• Prenzlauer Berg; Queerfeindliche Beschädigung
  • Zehlendorf: Streit eskaliert mit Messer und Pfefferspray
  • Hellersdorf: Zigarettenautomat gesprengt
  • Reinickendorf: Polizei nimmt mutmaßlich betrunkenen Autofahrer fest

Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die News vom Vortag lesen Sie hier.

Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 4. Mai: 21-Jähriger in Berlin durch vier Messerstiche verletzt

22.00 Uhr: Nach einer Auseinandersetzung in Nikolassee ist Samstagabend ein 21-Jähriger durch vier Messerstiche verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war dem Angriff ein Streit zwischen mehreren Personen vorausgegangen. Am Nachmittag soll ein 18-Jähriger einen 29-Jährigen zunächst mit einem Küchenmesser bedroht haben. Ein 22-Jähriger mischte sich nach den Angaben ein und sprühte dem Angreifer Pfefferspray ins Gesicht. Der 18-Jährige kam mit Augenreizungen ins Krankenhaus. 

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Wenige Stunden später sollen zwei Gruppen in einem Wohnhaus aufeinandergetroffen sein. Der 21-jährige Bruder des 18-Jährigen wurde niedergestochen, der 29-Jährige, der zuvor mit einem Küchenmesser bedroht worden sein soll, erlitt zwei Stockschläge gegen den Kopf. Der 21-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er ist nach Angaben der Ärzte außer Lebensgefahr. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.

Queerfeindliche Beschädigung in Prenzlauer Berg

19.54 Uhr: In Prenzlauer Berg ist es in der Nacht auf Sonntag zu einem queerfeindlich motivierten Vorfall gekommen: Eine vierköpfige Gruppe hat laut Zeugenangaben eine Regenbogenflagge von der Fassade einer Bar gerissen. Wenig später wurde diese an der Kreuzung Eberswalder Straße Ecke Schönhauser Allee angezündet. Die Unbekannten sind laut Polizei im Anschluss auf der Fahne herumgetrampelt, wobei Beleidigungen geäußert wurden. Als Einsatzkräfte eintrafen, flohen die Unbekannten wohl in unterschiedliche Richtungen.

Zigarettenautomat gesprengt

16.35 Uhr: In der vergangenen Nacht wurde in Hellersdorf ein Zigarettenautomat gesprengt. Eine Polizeistreife vernahm kurz nach 1 Uhr einen lauten Knall und entdeckte kurz darauf einen gesprengten Automaten auf dem Gehweg der Riesaer Straße, der durch die Detonation gänzlich zerstört wurde. Eine Zeugin gab an, dass sie zwei Männer beobachtet habe, wie sie mehrere Zigarettenschachteln entwendeten und anschließend in Richtung Nossener Straße flüchteten. Eine Suche nach den Tatverdächtigen in der Nähe verlief ohne Erfolg.

Reinickendorf: Polizei nimmt mutmaßlich betrunkenen Autofahrer fest

15.42 Uhr: Gestern früh nahm die Polizei einen Mann nach einer mutmaßlichen Trunkenheitsfahrt in Reinickendorf fest. Ein Zeuge hatte gegen 6.30 Uhr die Polizei alarmiert, nach er in der Lindauer Alle Ecke Roedernallee auf einen Autofahrer aufmerksam wurde, der mit überhöhter Geschwindigkeit und gefährdendem Fahrverhalten unterwegs gewesen sein soll.

Die Polizisten stellten den mutmaßlichen Verkehrssünder an der Odilostraße Ecke Roedernstraße fest. Bevor der 35-Jährige in der Roedernstraße anhielt, missachtete er mehrere Anhaltesignale der Polizisten und weigerte sich dann den Motor abzustellen und aus dem Wagen zu steigen. Daher entschlossen sich die Kräfte, die Fahrertür zu öffnen und den Schlüssel aus der Zündung zu ziehen. Dabei trat der Mann auf das Gaspedal und bewegte das Auto einige Meter nach vorne, was zur Folge hatte, dass ein Polizist mitgeschleift wurde.

Als der Fahrer dann schließlich aus dem Fahrzeug gezogen werden konnte, leistete er Widerstand und verdrehte die Finger des zuvor mitgeschleiften Polizisten. Bei dem anschließenden Fluchtversuch brachten ihn die Einsatzkräfte zu Boden und nahmen ihn trotz anhaltenden Widerstandes fest. Diverse Familienmitglieder des Tatverdächtigen erschienen am Einsatzort und störten die polizeilichen Maßnahmen. Auf die Aufforderung, Abstand zu halten, reagierten sie nicht. Erst die Androhung von Pfefferspray hielt die Störer auf Abstand.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass der mutmaßlich alkoholisierte und unter dem Einfluss von Drogen stehende Autofahrer nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins ist. Er kam zum Zwecke der Blutentnahme und erkennungsdienstlichen Behandlung in einen Polizeigewahrsam, den er anschließend verlassen durfte. Aufgrund gravierender technischer Mängel und zur Erstellung eines technischen Gutachtens beschlagnahmte die Polizei das Auto, mit dem der Tatverdächtige unterwegs war.

Der verletzte Polizist erlitt Schürfwunden an beiden Beinen und trat später vom Dienst ab. Der 35-Jährige muss sich nun wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, der Straßenverkehrsgefährdung mit Fahrunsicherheit infolge des Alkoholgenusses bzw. anderer berauschender Mittel, der Nötigung im Straßenverkehr, der gefährlichen Körperverletzung, des tätlichen Angriffs auf und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie diverser Verkehrsordnungswidrigkeiten verantworten.

Wedding: Mann wirft Pflasterstein gegen Polizeiauto

15.14 Uhr: Gestern Mittag beschädigte ein Mann in Wedding (Mitte) ein Polizeiauto. Der Funkwagen parkte aufgrund eines Einsatzes gegen 13.30 Uhr in der Antonstraße/Plantagenstraße/Ruheplatzstraße. Als die Polizisten zurück zum Fahrzeug gingen, teilte ein Zeuge mit, dass ein Mann einen kleinen Pflasterstein gegen das Auto geworfen hatte. Die Polizisten nahmen den 45 Jahre alten Tatverdächtigen, der sich noch am Einsatzwagen befand, fest. Am Funkwagen entstanden erhebliche Schäden, sodass dieser nicht mehr einsatzfähig ist. Die Polizeikräfte brachten den 45-Jährigen zur Feststellung seiner Personalien zur Polizeiwache. Anschließend wurde er für erkennungsdienstliche Maßnahmen in einen Polizeigewahrsam gebracht. Wegen seines auffälligen Verhaltens wurde er im Anschluss einem Krankenhaus mit einer psychiatrischen Abteilung vorgestellt, in der auch eine richterlich angeordnete Blutentnahme durchgeführt wurde. Die weiteren Ermittlungen zum Sachverhalt dauern an.

Lichterfelde-Ost: Mysteriöse Attacke im Clan-Milieu?

6.13 Uhr: Gestern Nacht hat sich in Lichterfelde-Ost (Steglitz-Zehlendorf) eine noch unklare Tat im Clan-Milieu ereignet. Wie die Polizei schreibt, sei es gegen 00.15 Uhr zu einer Auseinandersetzung am Ostpreußendamm zwischen mindestens zwei Beteiligten gekommen, in deren Verlauf ein polizeibekannter 28-Jähriger Stichverletzungen am Rücken erlitten hatte. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte verweigerte der Verletzte weitere Angaben zum Sachverhalt. Der mutmaßliche Täter war nicht mehr am Ort. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Verletzten zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

In unmittelbarer Nähe, in einer Durchgangsstraße zwischen der Goethestraße und dem Ostpreußendamm hatte sich zuvor ein Unfall ereignet – ein Kleinwagen krachte in einen geparkten Mercedes. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen wurden an einem der beschädigten Autos Blutspuren gesichert, die sich auf dem Gehweg sowie auf der Fahrbahn Richtung Ostpreußendamm fortsetzten. Einige Meter vom Unfallort entfernt stellten Polizisten einen unverschlossenen hochwertigen SUV fest, der augenscheinlich ebenfalls mit dem Verkehrsunfall und dem Verletzten im Zusammenhang stehen könnte.

Gegen 3 Uhr alarmierte eine Anwohnerin dann die Polizei, da ein Unbekannter mehrmals an ihrer Wohnungstür geklingelt hatte. Der Unbekannte konnte von den ermittelnden Kräften als der 30-jährige Fahrer des sichergestellten Kleinwagens identifiziert werden. Er gab an, dass er in einen Streit mit einem Unbekannten in der Goethestraße verwickelt gewesen sei. Plötzlich habe er einen Schuss gehört und sei aus Angst mit seinem Auto geflüchtet. Hierbei habe er den Unfall verursacht und sich dann – außerhalb seines Autos – in der Nähe versteckt. Die Hintergründe der geschilderten Sachverhalte und des Unfallhergangs sowie die Prüfung möglicher Zusammenhänge mit anderen kriminellen Strukturen ermittelt nun die Polizei.

BM/dpa