Dolmetscherinnen und Dolmetscher, die für die Polizei Berlin auf pro-palästinensischen Demonstrationen im Einsatz sind, werden offenbar zunehmend aus der Szene bedroht. Das sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Dadurch sinke auch die Bereitschaft, die Polizei zu unterstützen.

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„Ich finde, dass das eine schreckliche Entwicklung ist“, sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD). „Wir versuchen alles, um Kollegen den Schutz zu bieten, der notwendig ist, weil wir sie ja brauchen.“ Zu den konkreten Maßnahmen sagte Spranger jedoch nichts.

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Die Polizei unterscheidet zwischen Sprachmittlern und Dolmetschern. Erstere sind oft Kräfte der Polizei selbst, die bestimmten Sprachen mächtig sind und übersetzen. Etwa 40 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörde einen migrantischen Hintergrund, wovon einige auch des Arabischen mächtig sind. Dolmetscher hingegen geben Äußerungen, wie das verbotene „From the river to the sea“ beweissicher an die Staatsanwaltschaft weiter.

Pro-Palästina-Demos: Äußerungen teils durch Trommeln unhörbar gemacht

Strafbewährte Äußerungen würden mitunter auch durch Trommeln während der Veranstaltungen unhörbar gemacht, so Polizeipräsidentin Slowik Meisel weiter. „Hier werden mitunter Beschränkungen erlassen.“ Technische Lösungen, die etwa das Trommeln ausblenden, gebe es nicht.