teilnahm.

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Das Problem: Am Flughafen Kopenhagen-Kastrup ging alles schief, was schiefgehen kann. Laut „Expressen“ war sie zwar rechtzeitig am Flughafen, passierte die Sicherheitskontrolle und wartete eine Weile, bis auf der Informationstafel „Zum Gate“ erschien.
Als Lena aber an Bord ging, sei ihr direkt aufgefallen, dass überall Ryanair stand, und da habe sie gedacht: „Aber Moment, ich sollte doch mit Easyjet fliegen.“ Da sie am Gate eingelassen wurde, sei sie allerdings davon ausgegangen, dass es sich möglicherweise um eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen handele oder sie ohne ihr Wissen umgebucht worden sei. Außerdem sei ihr Platz ja frei gewesen.
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Lena wundert sich noch über längere Flugzeit
Was Lena während des Flugs noch stutzig machte: Der Flug kam ihr ungewöhnlich lange vor, Kopenhagen – Berlin schaffe man normalerweise in einer Stunde, sie setzten jedoch erst nach anderthalb Stunden zur Landung an.
Aber als sie aus dem Flugzeug stieg und am Flughafen von einem Schild mit der Aufschrift „Willkommen in Bologna“ begrüßt wurde, dämmerte es ihr. Sie war ins falsche Flugzeug gestiegen.
Sie hatte also wirklich statt des Easyjet-Fluges nach Berlin einen Ryanair-Flug nach Bologna genommen. In Kopenhagen flogen beide Maschinen vom selben Gate ab, aber zuerst die Ryanair-, dann erst die Easyjet-Maschine.
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In Bologna soll Lena versucht haben, dem Flughafenpersonal zu erklären, was passiert ist. Eine Frau, die bei Ryanair arbeitete, warf ihr dagegen aber vor, selbst Fehler gemacht zu haben. So habe es sich für Lena sowohl unfair als auch herablassend angefühlt. „Ich bin 79 Jahre alt, reise allein und es war eine sehr verletzliche Situation, in der ich gelandet bin“, sagt sie dem „Expressen“.
Währenddessen wartete Sohn Paul-Johan am Berliner Hauptbahnhof. Er erklärte gegenüber dem „Expressen“: „Als unser Zug abgefahren war, schrieb ich ihr und fragte, wo sie sei. Eine halbe Stunde später erhielt ich eine Antwort: Hallo, ich bin in Bologna. Was soll ich tun?“ Der Sohn kontaktierte daraufhin sowohl Easyjet als auch Ryanair, soll jedoch nicht das Gefühl gehabt haben, dass ihm geholfen werde. Auch der Flughafen Kopenhagen-Kastrup habe keine Verantwortung für die Situation übernehmen wollen, sondern sie lediglich an die Fluggesellschaften weitergeleitet, sagt er.
Das Ende vom Lied: Nachdem Lena fast den ganzen Tag am Flughafen Bologna verbracht hatte, setzte das Ryanair-Personal sie schließlich in ein Taxi, das sie nach Venedig brachte: eine Zwei-Stunden-Fahrt. Dort angekommen musste sie in einem Hotel übernachten und am nächsten Morgen früh einen neuen Flug nehmen, diesmal zum richtigen Ziel.
Wie es Lena möglich war, den Ryanair-Flug nach Bologna ohne das richtige Ticket zu besteigen – das bleibt ein Rätsel. Sie sei sich nicht ganz sicher, sagt aber, dass sie glaubt, ihre Bordkarte und ihren Reisepass gezeigt zu haben.
In einer Mail an „Expressen“ legt Ryanair dar, dass es in der Verantwortung eines jeden Passagiers liege, sicherzustellen, dass er das richtige Flugzeug besteige.
BMO/dw






