Noch sind die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) nicht vorbei, doch einen neuen Streik soll es zunächst nicht geben. Zumindest unter einer Voraussetzung: Die Gewerkschaft fordert die BVG auf, einen weiteren Verhandlungstermin innerhalb der nächsten zehn Tage zu vereinbaren, wie sie am Montagnachmittag mitteilte. Eigentlich wäre die nächste Verhandlung erst für den 21. März geplant.

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Der BVG setzt Verdi dabei eine kurze Frist, um einen Terminvorschlag zu machen: Man erwarte eine Rückmeldung innerhalb der nächsten 24 Stunden, so Verdi. „Sollte die BVG ein Terminangebot machen, wird es bis zu diesem Termin keine weiteren Streiks geben“, heißt es weiter. Gibt es keinen Terminvorschlag, soll der nächste Arbeitskampf folgen. „Wir wollen uns einigen. Deshalb wollen wir jetzt zeitnah weiter verhandeln. Wir erwarten endlich ein Angebot, mit dem die BVG als Arbeitgeber wieder attraktiv wird“, so Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt.
Fahrgäste können aber guter Hoffnung sein, dass der Streik-Fall nicht eintritt. Die BVG teilte als Reaktion mit, dass sie den Vorschlag von Verdi begrüße, einen zusätzlichen Verhandlungstermin zu vereinbaren. „Das Unternehmen wird mit der Gewerkschaft in die Terminabstimmung gehen“, erklärte das Unternehmen.
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Die BVG hatte bei ihrem Angebot zuletzt noch einmal nachgebessert. Wie bereits in der vorherigen Verhandlungsrunde angeboten, soll das Gehalt für die Mitarbeitenden monatlich um 225 Euro rückwirkend zum 1. Januar 2025 steigen. Statt einer prozentualen Steigerung in den Jahren 2026 und 2027 ist nun eine feste Erhöhung um 100 Euro jeweils zum Jahresanfang vorgesehen. Außerdem bietet die BVG eine weitere Erhöhung der Zulagen. Sowohl die Fahrdienstzulage als auch die Wechselschichtzulage läge dann bei jeweils 225 Euro, die Schichtzulage bei 130 Euro. Laut dem Verkehrsunternehmen stehe man so an bundesweit erster Stelle, wenn es um die Zulagen für Fahrerinnen und Fahrer geht.
Ein wichtiger Punkt ist zudem die Laufzeit des Tarifvertrags. Die BVG hatte sich zunächst für vier Jahre ausgesprochen, was für Verdi jedoch nicht infrage kam. Nun hat die BVG in ihrem Angebot die Laufzeit verkürzt, auf noch zweieinhalb Jahre. Insgesamt, bilanziert das Unternehmen, würde der Personalaufwand der BVG in dieser Zeit um 345 Millionen Euro, also 115 Millionen Euro pro Jahr, steigen.
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Verdi lehnt dieses Angebot trotzdem ab. „In Bezug auf den Grundlohn wird das Angebot jedoch weiterhin als zu niedrig bewertet, um den Nachholbedarf durch die Preissprünge der letzten Jahre zu kompensieren“, so die Begründung.
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