Das problematische Gebaren des Tech-Milliardärs Elon Musk hat offensichtlich auch verheerende Folgen für einige Berlinerinnen und Berliner. Allein in der vergangenen Nacht brannten vier Autos der Marke Tesla in der Hauptstadt. „Da ein politisches Tatmotiv nicht ausgeschlossen werden kann, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin die weiteren noch andauernden Ermittlungen übernommen“, heißt es dazu von der Polizei Berlin.

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Der erste Tesla wurde an der Neuen Krugallee am Plänterwald (Treptow-Köpenick) angezündet. Ein Passant bemerkte die Flammen gegen 1.40 Uhr und rief Feuerwehr und Polizei. Der geparkte Wagen konnte zwar gelöscht werden, ist jedoch laut Polizei nicht mehr fahrfähig. Zwei weitere, daneben abgestellte Fahrzeuge wurden durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen.
Vier Tesla in Berlin brennen: Darum ist Löschen deutlich schwerer

Danach setzte sich die Brandserie im Berliner Südwesten fort. Um kurz nach zwei Uhr sah ein Passant in der Albrechtstraße in Steglitz einen in Flammen stehenden Tesla. Kurz darauf gab es Flammen an zwei weiteren unweit davon in der Straße Am Eichgarten. Alle drei Fahrzeuge brannten laut Polizei vollständig aus. Drei weitere Autos wurden beschädigt.
Erst in der Nacht zu Mittwoch wurde in Berlin ein Tesla angezündet. Das Fahrzeug ging an der Ecke Rigaer- und Pettenkofer Straße in Friedrichshain in Flammen auf und wurde komplett zerstört. Damit brannten in diesem Jahr bereits fünf Autos der einst beliebten, mittlerweile umstrittenen Automarke.
Brennende E-Autos: Löscharbeiten dauern oft mehrere Stunden
Ein brennendes Elektroauto zu löschen, ist deutlich aufwendiger als herkömmliche Modelle. Grund ist die Batterie. Hat sie erst einmal Feuer gefangen, entzündet sie sich trotz Wasser immer wieder von neuem. Aus Feuerwehr-Kreisen wird immer wieder beklagt, dass die Löscharbeiten länger dauern, aufwendiger sind und viel mehr Wasser verbrauchen. Hinzu kommen mögliche Gefahren durch die elektrische Spannung. Auch in der Nacht zu Freitag mussten die Bereiche um die in Flammen stehenden Autos über Stunden gesperrt werden.
Elon Musk gilt mit einem Vermögen von mehr als 300 Milliarden Euro als reichster Mann der Welt. Sein erstes Geld verdiente der gebürtige Südafrikaner als Mitgründer des Bezahldienstes PayPal. Er stieg bei Tesla mit ein, wurde CEO der Firma und gründete das Raumfahrt-Unternehmen SpaceX. 2022 kaufte er die Social Media-Plattform „Twitter“, die er in „X“ umbenannte.

Musk wegen rechtsextremer Gesinnung weltweit in der Kritik
Seit geraumer Zeit berät Musk den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump. Dabei fällt der Milliardär immer wieder durch rechtsextreme Standpunkte, Aussagen und Gesten auf. Mit seiner Meinungsmacht unterstützt er mittlerweile auch offen europäische Parteien aus dem rechten Spektrum, wie in Deutschland die AfD. Die Tesla-Verkäufe gingen in den USA, aber auch in Europa zuletzt deutlich zurück – in Deutschland zuletzt um bis zu 70 Prozent.
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Musk sorgt allerdings nicht allein für die Image-Probleme des US-Autobauers. Von mangelndem Arbeitsschutz und schlechten Arbeitsbedingungen in der Fabrik in Grünheide bei Berlin ist immer wieder die Rede. Zuletzt soll der Werksleiter angekündigt haben, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankheitsfall keinen Lohn mehr zu zahlen. Das Handelsblatt berichtet von Drohmails mit dem Betreff „Zweifel an den eingereichten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen“.
Für all das können die Kundinnen und Kunden des Autobauers, deren Wagen jetzt offensichtlich im Fokus von Straftätern sind, nichts. Tesla selbst ließ eine Anfrage der Berliner Morgenpost zu den Bränden und dem Umgang damit am Freitag unbeantwortet. Die Polizei rät den potenziell Betroffenen nur, das Auto abzuschließen, keine Wertgegenstände sichtbar liegenzulassen und an einem sicheren Ort zu parken. „Die Polizei passt ihre Maßnahmen gegebenenfalls neuen Erkenntnissen an.“








