Fans des VfB Stuttgart haben am Pokalwochenende im Kreuzberger Biergarten Golgatha randaliert. Der Ort sei „von einer völlig unkoordinierten Fanmasse überrannt“ worden, schreiben die Betreiber auf Facebook. Zunächst hatte der RBB von dem Vorfall berichtet, demnach sei ein Sachschaden im vierstelligen Bereich entstanden.

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Wie die Betreiber schreiben, seien fünf Glasscheiben zerstört, drei Lampen zerschlagen und zwei Sofas aufgeschlitzt worden. Die Wände im Innenbereich des Biergartens seien mit Bier übergossen sowie das gesamte Interieur mit Aufklebern beklebt worden. Besonders bitter: Laut der Betreiberin wurde der Innenbereich des Biergartens erst in diesem Frühjahr renoviert.

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„Unsere Mitarbeitenden, die unter schwierigsten Bedingungen alles gegeben haben, gingen teils mit unter 3 Euro Trinkgeld pro Person nach Hause“, heißt es in dem Beitrag außerdem. Inzwischen sei Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt bei der Polizei Berlin erstattet worden.

In der Pflicht sieht die Golgatha-Geschäftsführerin, Nicole Plattner, allerdings auch den VfB Stuttgart. Der Verein hatte den Biergarten in einem Instagram-Beitrag beworben und den eigenen Fans empfohlen dort das Spiel zu schauen. „Dem Verein muss bewusst gewesen sein, welche Dynamik ein solcher Post bei seinen Fans auslöst und hätte darüber informieren müssen“, beklagen die Biergarten-Betreiber.

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Sie sprechen von einer Kommunikationspanne. Man sei über den Post des Fußballvereins nicht informiert, geschweige denn gefragt worden. So habe man auch kein Sicherheitskonzept erarbeiten können. Bei früheren Veranstaltungen sei Security engagiert worden und die Sicherheit der Gäste und Mitarbeiter – auch bei größeren Public-Viewing Events – immer garantiert gewesen. Am Pokalwochenende sei dies nicht mehr möglich gewesen. „Die Sicherheit für Fans, Personal und reguläre Gäste war zu keinem Zeitpunkt mehr gewährleistet“, heißt es. Der Verein äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.

lro