Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen sich auf den nächsten Streik einstellen – dieses Mal sogar für zwei Tage: Am Donnerstag und Freitag (20. und 21. Februar) wird erneut Stillstand bei Straßenbahnen, U-Bahnen und Bussen der BVG herrschen. Das hat die Gewerkschaft Verdi am Montagnachmittag nach einer Sitzung der Tarifkommission bekanntgegeben. Die Gewerkschaft hatte in den vergangenen Tagen die Beschäftigten der BVG dazu befragt, wie in den Tarifverhandlungen weiter vorgegangen werden soll. Seit Ende Januar ist es der dritte Warnstreik.

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Wie bei den beiden vorangegangenen Streiks gilt: Die Berliner S-Bahn ist von dem Streik nicht betroffen. Die Züge fahren regulär, das Angebot wird punktuell sogar ausgeweitet. Auch der Regionalverkehr der Deutschen Bahn läuft am Donnerstag und Freitag planmäßig. Hinzu kommt: Auch viele Buslinien fahren wie gewohnt, da sie von Privatunternehmen im Auftrag der BVG betrieben werden.
Der Streik startet am frühen Donnerstagmorgen um 3 Uhr und endet 48 Stunden später am frühen Samstagmorgen um 3 Uhr. Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) schreibt, dass auch nach Streik-Ende der Verkehr noch einige Stunden unregelmäßig sein kann.
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Grundlage für diese Befragung war das neue Angebot der BVG, das diese am Dienstag vorgelegt hatte. Demnach sollen rückwirkend zum 1. Januar 2025 die Gehälter der Beschäftigten um 225 Euro im Monat erhöht werden. In den Folgejahren bis 2028 soll das Monatsgehalt jeweils um 2,5 Prozent steigen. Zudem werden die Wechselschicht- und Fahrerzulage auf jeweils 200 Euro monatlich angehoben. Für Fahrerinnen und Fahrer bedeute dies eine Lohnsteigerung von 325 Euro pro Monat, so die BVG, was für 2025 11,2 Prozent mehr Gehalt entspreche. Außerdem soll das Weihnachtsgeld auf 2300 Euro erhöht werden. Die Löhne der meisten Beschäftigten steigen laut BVG bis Ende 2028 durchschnittlich um 17,6 Prozent.
Verdi räumt ein, dass die BVG der Gewerkschaft dabei in der Frage der Festgeldforderung und bei den Zulagen entgegengekommen sei. Aber: Die weiterhin von der BVG geforderte vierjährige Laufzeit sei nicht akzeptabel, so Verdi. Zudem werde das Angebot in der Höhe von den Beschäftigten und der Tarifkommission weiterhin als zu niedrig bewertet. Die Inflation der vergangenen Jahre werde damit nicht ausgeglichen. „Die BVG hat immer noch nicht verstanden, dass die Beschäftigten keine Reallohnsenkung akzeptieren werden. Deshalb erhöhen wir jetzt weiter den Druck“, erklärt Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt.
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Die BVG reagierte auf die Streik-Ankündigung mit einer Pressemitteilung und erklärte, die „erneute Eskalation“ durch die Gewerkschaft zu „verurteilen“. „Die BVG bietet in der aktuellen Tarifrunde im Schnitt 17,6 Prozent mehr Lohn an und ist der Gewerkschaft in der letzten Runde deutlich entgegengekommen. Gegen dieses Angebot zu streiken, zeigt, dass Verdi die Lage des Unternehmens nicht ernst nimmt und die Realitäten verkennt“, teilte das Unternehmen mit.

Das Unternehmen verweist darauf, dass es „gute Rahmenbedingungen und Stabilität“ brauche – so wurde auch die angestrebte lange Laufzeit des neuen Tarifvertrags begründet. Das vorliegende Angebot der BVG biete gute Lösungen für die Mitarbeitenden, behalte aber auch im Blick, was das Unternehmen nachhaltig stemmen kann, heißt es weiter. An Gewerkschaft Verdi wird appelliert, den „völlig überzogenen 48-Stunden-Streik“ zurückzunehmen und am Verhandlungstisch gemeinsam an einem guten Ergebnis zu arbeiten.
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