Für Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wird dieser Donnerstag ein wichtiger Tag: Am Nachmittag entscheidet die aus 38 Personen bestehende Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi, ob sie die Beschäftigten der BVG erneut zum Warnstreik aufruft. Hintergrund sind die aktuellen Tarifverhandlungen, bei denen es vor allem um eine bessere Bezahlung der Mitarbeitenden geht. Nachdem Verdi schon im vergangenen Jahr Forderungen vorgelegt hatte, gibt es seit Ende Januar auch ein Angebot der BVG. Zu diesem Angebot hat Verdi in den vergangenen Tagen die Beschäftigten befragt und will auf Basis der Rückmeldungen nun beschließen, wie es weitergeht.

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Diese Form der Beteiligung der Beschäftigten ist im Zusammenhang mit Tarifverhandlungen bei der BVG neu. Man habe sie aber in ähnlicher Form beispielsweise schon bei Tarifverhandlungen mit der Lufthansa umgesetzt, erklärte ein Gewerkschaftssprecher. Ziel sei es, eine intensivere Diskussion innerhalb der Belegschaft zu führen. Eine Tendenz, wie die Beschäftigten das vorlegte Angebot der BVG bewertet haben, nannte der Sprecher aber noch nicht.
BVG bietet Fahrern bis zu 8,5 Prozent mehr Gehalt
Konkret hatte die BVG Lohnerhöhungen rückwirkend zum 1. Januar 2015 von durchschnittlich 6,9 Prozent angeboten. Das Gehalt der Fahrerinnen und Fahrer soll um bis zu 8,5 Prozent steigen. Für 2026 und bis zum Ende der Laufzeit im Jahr 2028 ist vorgesehen, dass das Gehalt aller Mitarbeitenden und die geforderten Zulagen jährlich um jeweils 2,5 Prozent erhöht werden.
Damit blieb das Unternehmen unter den Forderungen der Gewerkschaft. Diese will 750 Euro mehr pro Monat für alle Beschäftigten erreichen, außerdem 300 Euro als Fahrdienst- und weitere 200 Euro als Schichtzulage. Dazu kommt 13. Monatsgehalt. Die BVG hatte diese Forderungen bereits als nicht finanzierbar eingestuft.
Nächste Verhandlungsrunde von BVG und Verdi am 11. Februar
Weiterhin gilt laut Verdi, dass ein eventueller zweiter Warnstreik mindestens 24 Stunden im Voraus angekündigt werden soll. Unter der Annahme, dass die Gewerkschaft nur unter der Woche zum Arbeitskampf aufruft, wäre der nächstmögliche Tag also der kommende Montag. Bereits am Dienstag, 11. Februar, soll die nächste Verhandlungsrunde mit der BVG stattfinden.





