• Die Ringbahnbrücke über den Gleisen ist abgerissen
  • Auch ein Großteil der Westendbrücke ist verschwunden, der Bereich über den Gleisen ist weg
  • Bis nächsten Freitag (25. April) sollen die Gleise von Schutt und dem Fallbett aus Kies befreit sein
  • Kann die S-Bahn eventuell schon wieder früher fahren?
  • Verfolgen Sie die Arbeiten live im Stream

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Die Brücken-Abrisse auf der A100 in Berlin: Die Ringbahnbrücke über den Gleisen ist verschwunden. Auch ein Großteil der Westendbrücke ist bereits abgerissen worden, doch ein Teilstück muss herausgeschoben werden. Damit sind die Arbeiten noch nicht beendet. Danach muss der Schutt weggefahren werden. Außerdem müssen die S-Bahngleise vom sogenannten Fallbett aus Kies befreit werden. Ab 28. April soll die S-Bahn unter den Brücken wieder fahren können. Wir berichten im Blog.

Brücke-Abriss live – die News vom 17. April: Westendbrücke über Gleisen abgerissen

12.17 Uhr: Der Abriss der Westendbrücke auf der A100 ist fürs Erste abgeschlossen. „Einen Tag vor Ostern ist ein wichtiger Meilenstein beim Abbruch der Westendbrücke erreicht“, teilte die zuständige Projektmanagementgesellschaft Deges auf ihrer Homepage mit. „Brückenüberbau und Brückenpfeiler im Bereich der Gleisanlagen wurden auf rund 140 Metern Länge vollständig entfernt.“

In den kommenden Tagen würden der Schutt und die Schutzvorkehrung für die Bahnschienen geräumt. Dann werde die Anlage der Bahn übergeben. Geplant ist, dass die S-Bahnen am 28. April - also nach den Osterferien - wieder rollen. „Weitere lärmintensive Arbeiten in den Nachtstunden sind nicht vorgesehen“, schreibt die Deges.

Rund 100 Meter der Westendbrücke bleiben zunächst jedoch stehen. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt abgerissen werden.

Kann die S-Bahn wieder früher fahren?

10.14 Uhr: Auf die Frage, ob die S-Bahn eventuell wieder früher fahren kann, sagt ein Bahn-Sprecher: „Auch wenn der Abbruch der Ringbahnbrücke früher beendet sein wird, werden die Arbeiten an der Westendbrücke aber erst nächste Woche abgeschlossen sein. Für eine Betriebsaufnahme müssen beide Brücken vollständig entfernt sein. Der Wiederaufbau unserer Anlagen ist in der kommenden Woche geplant. Wir bleiben daher bei dem Termin 28. April 2025.“

Brücke-Abriss live – die News vom 16. April: Anwohner beschweren sich über Erschütterungen durch Abriss

Brückenabriss A100
Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, lobte den schnellen Abriss der Ringbahnbrücke.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

16.03 Uhr: Anwohner in einer lokalen Facebook-Gruppe berichteten über „wackelnde Erde“ in der Christstraße sowie in der Neufertstraße in Charlottenburg, die vermeintlich durch die Abrissarbeiten ausgelöst worden seien. Sowohl Deges als auch Autobahn GmbH seien keine solche Meldungen bekannt. Kurzfristige Vibrationen seien durchaus möglich. Stärkere Erschütterungen habe es eher nicht gegeben. Die Bearbeitungen der Entschädigungsansprüche der Anwohner für den Lärm soll nach Ablauf der Frist Ende April innerhalb von sechs bis acht Wochen abgearbeitet sein, stellten beide Unternehmen in Aussicht.

Brückenabriss A100
Bagger zerkleinern die marode Ringbahnbrücke.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Verkehrssenatorin Ute Bonde dankt Anwohnern

15.59 Uhr: Auch Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) sprach von einem Vorbild für ähnliche Projekte. Der Dank gelte auch den Bürgern, die die Baumaßnahmen in ihrer Umgebung ertragen müssen. Die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des S-Bahn-Verkehrs könnten Anfang nächster Woche beginnen. Entscheidend für den schnellen Abriss seien die schnellen Entscheidungen gewesen, die getroffen worden seien.

Brückenabriss A100
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (l.), Verkehrssenatorin Ute Bonde (m.) und Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH (r.), gaben zum Brückenabriss eine Pressekonferenz.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Bonde betonte nochmal, dass in Berlin für die Brücken ein Investitionsbedarf von einer Milliarde Euro in den nächsten zehn Jahren bestehe. Im Sommer soll ein Masterplan mit Prioritäten vorgestellt werden. Wir haben ganz akuten Handlungsbedarf“, sagte Bonde.

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Über Ostern würden die Abbrucharbeiten eingestellt. Begleitende Arbeiten würden weiterlaufen, aber nicht mehr in der Nacht, so Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH des Bundes. Der kurzfristige Abriss der Brücken habe nach Schätzung einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag gekostet, sagte Brandenburger. 

Technische Universität sucht Personen, die von Sperrung der A100 betroffen sind

15.49 Uhr: Für eine Umfrage sucht die Fakultät für Verkehrs- und Maschinensysteme der TU Berlin Personen, die unter der Sperrung der A100 zu leiden haben. Damit soll erforscht werden, wie Menschen mit den Folgen der Sperrung umgehen, um Politik und Verwaltung Empfehlungen für Maßnahmen und Unterstützungsangebote zu geben, die den Betroffenen möglichst effektiv helfen. Die Umfrage ist auf Deutsch, Englisch und Türkisch verfügbar und hier abrufbar. Bei Fragen oder für weitere Informationen kann das Forschungsteam per E-Mail kontaktiert werden: a100@ivp.tu-berlin.de

Kai Wegner lobt schnelles Tempo des Abrisses – gute Nachrichten für Kleingärtner

15.27 Uhr: Die Ringbahnbrücke über den S-Bahn-Gleisen am Autobahndreieck Funkturm ist so gut wie weg. An den Rändern der Gleise liegt noch Schutt. Auf einer Seite wurde bereits die Schutzabdeckung von den Gleisen entfernt. Eigentlich war der Abschluss der Arbeiten erst für den 25. April anvisiert. Die S-Bahn sollte ab 28. April wieder fahren. Ob es nun früher wieder auf den Gleisen rollt, ist noch nicht klar.

Der Abriss der Ringbahnbrücke zeige, wie schnell solche Projekte gehen können, wenn es die Situation erfordere, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU). „Wenn alle zusammenarbeiten kann es sehr schnell gehen“, sagte Wegner. Das Ziel sei es mit dem gesamten Vorhaben ein Vorbild für Deutschland zu schaffen, hinsichtlich der Geschwindigkeit.

Brückenabriss A100
Die marode Ringbahnbrücke ist vollständig abgerissen.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Gute Nachrichten könnte es zudem für die Kleingärten unter der Ringbahnbrücke geben. Zwar müssen für den Neubau weiterhin Parzellen geopfert werden, weil allerdings keine Behelfsbrücke mehr gebraucht wird, könnten es weniger sein, als zunächst angenommen.

Ringbahnbrücke über den Gleisen verschwunden – Besonderheit beim Abriss der Westendbrücke

So weit sind die Arbeiten an der Ringbahnbrücke.
So weit sind die Arbeiten an der Ringbahnbrücke.© Screenshot Livestream Autobahn GmbH | Screenshot Livestream Autobahn GmbH

7.05 Uhr: Die Ringbahnbrücke über den Gleisen ist verschwunden. „Um 5.09 Uhr war der Rückbau des zentralen Brückenbereichs über den wesentlichen Teilen der Gleisanlage abgeschlossen“, hieß es im Livestream. Damit liegt der Rückbau im Zeitplan.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

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Auch der Großteil der weiter nördlich gelegenen Westendbrücke ist verschwunden, wie aus dem Livestream hervorgeht. Unter dem südlichen Ende der Brücke steht ein Gebäude – deshalb kann ein etwa 30 Meter langes Teilstück nicht einfach abgerissen, sondern muss rausgeschoben werden. 

So weit sind die Arbeiten an der Westendbrücke.
So weit sind die Arbeiten an der Westendbrücke.© Livestream Deges | Livestream Deges

Bis spätestens zum 25. April sollen die Bahngleise unter der Ringbahn- und Westendbrücke von Schutt und dem sogenannten Fallbett aus Sand und anderen Schutzmaterialien befreit sein. Am 28. April soll der S-Bahnverkehr wieder rollen. 

Brücke-Abriss live – die News vom 14. April: Teile von A115 und A100 in der Nacht gesperrt

19.30 Uhr: Teile der Autobahnen 115 und 100 werden vom späten Montagabend bis zum Dienstagmorgen für mehrere Stunden gesperrt. Grund dafür sind Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, wie die Verkehrsinformationszentrale informierte. Die Sperrungen sollen ab 21 Uhr gelten und am Dienstag um 5 Uhr morgens aufgehoben werden.

Auf der A100 ist die Strecke zwischen der Anschlussstelle Hohenzollerndamm und dem Kreuz Schöneberg in Richtung Dreieck Neukölln betroffen. Auf der A115 wird die Fahrbahn ab der Anschlussstelle Hüttenweg in Richtung Dreieck Funkturm gesperrt. 

In der Nacht auf Mittwoch ist zur gleichen Uhrzeit eine weitere Sperrung geplant. Betroffen ist den Angaben zufolge dann die A100 in Richtung Wedding zwischen Kreuz Schöneberg und Anschlussstelle Hohenzollerndamm.

Ziel ist es, Erschütterungen beim Abriss der Westendbrücke zu verhindern

Abbrucharbeiten an der Ringbahnbrücke
Die Brücke der A100 über die Ringbahn wird mit Abbruchzangen und Hydraulikhammern abgerissen.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

15.48 Uhr: Das Ziel des Vorhabens sei es auch, so viele Erschütterungen wie möglich zu verhindern. Erschütterungen könnten für die umliegenden Gebäude und die S-Bahn-Schienen zum Problem werden. Aktuell sind bereits 40 bis 50 Prozent des Oberbaus der Westendbrücke abgerissen. Abgerissen wird in den kommenden Tagen als erstes in Tag-und-Nacht-Arbeit der Teil der Brücke über den S-Bahn-Schienen. Der Rückbau geht also eigentlich länger als bis zum 25. April. Bis dahin sollen lediglich die Brückenteile über der S-Bahn verschwunden sein, um den Bahnverkehr wieder aufnehmen zu können. Der Abriss des anderen Brückenteils wird dann allerdings tagsüber durchgeführt, um die Anwohner weniger zu belasten.

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Fahrbahnen der Westendbrücke sind verschwunden

Ein großer Teil der Westendbrücke ist bereits abgerissen.
Ein großer Teil der Westendbrücke ist bereits abgerissen.© Norman Börner | Norman Börner

15.24 Uhr: Auch der Abriss an der Westendbrücke schreitet voran. Die Fahrbahnen zwischen den Pfeilern sind verschwunden. Reste von Stahl hängen wie Spinnenweben aus dem aufgerissenen Beton. Unter anderem kommt auch ein 90 Tonnen schwerer Bagger zum Einsatz, der speziell für solche schweren Abrissarbeiten gebaut wird.

Blick auf die Baustelle an der Westendbrücke.
Blick auf die Baustelle an der Westendbrücke.© Norman Börner | Norman Börner

Der simultane Abriss der Westendbrücke sei erfolgt, weil die 240 Meter lange Brücke einfach nicht mehr für die modernen Verkehrsmengen gemacht gewesen sei. Zwar gab es im Gegensatz zur Ringbahnbrücke keine offenen Schäden an dem Bauwerk, aber weil sie bereits mit Stützen gesichert war, habe sich die Autobahn GmbH für den simultanen Abriss entschieden.

Alles „wunderbar im Zeitplan“ beim Abriss der Ringbahnbrücke

6.40 Uhr: Am Morgen gehen die Arbeiten an der maroden Ringbahnbrücke weiter. Die Beonteile werden im Fallbett zerkleinert. Der Abtransport beginne ab Montag, teilte Brodel mit. Alle recyclingfähigen Teile wie Beton und Stahl sollen wiederverwendet werden. Man liege „wunderbar im Zeitplan“. Nächste Woche Donnerstag soll die gesamte Brücke abgerissen sein. 

News zu den Brücken der A100 vom 13. April 2025: Trümmer von der Westendbrücke türmen sich

Abbrucharbeiten an der Westendbrücke
Abbrucharbeiten an der Westendbrücke, fotografiert am 13. April 2025 in Berlin. Foto: Maurizio Gambarini/FUNKE Foto Services© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

14.59 Uhr: Ein abgestellter Zug der S-Bahn steht am gesperrten Bahnhof Westend. Hinter dem Bahnhof türmen sich Trümmer von der Westendbrücke, die gerade abgerissen wird.

Aus Sicherheitsgründen: Fahrtrichtung Nord zeitweise voll gesperrt

14.53 Uhr: In der Nacht von Sonntag auf Montag wird zwischen 22 und 5 Uhr die Fahrtrichtung Nord der A100 zwischen der Ausfahrt Messedamm und der Anschlussstelle Spandauer Damm voll gesperrt. In Fahrtrichtung Süd stehen weiterhin zwei Fahrstreifen zur Verfügung.

Die Einschränkung erfolgt aus Sicherheitsgründen. Derzeit verläuft der einzige Fahrstreifen in Fahrtrichtung Nord auf der westlichen Richtungsfahrbahn und damit in unmittelbarer Nähe des Abschnitts der Westendbrücke, der heute in den Nachtstunden abgebrochen wird.

So weit sind die Abrissarbeiten

In der Ringbahnbrücke ist ein großes Loch zu sehen.
In der Ringbahnbrücke ist ein großes Loch zu sehen.© Livestream Autobahn GmbH/Screenshot | Livestream Autobahn GmbH/Screenshot

9.27 Uhr: Der Abriss der Ringbahnbrücke ist in vollem Gange. Am Sonntagmorgen klafft ein großes Loch in der Brücke, wie im Livestream der Autobahn GmbH zu sehen ist. Es wurden wesentliche Betonelemente des zentralen Rückbaubereichs abgebrochen, wie der Sprecher der Autobahn GmbH Nordost, Ralph Brodel, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Dieser hatte demnach über die Ringbahngleise geführt.

Um 5.09 Uhr sei das letzte große Betonelement in ein sogenanntes Fallbett aus Sand gefallen. Es soll die S-Bahngleise unter der Brücke davor schützen, beschädigt zu werden und habe seine Funktion „komplett erfüllt“, sagte Brodel. Große Betonzangen und Bohrmeißel – sogenannte Knabberer – bauten die tonnenschweren Betonteile ab. Diese sollen nun im Fallbett zerkleinert werden. Der Abtransport beginne ab Montag, teilte Brodel mit. Alle recyclingfähigen Teile wie Beton und Stahl sollen wiederverwendet werden. Man liege „wunderbar im Zeitplan“.

An der Westendbrücke sind an den Rändern deutliche Abbruchspuren zu erkennen. Die Arbeiten sind noch nicht so weit fortgeschritten, da sie später begonnen wurden.

So weit ist der Abriss an der Westendbrücke.
So sieht es an der Westendbrücke aus.© Livestream Deges | Livestream Deges

News zu den Brücken der A100 vom 12. April 2025: Abriss der Westendbrücke hat begonnen

19.40 Uhr: Der Abriss der etwas weiter nördlich auf der A100 gelegenen Westendbrücke hat mit Verzögerung begonnen. Gestartet wurde gegen 19.00 Uhr, sagte ein Sprecher der zuständigen Projektmanagementgesellschaft Deges. Ursprünglich sollte der Abriss am Samstag beginnen. Am Samstagmittag hieß es dann, dass noch technische Probleme gelöst werden müssten. Der Abbruch werde am nördlichen Ende der Brücke beginnen und dann schrittweise nach Süden fortgesetzt, teilte die Deges mit. Im Zuge der Sperrung der sogenannten Ringbahnbrücke am Dreieck Funkturm war Mitte März auch die etwas weiter nördlich auf der A100 gelegene Westendbrücke aus dem Verkehr genommen worden. 

Bauzeit statt Kosten als entscheidender Faktor

15.48 Uhr: Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der Deges, äußerte die Hoffnung, dass im Sommer ein Konzept sowohl für den Neubau der Westendbrücke als auch für die Ringbahnbrücke vorliegen könnte, sodass ein Zuschlag an ein Unternehmen erteilt werden kann. Um auch die tatsächlichen Bauarbeiten möglichst kurz zu halten, soll das Kriterium der Bauzeit bei der Vergabe entscheidend sein – statt des sonst üblichen Kriteriums der Kosten, so die Deges.

Zur Beschleunigung laufen demnach außerdem bereits Abstimmungen mit den Behörden, die Ausnahmegenehmigungen beispielsweise für Nachtarbeit erteilen können, sowie mit den Leitungsträgern im Umfeld der Ringbahnbrücke und der Deutschen Bahn. Die Brücke sollte eigentlich im Rahmen des Umbaus des Autobahndreiecks Funkturm durch einen Neubau ersetzt werden, wird nun aber als Einzelvorhaben vorgezogen umgesetzt. Denn auch für das Autobahndreieck Funkturm fehlt – obwohl das Verfahren bereits seit 2022 läuft – weiterhin der nötige Planfeststellungsbeschluss, um in die Realisierung zu gehen.

Plan für neue Westendbrücke noch offen

15.40 Uhr: Wie genau der Neubau der Westendbrücke aussehen soll, ist noch offen. Die bisherige Planung sieht vor, die neue Westendbrücke südlich zur jetzigen Brücke zu verschieben und sie damit dichter an die andere Richtungsfahrbahn heranzurücken. Nötig dafür ist ein Planfeststellungsbeschluss, das Verfahren läuft. Nachdem die Unterlagen bereits zweimal öffentlich ausgelegt wurden, war ein Erörterungstermin für den kommenden Juni geplant.

Doch dass es beim bisherigen Plan bleibt, ist nicht sicher. Die Deges prüfe, „wie die Planung an die neue Situation – Bauen ohne Verkehr – angepasst und der Ersatzneubau vorgezogen umgesetzt werden kann“, heißt es. Im Raum stand zuletzt, die Lage der Brücke doch nicht zu verändern, um den Neubau im besten Fall realisieren zu können, ohne dass ein Planfeststellungsbeschluss erforderlich ist. Die Ausschreibung für den Ersatzneubau wird derzeit vorbereitet und soll laut Deges so schnell wie möglich veröffentlicht werden.

Abriss der Westendbrücke verschiebt sich in den Abend

Die Vorbereitungen für den Abriss der Westendbrücke laufen auch am Samstagnachmittag noch.
Die Vorbereitungen für den Abriss der Westendbrücke laufen auch am Samstagnachmittag noch.© Michael Ukas/dpa | Michael Ukas

13.36 Uhr: Am Samstag soll auch der Abriss der Westendbrücke starten – jedoch später als geplant. „Auch bei uns verschiebt sich der Abbruchbeginn etwas – wir rechnen aktuell damit, dass es am späten Abend oder in der Nacht losgeht“, erklärte die Deges gegenüber der Berliner Morgenpost.

Bei dem Abriss werden mithilfe von sogenannten Stemmmeißeln und Hydraulikscheren laut Projektgesellschaft zunächst größere Stücke aus dem Bauwerk herausgebrochen. Danach werden diese durch Bagger am Boden zerkleinert. Der Schutt wird auf der Baustelle zwischengelagert und nach Ende des Abrisses abtransportiert und entsorgt.

Lärm ist so laut, dass man sein eigenes Wort kaum versteht

12.59 Uhr: Kleingartenkolonie an der Dernburgstraße in Charlottenburg: Es ist Samstagmittag. Für den weiteren Tag sind eigentlich ideale Temperaturen für einen solchen Tag im Frühjahr angekündigt. Bis auf 19 Grad soll das Thermometer klettern. Man könnte eigentlich entspannt im Garten liegen. Doch seit heute Morgen ist da der Krach.

Und es sind nicht nur vorbeirauschende Züge oder Autos, es hämmert. Ein Baufahrzeug ist mit einem Presslufthammer im Einsatz. Der Lärm ist so laut, man versteht in den Kleingärten sein eigenes Wort kaum mehr. Einige kommen deshalb nur kurz am Vormittag, um nach dem Rechten zu schauen, oder eine Kleingärtnerin, weil das Wasser überläuft, aber das war‘s: keine Entspannung, nur das Nötigste erledigen und dann ganz schnell wieder weg. 

Staub weht über Kleingartenkolonie hinweg

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© Julian Würzer | Julian Würzer

11.22 Uhr: In der Kleingartenkolonie an der Ringbahnbrücke liegt der Geruch von Bauarbeiten in der Luft, leicht trockener Staub weht über die Gartenhäuser hinweg. Einen guten Blick auf das Geschehen hat man ganz vorne, dort sieht man die Knabberer, wie sie schon schwer am Arbeiten sind. Sie ziehen Metallleisten aus dem Inneren, wie Fäden hängen sie teils herunter. Daneben wachen einzelne Bauarbeiter über das Geschehen. In der Kleingartenkolonie wird das verfolgt wie auch auf der angrenzenden Brücke.

Beton und Stahl sind bei Abriss der Ringbahnbrücke der A100 zu sehen.
Beton und Stahl sind bei Abriss der Ringbahnbrücke der A100 zu sehen. © Christoph Soeder/dpa | Christoph Soeder

Darum werden zwei Brücken zeitgleich in Berlin abgerissen

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© Maurizio Gambarini | Maurizio Gambarini

10.30 Uhr: Neben dem Abbruch der Ringbahnbrücke beginnt am Samstag auch der Abriss der weiter nördlich gelegenen Westendbrücke. Die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) und die Autobahn GmbH des Bundes haben sich in enger Abstimmung dafür entschieden, die bereits eingerichtete Sperrung des Bahnverkehrs auch für den Abbruch der Westendbrücke zu nutzen. „Dies entlastet vor allem die Fahrgäste der S-Bahn, da für den Abbruch keine zusätzlichen Sperrungen der Bahnstrecke nötig werden.“

Abriss der Westendbrücke vom Bahnhof Westend aus sichtbar

Kies wird auf den Schienen verteilt.
Kies wird auf den Schienen verteilt.© Uta Keseling | Uta Keseling

10.06 Uhr: Vor Ort gibt es keinen guten Spot, um dem Abriss der Ringbahnbrücke direkt zuzuschauen, sagte Ralph Brodel, Sprecher der Autobahn-GmbH, am Freitag. Er empfiehlt deswegen den Livestream – inzwischen gibt ja sogar zwei. Wer den Abriss der Westendbrücke aus der Ferne sehen will, kann dies vom Bahnhof Westend am Spandauer Damm aus tun – oder im Livestream. Am Freitag wurde hier noch Kies auf die Schienen der Ringbahn verteilt, um diese zu schützen.

Neue Einbahnstraßen und mehr Kontrollen

9.49 Uhr: Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf ließ gegen den Ausweichverkehr zwei Straßenzüge als Einbahnstraßen ausweisen. Trotz eines bereits bestehenden Durchfahrtsverbots für Nicht-Anlieger ab der Platanenallee nutzten viele Autofahrer nach wie vor die dortigen Alleen, so das Bezirksamt. Um die Straßen zu entlasten, werde die Lindenallee zwischen Spandauer Damm und Akazienallee ab sofort als Einbahnstraße ausgewiesen, ebenso die Ahornallee zwischen Spandauer Damm und Nussbaumallee. Beides gilt zunächst bis zum 30. April. Um die neuen Regeln durchzusetzen, habe das Bezirksamt die Polizei um verstärkte Kontrollen gebeten.

Die Sperrung der Ringbahnbrücke belastet auch die Berliner Wirtschaft. Bei einer Veranstaltung forderte die Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin, Manja Schreiner, zusätzliche Fahrstreifen und Busspuren freizugeben und das Laden und Liefern in Randzeiten zu ermöglichen. Um den Verkehr im Umfeld zu verbessern, habe man unter anderem Ampelphasen in der Umfahrung auf teils 100 Sekunden erweitert, so Christian Haegele vom Verkehrsmanagement im Berliner Senat. Man versuche, Baustellen so weit wie möglich zu reduzieren. Vor allem zu Beginn der Sperrung kam es zu einem Verkehrschaos.

Anwohner der Ringbahnbrücke erhalten Entschädigung

Eine Abbruchzange frisst sich durch die Ringbahnbrücke der A100.
Eine Abbruchzange frisst sich durch die Ringbahnbrücke der A100. © Christoph Soeder/dpa | Christoph Soeder

9.21 Uhr: Weil die Abrissarbeiten mit viel Lärm einhergehen, sollen die Anwohner im Umfeld der Ringbahnbrücke und auch Westendbrücke eine Entschädigung erhalten. Pro Person und Nacht werden für die erste Woche 100 Euro für eventuelle Hotelkosten gezahlt. Eine Zahlung erhalten allerdings nur jene Anwohner, bei denen die Grenzwerte wirklich überschritten werden, so die Deges. „Hören werden es weitaus mehr Menschen“, so ein Sprecher der Deges. Es werde nicht in allen Nächten gearbeitet.

Zange, Meißel und Knabberer. Am lautesten sei der Meißel, so die Fachleute auf der Abrissbaustelle. Vor allem er ist verantwortlich für den Lärm, den die Anwohner in den kommenden Tagen ertragen müssen.
Zange, Meißel und Knabberer. Am lautesten sei der Meißel, so die Fachleute auf der Abrissbaustelle. Vor allem er ist verantwortlich für den Lärm, den die Anwohner in den kommenden Tagen ertragen müssen.© Uta Keseling | Uta Keseling

11.000 Tonnen Schutt wegen Ringbahnbrücken-Abriss auf der A100

Ein Schild weist an der Ringbahnbrücke der A100 auf Abbrucharbeiten und auf die damit verbundene Einsturzgefahr hin.
Ein Schild weist an der Ringbahnbrücke der A100 auf Abbrucharbeiten und auf die damit verbundene Einsturzgefahr hin.© Christoph Soeder/dpa | Christoph Soeder

9.01 Uhr: Allein beim Abriss der Ringbahnbrücke fallen nun 11.000 Tonnen Schutt an, wie Ralph Brodel, Sprecher der Autobahn GmbH Nordost, sagte. „Für die Errichtung der notwendigen Baustraße und des sogenannten Abrissbettes mussten rund 34.000 Tonnen Material bewegt werden“, teilte die Autobahn GmbH mit. Gearbeitet wird Tag und Nacht. „Rund 50 Arbeitskräfte und 20 projektleitende Personen“ seien auf der Baustelle im Einsatz.

Zunächst wird eine alte Rampe, die zur Brücke hinaufführt, in drei Abschnitten abgerissen. Anschließend – eventuell Anfang der kommenden Woche – folgt der Mittelteil der Ringbahnbrücke direkt über den Schienen. Beim Abriss wird die Brücke nicht nur abgeknabbert, sondern einzelne Teile werden auch weggestemmt.

Abriss der Ringbahnbrücke und Westendbrücke – mehr zum Thema:

Abriss der Ringbahnbrücke hat am Samstag mit Verzögerung begonnen

Die Ringbahnbrücke der A100 wird mit schwerem Gerät abgerissen.
Die Ringbahnbrücke der A100 wird mit schwerem Gerät abgerissen. © Christoph Soeder/dpa | Christoph Soeder

8.38 Uhr: Der Abriss der maroden A100-Brücke im Berliner Westen hat mit einem Tag Verzögerung begonnen. „Der Knabberer knabbert jetzt“, sagte der Sprecher der Autobahn GmbH Nordost, Ralph Brodel, der Deutschen Presse-Agentur. Um 8.24 Uhr sei es losgegangen. Zunächst trennen Betonzangen – sogenannte Knabberer – eine Rampe von der eigentlichen Brücke ab. Ursprünglich war der Start für Freitagmittag geplant gewesen. Der Zeitplan verzögerte sich aber immer weiter.

News zum Brücken-Abriss auf der A100 vom 11. April 2025 im Blog: Abriss der Ringbahnbrücke beginnt erst am Samstag

22.24 Uhr: Der Abriss der maroden Autobahnbrücke im Berliner Westen verzögert sich immer weiter. Der Beginn ist nun erst für den frühen Samstagmorgen geplant, wie der Projektleiter der Autobahn GmbH Nordost der Deutschen Presse-Agentur sagte. Grund sei, dass das Fallbett für die Brückenbrocken noch komplettiert werden müsse. Es habe logistische Probleme gegeben.

Ursprünglich sollten die Betonzangen bereits gegen Freitagmittag mit den Arbeiten beginnen. Die Autobahn GmbH lud eigens zu einem Pressetermin an die Brücke, informierte dann aber vor Ort, dass der Abriss erst am frühen Abend beginnen werde. Dieser Zeitplan verzögerte sich am Abend immer weiter. Am gesamten Zeitplan des Brücken-Abbruchs ändere sich nichts, hieß es. Nächste Woche Donnerstag soll die gesamte Brücke abgerissen sein.

Ralph Brodel, Sprecher der Autobahn GmbH Nordost, hatte am Mittag als Grund für die Verzögerung genannt, die Rampe zur Brücke müsse aus statischen Gründen noch einmal zusätzlich gestützt werden. 

Westendbrücke soll ab Samstag ebenfalls abgerissen werden

15.59 Uhr: Im Zuge der Sperrung der sogenannten Ringbahnbrücke am Dreieck Funkturm war Mitte März auch die etwas weiter nördlich auf der A100 gelegenen Westendbrücke aus dem Verkehr genommen worden. Sie soll ab diesem Samstag ebenfalls abgerissen werden, wie die zuständige Projektmanagementgesellschaft Deges mitteilte. „Der Abbruch wird am nördlichen Ende der Brücke beginnen und dann schrittweise nach Süden fortgesetzt“, hieß es. 

Genau wie bei der Ringbahnbrücke soll der Abriss der Westendbrücke bis zum 25. April abgeschlossen sein. Wenige Tage später, am 28. April, soll dann auch die derzeit unterbrochene Ringbahn zwischen Westend und Halensee wieder den Betrieb aufnehmen. 

Den Abriss der Westendbrücke können Sie in diesem Livestream verfolgen.

A100: Brückenabriss beginnt mit etwas Verzögerung am Freitagabend

Ralph Brodel, Sprecher der Autobahngesellschaft, erklärt den Zeitplan für den Abriss.
Ralph Brodel, Sprecher der Autobahngesellschaft, erklärt den Zeitplan für den Abriss.© Reto Klar | Reto Klar

14.09 Uhr: Der Abriss der maroden Autobahnbrücke im Berliner Westen beginnt mit einigen Stunden Verzögerung heute Abend. „Der Knabberer wird gegen 18.00, 18.30 Uhr in Betrieb gehen“, sagte Ralph Brodel, Sprecher der Autobahn GmbH Nordost, bei einem Pressetermin an der sogenannten Ringbahnbrücke. Grund sei, dass die Rampe zur Brücke noch einmal zusätzlich gestützt werde. Ursprünglich sollten die Betonzangen bereits am Vormittag die ersten Teile der Rampe abtragen.

Wegen Brücken-Arbeiten: Bäume müssen gefällt werden

Bäume A100 Brücke
Vor dem Abriss wurden am Rande der maroden Brücke zahlreiche Bäume gefällt.© Uta Keseling | Uta Keseling

13.46 Uhr: Für die Bauarbeiten müssen auch viele Bäume gefällt werden. Am Freitagmittag, als sich eigentlich schon die Meißel über die Rampe der Ringbahn-Brücke hermachen sollten, waren stattdessen die Kettensägen dran. Vor den sich stauenden Autos auf der Abfahrt Richtung Messedamm zerlegten Baumarbeiter zahlreiche Bäume, die teilweise gerade ausgeschlagen haben. Die Autobahngesellschaft konnte dazu zunächst keine Angaben machen. Es hieß am Rand der Baustelle, die Fällung seien für die Bauarbeiten notwendig.

Zahlreiche Bäume wurden gefällt.
Zahlreiche Bäume wurden gefällt.© Uta Keseling | Uta Keseling

Abriss der maroden Ringbahnbrücke am Freitag geplant

6.41 Uhr: An diesem Freitag beginnt der Abriss der maroden A100-Brücke im Berliner Westen. Grund dafür ist ein seit langem bekannter Riss im Tragwerk der Brücke, der sich überraschend ausgebreitet hatte. Die Brücke war deshalb Mitte März kurzfristig für den Autoverkehr gesperrt worden. Auch auf der darunter liegenden Ringbahn-Trasse fahren derzeit keine Züge. 

Die Abriss-Arbeiten sollen der Autobahn-Gesellschaft zufolge bis zum 25. April andauern. Ab dem 28. April kann demnach auch die Ringbahn wieder fahren. Die Brücke soll neu gebaut werden – Details dazu sind unklar.