• Charlottenburg-Wilmersdorf: Bei Seniorin eingebrochen, Enkel mit Pistole bedroht
  • Kreuzberg: Hundert Leute blockieren Oranienstraße – Kennzeichen gestohlen
  • Brandenburg: Fahrer kollidiert mit Wildschwein, knallt gegen Baum und stirbt
  • Lankwitz: Autofahrer (21) mit kaputter Frontscheibe unterwegs – Drogen an Bord
  • Neukölln: Mann reißt 81-Jährige zu Boden und raubt ihre Tasche
  • Friedrichshain: 22-Jähriger in Ringbahn attackiert
  • Mitte: Mann in der U2 rassistisch beleidigt und angegriffen

Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.

Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 2. Februar 2025: Elternpaar beleidigt zwei Frauen im Bus homophob – andere Fahrgäste solidarisieren sich mit den Frauen

16.34 Uhr: Eine bisher unbekannt gebliebene Frau und ein bisher unbekannt gebliebener Mann beleidigten gestern Mittag in Steglitz zwei Frauen homophob. Nach derzeitigem Kenntnisstand befanden sich die 26- und 30-jährigen Frauen gegen 12 Uhr in einem Bus der Linie M 85 und küssten sich. Daraufhin wurden sie von einem dahinter sitzenden Mann und einer Frau, die zwei Kinder dabeihatten, mehrfach homophob beleidigt.

Zudem bedrängte der Mann die beiden Frauen körperlich, schubste sie und forderte sie auf, den Bus zu verlassen. Auch durch den Rückhalt der anderen Fahrgäste verblieben die 26- und 30-Jährige im Bus, der Mann und die Frau stiegen zusammen mit den Kindern kurz darauf aus. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin übernimmt die weiteren Ermittlungen.

Charlottenburg-Wilmersdorf: Bei Seniorin eingebrochen, Enkel mit Pistole bedroht

16.22 Uhr: In der vergangenen Nacht brachen mehrere Männer bei einer Seniorin in Halensee (Charlottenburg-Wilmersdorf) ein und bedrohten nach Entdeckung sowohl sie als auch ihren Enkel.. Die 80-Jährige erwachte gegen 2:30 Uhr in ihrer Wohnung in der Westfälischen Straße. Schnell bemerkte sie, dass sich Einbrecher in ihrer Wohnung befinden. Sie flüchtete auf die Straße und rief dort ihren Enkel an. Dann wagte sie sich wieder zurück in die Wohnung, wo sie auf einen der Einbrecher traf. Es kam zu einem Gerangel, was die beiden Komplizen des Mannes alarmierte.

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Einer von ihnen bedrohte die Seniorin dann mit einem schlagstockähnlichen Gegenstand, woraufhin die 80-Jährige aufschrie. Die Männer flüchteten. Inzwischen war der alarmierte Enkel mit dem Auto vor dem Wohnhaus angekommen. Er fuhr den drei Männern hinterher, die zu Fuß unterwegs waren. Daraufhin stellte sich einer des Trios auf die Straße und bedrohte den 23-Jährigen mit einer Schusswaffe.

Der 23-Jährige brach nun die Verfolgung ab und die Männer flüchteten. Die weiteren Ermittlungen führt das Einbruchskommissariat.

Hundert Leute blockieren Oranienstraße in Kreuzberg – Kennzeichen gestohlen

14.26 Uhr: Um die 100 Menschen haben am Samstagabend in Kreuzberg die Oranienstraße blockiert und sind in eine Auseinandersetzung mit einem Autofahrer geraten. Die Menschen seien aus einer Veranstaltungsstätte in der Oranienstraße gestürmt, hätten die Fahrbahn betreten und ein Transparent mit der Aufschrift „Alle zusammen gegen den Faschismus“ gehalten, sagte ein Polizeisprecher. Auch Pyrotechnik ist demnach entzündet worden. 

Im Anschluss sei es zu einem Streit zwischen etwa 10 bis 15 Leuten aus der Gruppe und einem Autofahrer gekommen, der an der Weiterfahrt gehindert wurde. Die Beteiligten aus der Gruppe nahmen demnach das hintere Kennzeichen des Wagens ab und schlugen auf den Wagen, ohne ihn zu beschädigen. 

Später standen erneut mehrere Teilnehmer der Veranstaltung auf der Straße. Polizisten drängten sie schließlich von der Straße. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermittelt wegen Landfriedensbruchs, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Diebstahls an einem Kraftfahrzeug.

Autofahrer kollidiert mit Wildschwein, knallt gegen Baum und stirbt

14.15 Uhr: Ein Autofahrer ist nach der Kollision seines Fahrzeugs mit einem Wildschwein und dem Aufprall auf einen Baum im Landkreis Barnim ums Leben gekommen. Der 59-jährige Mann sei mit dem Fahrzeug am Samstag auf einer Kreisstraße zwischen Breydin-Tuchen und Grüntal in Sydower Fließ unterwegs gewesen, als das Auto mit dem Wildschwein zusammenstieß.

Danach sei das Fahrzeug ins Schleudern geraten und nach links von der Fahrbahn abgekommen. Dann prallte der Wagen frontal gegen einen Baum .Der Mann wurde im Anschluss durch Kräfte der Feuerwehr aus seinem Auto geborgen. Mehrere Versuche, den Mann wiederzubeleben missglückten. Er starb noch am Unfallort. Auch das Wildschwein überlebte den Unfall nicht. Bei der Kollision entstand ein Sachschaden von rund 25.000 Euro. Für die Unfallaufnahme war die Kreisstraße im Unfallbereich für etwa zwei Stunden voll gesperrt.

Fahrzeugkontrolle – Autofahrer mit kaputter Frontscheibe und Drogen an Bord unterwegs

14.02 Uhr: Gestern Abend stellten Einsatzkräfte bei einer Fahrzeugkontrolle in Lankwitz mehrere Drogen im Auto fest. Gegen 20 Uhr fiel einer Funkwagenbesatzung ein Auto mit stark beschädigter Windschutzscheibe auf der Kaiser-Wilhelm-Straße auf. An der Kreuzung Frobenstraße Ecke Zietenstraße hielten sie den 21-jährigen Fahrer an.

Als er aus dem Auto ausstieg, nahmen die Beamten starken Marihuanageruch wahr. Bei anschließenden Durchsuchungen des Mannes und des Fahrzeugs fanden und beschlagnahmten die Polizeieinsatzkräfte 29 verkaufsfertig verpackte, mutmaßliche Drogen sowie mutmaßlichen Handelserlös in unterer, dreistelliger Höhe und ein Handy. Anschließend brachten sie ihn für eine erkennungsdienstliche Behandlung in ein Polizeigewahrsam. Von dort wurde er der Kriminalpolizei überstellt, welche die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

Neukölln: Mann reißt 81-Jährige zu Boden und raubt ihre Tasche

13.46 Uhr: Gestern Nachmittag wurde eine Seniorin in Rudow (Neukölln) von einem Radfahrer überfallen. Gegen 15 Uhr soll sich die 81-Jährige auf dem Weg nach Hause im Bocksbartweg befunden haben. Nach bisherigen Erkenntnissen näherte sich ihr ein Unbekannter von hinten mit einem Fahrrad, ließ dieses neben ihr fallen und versuchte ihr die Umhängetasche zu entreißen.

Dabei soll die Seniorin zu Boden gerissen worden sein. Dem Täter gelang es schließlich, die Tasche zu entwenden und auf dem Rad zu flüchten. Einsatzkräfte suchten den Nahbereich erfolglos nach ihm ab. Die 81-Jährige erlitt Schulter – und Knieschmerzen. Alarmierte Rettungskräfte brachten sie nach ambulanter Behandlung am Ort zur weiteren ärztlichen Untersuchung in ein Krankenhaus. Das Raubkommissariat der Polizeidirektion 4 (Süd) übernahm die weiteren Ermittlungen.

22-Jähriger in S-Bahn geschlagen und getreten – Täter sollen Hitlergruß gezeigt haben

17.10 Uhr: Am Freitagnachmittag erschien ein 22-Jähriger auf einem Polizeiabschnitt und zeigte eine gefährliche Körperverletzung an. Wie die Polizei nun mitteilte, habe sich der Mann gegen 17:30 Uhr in der Ringbahn S42 in Richtung Norden befunden, als zwei unbekannte Jugendliche am Bahnhof Ostkreuz (in Friedrichshain) zugestiegen seien. Das Duo sprach den Mann auf einen antirassistischen Aufkleber, welcher sich auf seinem Rucksack befand, an und forderte ihn auf, diesen zu entfernen. Als er dem nicht nachkam, sollen die Unbekannten den Mann bedroht und später tätlich angegriffen haben. Einer der Jugendlichen habe dem 22-Jährigen erst mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen, bevor beide nach dem Mann traten. Als die Bahn am Bahnhof Landsberger Allee anhielt sollen die Jugendlichen zudem eine verfassungsfeindliche Parole gerufen und den sogenannten Hitlergruß gezeigt haben, bevor sie in unbekannte Richtung geflüchtet seien. Der Mann blieb unverletzt. Die weiteren Ermittlungen hat der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts übernommen.

Hellersdorf: 84-jähriger Fußgänger stirbt nach Verkehrsunfall in Krankenhaus

Eine zerstörte Windschutzscheibe eines Autos.
Der Wagen des Unfallfahrers nach dem Zusammenprall mit einem Fußgänger. Der 84-Jährige erlag am Freitag seinen Verletzungen.© Thomas Peise | Thomas Peise

16.58 Uhr: Am 8. Januar ereignete sich in Hellersdorf ein Verkehrsunfall zwischen einem Fußgänger und einem Autofahrer. Nach derzeitigen Erkenntnissen befuhr der 35-Jährige gegen 17.50 Uhr mit seinem Auto die Hellersdorfer Straße in Richtung Cecilienstraße und fuhr den 84-Jährigen, der von links aus die Hellersdorfer Straße in Richtung eines Lebensmitteldiscounters überquerte und offenbar nicht auf den Fließverkehr geachtet hatte, an. Dabei erlitt der Senior lebensgefährliche Verletzungen und verlor das Bewusstsein. Ein alarmierter Notarzt sowie Rettungskräfte versorgten den Verletzten zunächst am Ort und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Aus einer aktuellen Meldung der Polizei geht nun hervor, dass der 84-Jährige seinen Verletzung erlag. Er verstarb am Freitagvormittag in einem Krankenhaus.

Tempelhof-Schöneberg: Mann greift Polizisten an und bespuckt Beamten bei Festnahme

15.25 Uhr: In der Nacht zum Sonnabend attackierte in Mariendorf (Tempelhof-Schöneberg) ein Mann Polizeibeamte im Einsatz. Gegen 1 Uhr löste ein stark streitendes Paar einen Polizeieinsatz in der Kruckenbergstraße aus. Ein 52-jähriger Mann und eine 37-jährige Frau, beide augenscheinlich alkoholisiert, sollen sich im Streit gegenseitig geschlagen haben. Als die Polizei eintraf, wurde der 52-Jährige zunehmend aggressiver: Er rannte mit geballten Fäusten auf einen Polizisten zu und stieß ihn weg. Nachdem die Einsatzkräfte ihn zu Boden brachten, spuckte er einem Beamten ins Gesicht. Erst nach Einsatz eines Mehrzweckstockes und Reizstoffsprühgeräts hörte der 52-Jährige auf, Widerstand zu leisten. Zur Durchführung einer Blutentnahme brachten ihn die Einsatzkräfte in ein Polizeigewahrsam, von wo er seinen Weg anschließend fortsetzen konnte. Einer der eingesetzten Beamten musste verletzungsbedingt seinen Dienst frühzeitig beenden. Die weiteren Ermittlungen führt das zuständige Abschnittskommissariat.

Mitte: Mann in der U2 rassistisch beleidigt und angegriffen

14.58 Uhr: Bisher Unbekannte sollen in der vergangenen Nacht einen Mann in einer U-Bahn der Linie U2 angegriffen haben. Wie die Polizei schreibt, sollen die beiden Männer gegen 22.40 Uhr in einem U-Bahn-Waggon am Bahnhof Klosterstraße in Mitte einen 25-Jährigen in den Bauch getreten und eine verfassungsfeindliche Geste gezeigt haben. Der Angegriffene wechselte daraufhin zusammen mit seiner Begleiterin in einen anderen Waggon der U-Bahn. Am U-Bahnhof Senefelderplatz folgten ihm die Angreifer und sollen ihn erneut attackiert haben, indem sie ihm ins Gesicht schlugen. Beide sollen dabei eine verfassungsfeindliche Parole gerufen und sich rassistisch geäußert haben. Erst als zwei Zeuginnen dazwischen gingen, ließen die Angreifer von dem Mann ab und flüchteten. Der 25-Jährige erlitt Verletzungen am Kopf, die er zunächst nicht behandeln ließ. Der Polizeiliche Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts ermittelt.

Kreuzberg: Mann attackiert eigene Mutter – Polizei muss Taser einsetzen

13.52 Uhr: Gestern früh um 8.30 Uhr wurde die Polizei wegen häuslicher Gewalt in die Graefestraße in Kreuzberg gerufen. Ein 24-Jähriger hatte dort augenscheinlich die Wohnungstür seiner 58-jährigen Mutter aufgebrochen und attackierte diese. Die herbeigeeilten Polizisten trafen beide im Wohnzimmer an. Sie forderten den 24-Jährigen auf, eine Glasflasche, die er in seiner Hand hielt, wegzulegen. Dem kam er nicht nach und flüchtete auf das Sofa. Von dort aus soll er mehrfach nach einem Polizisten getreten haben und traf diesen am Körper und im Gesicht. Als ihn mehrere Beamte zu Boden brachten, schlug er um sich und biss einem Polizisten in den Arm, hieß es von der Polizei. Erst nach dem Einsatz eines Tasers ließ der Widerstand des Mannes nach. Der 24-Jährige wurde festgenommen und zur Blutentnahme in einen Polizeigewahrsam gebracht. Zwei der angegriffenen Polizisten mussten ihren Dienst aufgrund ihrer Verletzungen abbrechen. Der 24-Jährige soll noch heute zur Erwirkung eines Unterbringungsbeschlusses einem Richter vorgeführt werden.

Friedrichshain: Wahlplakate abgerissen – Festnahme

12.52 Uhr: In der Nacht auf Samstag wurden in Friedrichshain mehrere Wahlplakate beschädigt. Gegen 2.20 Uhr beobachteten Polizisten zwei Männer und eine Frau dabei, wie sie zwei Plakate von einer Laterne an der Kreuzung Frankfurter Tor/Petersburger Straße abrissen. Als die Tatverdächtigen das Polizeiauto bemerkten, flüchteten sie in Richtung Warschauer Straße. Die Frau trennte sich dabei von ihren Begleitern und flüchtete in den U-Bahnhof Frankfurter Tor, wo die Einsatzkräfte sie einholten und festnehmen konnten. Nach den polizeilichen Maßnahmen kam die 22-Jährige wieder auf freien Fuß. Die beiden Männer entkamen. Nun ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts.

BM/dpa