- Grunewald: Unbekannte beschmieren Sportclubhaus – Staatsschutz ermittelt
- Zivilfahnder stoppen mutmaßlichen Drogendealer in Zehlendorf
- Unbekannter Mann droht Frau in Plänterwald an, ihr die Kinder wegzunehmen
- Mehrere Unfälle mit gestohlenem Auto in Reinickendorf – Mann flüchtet
- Mann fährt in Marienfelde aus Einfahrt und löst Massenkarambolage aus
- Frau in Kreuzberg transphob beleidigt und verletzt
- Frau in Wedding von Auto erfasst und schwer verletzt
Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Meldungen vom Vortag lesen Sie hier.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 26. Mai: Farbschmierereien an Sportclub in Grunewald – Staatsschutz eingeschaltet
17.59 Uhr: In der Nacht zu Montag haben Unbekannte ein Sportclubhaus in der Waldmeisterstraße in Grunewald beschädigt. Wie die Polizei mitteilte, bemerkte ein Verantwortlicher des Clubs gegen 9 Uhr am Morgen Farbschmierereien an der Fassade sowie eine stark riechende Flüssigkeit an Türen und Fenstern und alarmierte daraufhin die Einsatzkräfte.
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar.
Mutmaßlicher Drogenhändler in Zehlendorf festgenommen
17.55 Uhr: Die Polizei hat am Sonntagabend in Zehlendorf einen mutmaßlichen Drogenhändler festgenommen. Zivilbeamte wurden gegen 19.30 Uhr in der Brettnacher Straße auf einen 37-Jährigen aufmerksam, der sich mit einer unbekannten Person traf und Gegenstände austauschte – offenbar Drogen.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Die Beamten folgten dem Mann und wollten ihn am S-Bahnhof Sundgauer Straße kontrollieren. Als sie ihn ansprachen, versuchte der Tatverdächtige zu flüchten, konnte jedoch gestellt werden.
Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte über 150 verkaufsfertige Einheiten verschiedener Drogen und Medikamente, darunter Ecstasy, LSD, Diazepam und Tilidin. Außerdem hatte der Mann zwei Handys und eine mittlere dreistellige Summe Bargeld bei sich. Am Freitag wird er einem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.
Mehrere Unfälle mit gestohlenem Auto in Reinickendorf – Mann flüchtet
16.48 Uhr: Ein Mann hat am Sonntag in Reinickendorf mit einem gestohlenen Auto mehrere Unfälle verursacht. Laut Zeugenangaben rammte der noch Unbekannte gegen 14.15 Uhr bei einem Überholmanöver an der Amendestraße Ecke Breitkopfstraße zunächst ein geparktes Auto, wodurch dieses gegen ein weiteres Fahrzeug geschoben wurde. Der Fahrer sei anschließend auf die Breitkopfstraße gefahren, habe kurz angehalten und seinen Beifahrer aussteigen lassen.
Danach habe er seinen Weg fortgesetzt und dabei versucht, zwischen einem weiteren geparkten Auto und einem verkehrsbedingt wartenden Pkw hindurchzufahren. Dabei verursachte er Schäden an beiden Fahrzeugen. Da der Mann die Lücke nicht passieren konnte, habe er zurückgesetzt und sei mit einem geparkten Wagen kollidiert. Schließlich sei er auf den Gehweg gefahren und habe dabei ein geparktes Auto gerammt.
Anschließend ergriff er die Flucht. Alarmierte Polizisten verfolgten ihn zunächst, verloren ihn dann aber aus den Augen. Auch ein Einsatz des Polizeihubschraubers blieb erfolglos. Das Unfallfahrzeug konnte schließlich unweit der Breitkopfstraße verlassen festgestellt werden. Ermittlungen ergaben, dass dieses als gestohlen gemeldet worden ist. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord) ermittelt weiter.
Mails mit Bombendrohungen an Schulen verschickt – Polizei gibt Entwarnung
14.58 Uhr: Zahlreiche Schulen in Berlin und Brandenburg sowie Schulen in anderen Gegenden Deutschlands haben Mails mit Bombendrohungen erhalten. Die Polizei ging aber nicht von konkreten Gefahren aus, sondern sieht eher einen Zusammenhang zwischen den Drohungen und aktuell stattfindenden Abiturprüfungen.
- In Berlin seien bislang 13 Schulen betroffen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Mails seien geprüft und bewertet worden. Man sehe nach aktuellem Stand keine Ernsthaftigkeit.
- Im Westen Brandenburgs gingen laut Polizei im Laufe des Montagvormittags an 22 verschiedenen Schulen E-Mails mit dem gleichen bedrohlichen Inhalt ein. In den weiteren Landkreisen Uckermark, Barnim und Märkisch-Oderland waren zudem jeweils eine Schule betroffen.
„Nach eingehender Prüfung wird gegenwärtig nicht von einer Ernsthaftigkeit ausgegangen“, hieß es. Die Mails werden „im Kontext mit bundesweit an Schulen eingegangenen Drohmails gesehen“. Trotzdem ermittele die Polizei.
Mann fährt in Marienfelde aus Einfahrt und löst Massenkarambolage aus
11.25 Uhr: Ein 47 Jahre alter Autofahrer hat am Sonntagnachmittag in Marienfelde (Tempelhof-Schöneberg) einen schweren Unfall verursacht, als er aus einer Einfahrt auf die Malteserstraße fuhr. Dabei stieß er mit einem 42 Jahre alten Autofahrer zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich das Fahrzeug des 42-Jährigen und prallte gegen ein geparktes Fahrzeug am Straßenrand, das daraufhin auf ein ebenfalls geparktes Auto geschoben wurde. Außerdem musste ein 51 Jahre alter Motorradfahrer bremsen und stürzte dabei auf die Fahrbahn.
Die Feuerwehr befreite den 42-Jährigen aus dem Wagen, da dieser auf der Fahrerseite lag. Rettungskräfte brachten die drei Unfallbeteiligen in Krankenhäuser, wobei der 42-Jährige dort mit einer Kopfverletzung stationär verblieb. Während der Rettungsarbeiten, der Unfallaufnahme und der Aufräumarbeiten war die Malteserstraße zwischen Friedrichrodaer Straße und der Marienfelder Allee von 15.40 Uhr bis 19.40 Uhr gesperrt. Auch die BVG-Buslinie X83 war von den Maßnahmen betroffen und musste umgeleitet werden.
Auch interessant
Frau in Kreuzberg transphob beleidigt und mit Pfefferspray verletzt
11.05 Uhr: In Kreuzberg ist den Angaben der Polizei zufolge am Sonntag eine Frau transphob beleidigt und mit Reizgas besprüht worden. Laut Zeugen war die 29-Jährige kurz vor 16 Uhr im U-Bahnhof Kottbusser Tor von der U-Bahnlinie U12 in Richtung U8 unterwegs, als sie auf der Rolltreppe im Bereich der Zwischenebene von zwei Unbekannten beleidigt wurde. Als sie die Rolltreppe verlassen hatte, seien die zwei Männer auf sie zugelaufen und hätten ihr Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Anschließend flüchteten die beiden in Richtung U8.
Die Frau ging zu Boden, erlitt eine Augen- sowie Atemwegsreizung und wurde von alarmierten Rettungskräften am Ort behandelt. Zudem erlitten zwei weitere Frauen durch das Sprühen ebenfalls eine Atemwegsreizung. Diese lehnten ärztliche Behandlungen ab. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin.
Auch interessant
Unbekannter Mann droht Frau an, ihr die Kinder wegzunehmen
10.38 Uhr: Eine Frau mit zwei Kindern ist am Sonntag in Plänterwald (Treptow-Köpenick) von einem Mann angegriffen worden. Wie die Polizei mitteilte, war die 40-Jährige gegen 10.50 Uhr mit ihren drei und sieben Jahre alten Kindern im Lastenrad an der Karpfenteichstraße/Am Treptower Park unterwegs, als der 28-Jährige sie angesprochen und nach Geld gefragte hatte. Als sie ablehnte, hielt er das Rad fest und drohte ihr, ihr die Kinder wegzunehmen.
Die Frau rief um Hilfe. Daraufhin kam eine Zeugin hinzu und brachte die Kinder auf Bitten der Mutter in Sicherheit. Der Mann schubste dann die Frau vom Rad. Eine weitere, 43 Jahre alte Zeugin bemerkte das Geschehen und versuchte, den Angreifer mit ihren Walking-Stöckern von der 40-Jährigen abzubringen und auf Abstand zu halten. Der Verdächtige griff die Stöcker und schlug der Zeugin auf den Kopf. Daraufhin stürzte sie und erlitt Verletzungen am Bein. Als sich der Mann erneut der am Boden liegenden Mutter zuwandte und zum Schlag ausholte, kamen zwei weitere Zeugen hinzu, die den 28-Jährigen festhielten und den inzwischen eingetroffenen Polizisten übergaben.
Bei der Festnahme leistete der Verdächtige Widerstand. Im Polizeigewahrsam wurde er erkennungsdienstlich behandelt. Außerdem wurde ihm Blut abgenommen. Anschließend wurde er aufgrund seiner Verhaltensauffälligkeit zur stationären Aufnahme in ein Krankenhaus gebracht.
Die 40-Jährige klagte über Schmerzen in der Hüfte und stand unter Schock, gab aber zunächst an, keine medizinische Behandlung zu benötigen. Die Beinverletzung der 43-Jährigen wurde ambulant von alarmierten Rettungskräften behandelt. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) führt die weiteren Ermittlungen.
Auch interessant
17 Verletzte nach Streit im Tropical Islands
10.06 Uhr: Bei einem Streit im Schwimmresort Tropical Islands (Landkreis Dahme-Spreewald) sind 17 Gäste vermutlich durch Pfefferspray leicht verletzt worden. Die Gäste im Alter von 4 bis 61 Jahren klagten in der Nacht über Augenreizungen und zum Teil auch über Atemnot, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Süd mitteilte. Demnach wurde keiner der Verletzten ins Krankenhaus gebracht. Die Täter entkamen.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Ersten Erkenntnissen zufolge brach am späten Sonntagabend im Zeltbereich in der Halle, in dem die Gäste übernachten können, ein Streit zwischen mehreren Menschen aus, bei denen es sich vermutlich auch um Gäste handelte. Dabei wurde demnach Reizstoff versprüht. Weitere Angaben zu den Tätern lagen zunächst nicht vor, auch nicht zum Hintergrund des Streits. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Frau von Auto erfasst und schwer verletzt
7.10 Uhr: Eine Fußgängerin ist am Montag in Wedding (Mitte) von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war die 64-Jährige gegen 4 Uhr kurz hinter der Türkenstraße über die Müllerstraße gelaufen und von einem 44 Jahre alten Autofahrer angefahren worden. Rettungskräfte brachten die Frau mit Kopf- und Hüftverletzungen in ein Krankenhaus. „Lebensgefahr soll nicht bestehen“, teilte die Polizei mit. Ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte übernimmt die weiteren Ermittlungen.
- Organisierte Kriminalität: So viel Geld zieht Berlin wegen kleinerer Vergehen ein
- Überfall auf Juwelier in Berlin: „Sie waren wie die Olsenbande“
- Neues Polizeigesetz: Welche Überwachungs-Software verwendet Berlin?
- Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: „Es war ein reines Machtspiel“
BM/dpa







