Verdi will im Arbeitskampf mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) wohl erneut zum Streik aufrufen. Verhandlungsführer Jeremy Arndt soll in einem Video, das dem „Tagesspiegel“ vorliegt, gesagt haben: „Der BVG-Vorstand versteht nur Druck.“ Und weiter: „Wir brauchen von euch ein deutliches Signal für die letzte, entscheidende Verhandlungsrunde am kommenden Freitag.“

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Im Podcast „Die Betriebsstörung“ hatte Arndt mit Blick auf das neue Angebot der BVG gesagt: „Es sind noch mal Millionen raufgepackt worden“, dennoch gebe es noch einen großen Abstand zu den Verdi-Forderungen. „Und das nach fünf Verhandlungsrunden“, so Arndt. „Das heißt, wir gehen mit unserem Ultimatum in die finale Woche.“ Gibt es bis zum 21. März keine Einigung, droht die Gewerkschaft mit unbefristeten Streiks. Am 21. März heiße es „hopp oder top“, so Arndt.

Streik könnte aber schon vorher drohen. Noch bis zum (morgigen) Freitag sammelt Verdi Rückmeldungen der Beschäftigten zum aktuellen Angebot ein, befragt wurden diese dazu, ob sie das Angebot annehmen oder erneut streiken wollen. „Wir wollen den Druck erhöhen“, sagt Podcast-Host Manuel von Stubenrauch, der bei der BVG Straßenbahnfahrer und Mitglied der Tarifkommission ist.

Bei den jüngsten Gesprächen am Mittwoch hatte die BVG zwar ein weiteres Angebot vorgelegt. Zu einer Einigung kam es aber nicht. Warnstreiks noch vor der nächsten Verhandlungsrunde kommende Woche Freitag werden damit wahrscheinlicher. Sollte es dann erneut keinen Abschluss geben, will Verdi eine Urabstimmung über unbefristete Streiks einleiten.

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BVG: Schon zwei Streiks in laufender Tarifrunde

Schon zweimal hat die Gewerkschaft mit Arbeitskämpfen in der laufenden Tarifrunde den Nahverkehr in Berlin weitgehend lahmgelegt. Der jüngste Ausstand dauerte 48 Stunden. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 750 Euro mehr pro Monat und höhere Beträge bei bestimmten Zulagen. Außerdem will sie eine Laufzeit von 12 Monaten durchsetzen. 

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Das aktuelle Angebot der Arbeitgeberseite sieht eine doppelt so lange Vertragslaufzeit vor. Auch beim Entgelt liegen die Positionen noch auseinander: Die BVG bietet rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres 240 Euro zusätzlich pro Monat. Weitere 135 Euro soll es demnach ab März des kommenden Jahres geben. Das entspreche einer Erhöhung von insgesamt 13,6 Prozent.

dpa/dw