Bei einer propalästinensischen Demonstration in Mitte am Dienstagnachmittag kam es zu einem Vorfall, bei dem die FDP-Politikerin Karoline Preisler körperlich angegriffen wurde. Die 300 Teilnehmer zählende Versammlung verlief zunächst weitgehend störungsfrei, doch ein Angriff auf die Politikerin sorgte für Aufsehen.

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Wie die Polizei auf X mitteilt, wurde eine Frau von einem Demonstranten mit einer Holz-Fahnenstange mehrfach geschlagen, wobei sie am Handgelenk getroffen wurde. Andere Schläge konnte sie vermeiden. Die Verletzung wurde ärztlich behandelt, und die Hand wurde geröntgt. Später stellte sich heraus, dass es sich dabei um die Politikerin handelte.

Karoline Preisler nach Angriff bei Propalästinensischer Demo: „Gewalt hat den Debattenraum erobert“

Karoline Preisler, die sich öffentlich gegen Antisemitismus und für die Freilassung israelischer Geiseln durch die Hamas einsetzt, hatte bereits in der Vergangenheit auf Demonstrationen Anfeindungen erfahren. Am Dienstag soll sie zudem mit Beschimpfungen wie „die dreckige Ratte‘“ bedacht worden sein. Die FDP-Politikerin zeigte sich erschüttert von dem Vorfall und kritisierte den zunehmenden Einsatz von Gewalt in politischen Debatten. „Gewalt hat längst den Debattenraum erobert. Ohne das souveräne Eingreifen der Berliner Polizei wäre die Situation eskaliert“, erklärte Preisler gegenüber dem „Tagesspiegel“.

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Die Berliner Polizei nahm den Angreifer noch vor Ort fest, nachdem er versuchte hatte, sie mit der Fahnenstange zu verletzen. Ihm wird versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Trotz dieses Vorfalls verlief die Demonstration insgesamt ohne größere Störungen.

BM