Die festgefahrenen Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) gehen weiter und erneut stehen zwei Tage lang U-Bahn, Tram und Busse in Berlin still. Es ist der fünfte Warnstreik seit Januar, nachdem die Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag ergebnislos abgebrochen wurde. Die Frage, ob eine Schlichtung künftige Streiks verhindern könnte, wird nun immer dringlicher. Eine exklusive Umfrage zur aktuellen Lage zeigt, wie die Berlinerinnen und Berliner zu dieser Thematik stehen.

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Das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag der Berliner Morgenpost, zu der diese Redaktion gehört, rund 1500 volljährige Menschen aus Berlin befragt. Die Frage lautete: Wie würden Sie es bewerten, wenn Streiks erst nach einem verpflichtenden Schlichtungsverfahren erlaubt wären?

Das Ergebnis ist eindeutig: 65 Prozent der Befragten befürworten ein Schlichtungsverfahren vor einem Streik entweder mit „positiv“ oder „eher positiv“. Nur rund neun Prozent sind unentschieden, während knapp 26 Prozent einem verpflichtenden Schlichtungsverfahren vor einem Streik eher negativ oder sogar ganz ablehnend gegenüberstehen.

Schlichtung im BVG-Tarifstreit: Klare Zustimmung bei dieser Altersgruppe

Die Auswertung nach Altersgruppen zeigt, dass sich besonders die 40- bis 49-Jährigen eher uneinig darüber zeigten, ob eine verpflichtende Schlichtung vor einem Streik der richtige Weg wäre. Eine klare Zustimmung gab es jedoch bei den älteren Befragten ab 65 Jahren: 77 Prozent sprachen sich für eine Einigung mittels Schlichter aus. Die Zustimmung überwog die Ablehnung in allen Altersgruppen.

Auch bei der Geschlechteraufteilung zeigte sich eine ähnliche Tendenz: 62 Prozent der Männer und 68 Prozent der Frauen sprachen sich überwiegend dafür aus, dass Streiks erst nach einem verpflichtenden Schlichtungsverfahren erlaubt wären.

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Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 5 Prozentpunkten (Gesamtergebnis).